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Unwetter Salzburg: In Uttendorf brach ein Rückhaltebecken ab.
Unwetter in Salzburg: Insgesamt registrierte das Landesfeuerwehrkommando 79 Einsätze von 32 Feuerwehren.
Unwetter in Salzburg: Insgesamt registrierte das Landesfeuerwehrkommando 79 Einsätze von 32 Feuerwehren.
APA-Images / APA / EXPA

Ausnahmezustand: Schwere Schäden nach Gewittern in Salzburg

07.08.2026 um 08:28, Yunus Emre Kurt
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Heftige Gewitter haben am Donnerstag Teile Salzburgs schwer getroffen. Besonders Stuhlfelden, Uttendorf und das Gasteinertal meldeten massive Schäden.

Heftige Gewitter und sintflutartiger Starkregen haben am Donnerstagabend in mehreren Regionen Salzburgs schwere Schäden angerichtet. Besonders betroffen waren der Pinzgau und der Pongau. Kleine Bäche verwandelten sich innerhalb kurzer Zeit in reißende Ströme, Muren gingen ab und mehrere Gebäude mussten vorsorglich evakuiert werden.

Insgesamt registrierte das Landesfeuerwehrkommando 79 Einsätze von 32 Feuerwehren. Verletzt wurde nach bisherigem Stand niemand.

Pinzgau besonders schwer getroffen

Im Oberpinzgau traf das Unwetter vor allem Uttendorf und Stuhlfelden. In Uttendorf brach unter den enormen Wassermassen eine ältere Sperre beziehungsweise ein Rückhaltebecken des Tobersbachs. Das Wasser schoss daraufhin durch den Ortsteil Tobersbach und überflutete Straßen, Höfe und Felder.

Feuerwehr und Wildbach- und Lawinenverbauung waren im Dauereinsatz, um Verklausungen zu lösen und den Bach wieder in sein Bett zu leiten. Das genaue Ausmaß der Schäden an Gebäuden und landwirtschaftlichen Flächen dürfte sich erst bei Tageslicht vollständig zeigen.

Auch in Hollersbach, Saalfelden und Maishofen waren Einsatzkräfte gefordert. Dort mussten unter anderem Keller und überschwemmte Flächen ausgepumpt werden. In Zell am See sorgte ein verklauster Sandfang dafür, dass Oberflächenwasser über die Dr.-Müller-Promenade und die Bergstraße talwärts floss.

Fünf Brücken in Stuhlfelden weggerissen

Besonders dramatisch entwickelte sich die Situation in Pirtendorf bei Stuhlfelden. Der Pirtendorfer Bach führte enorme Mengen an Geröll und Gestein mit sich, verklauste und trat schließlich über die Ufer.

Die Wasser- und Schlammmassen beschädigten mehrere Wohnhäuser schwer. Laut Ortsfeuerwehrkommandant Philipp Holzer wurden insgesamt fünf Brücken am Pirtenbach komplett weggerissen.

Drei Wohnhäuser mussten in der Nacht vollständig evakuiert werden. Insgesamt waren 13 Menschen betroffen. Ein weiteres Zweifamilienhaus wurde vorsorglich geräumt, konnte nach einer Beurteilung durch einen Geologen aber wieder freigegeben werden.

Bürgermeister Josef Voithofer zeigte sich vor allem darüber erleichtert, dass trotz der enormen Schäden niemand verletzt wurde.

Muren schneiden Kötschachtal ab

Auch im Gasteinertal hinterließ das Unwetter schwere Spuren. Im Kötschachtal zerstörten Muren mehrere Brücken, darunter die Seiserbrücke, den Seisersteg und die Himmelwandbrücke. Das Tal war dadurch zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten, außerdem fiel der Strom aus.

Auf der Prossauhütte saßen elf Personen fest. Sechs von ihnen wurden mit dem Polizeihubschrauber ausgeflogen, darunter eine Person mit dringend benötigten Medikamenten. Fünf weitere Personen, darunter der Hüttenwirt, verbrachten die Nacht auf der Alm.

In Dorfgastein wurde zudem die Gasteiner Bundesstraße von einer Mure verlegt. Auch dort waren die Einsatzkräfte mit Aufräum- und Sicherungsarbeiten beschäftigt.

79 Feuerwehreinsätze in Salzburg

Gegen Abend erreichten die Unwetter schließlich auch die Landeshauptstadt und den Flachgau. In der Stadt Salzburg wurden 13 Einsätze registriert, im Flachgau 14.

Im Lungau mussten rund 80 Feuerwehrleute zusätzlich zu einem Waldbrand in Göriach ausrücken, der vermutlich durch einen Blitzschlag ausgelöst worden war. Insgesamt standen 32 Feuerwehren bei 79 Einsätzen im gesamten Bundesland im Einsatz.

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