Mählich kritisiert Sturm-Star: „Ich hätte es nicht gemacht"
Nicht nur die 0:2-Niederlage des SK Sturm Graz gegen Fenerbahce Istanbul sorgte in der Champions-League-Qualifikation für Gesprächsstoff. Auch eine ungewöhnliche Szene unmittelbar vor der Halbzeitpause beschäftigte Fans und Experten.
Sturm-Verteidiger Jeyland Mitchell tauschte bereits auf dem Weg in die Kabine sein Trikot mit Fenerbahce-Torschütze Anderson Talisca. Solche Szenen sind im Profifußball äußerst selten, da Trikottausche normalerweise erst nach dem Schlusspfiff stattfinden.
Kurioser Trikottausch zur Pause
Die TV-Kameras hielten den Moment fest: Mitchell ging auf Talisca zu und bat den Brasilianer offenbar um dessen Trikot. Kurz darauf wechselten beide Spieler ihre Shirts, obwohl noch die gesamte zweite Halbzeit zu absolvieren war.
Besonders brisant: Mitchell hatte beim frühen Führungstreffer von Talisca zuvor nicht entscheidend eingreifen können. Der Brasilianer brachte Fenerbahce bereits in der Anfangsphase in Führung und legte damit den Grundstein für den späteren 2:0-Erfolg.
Mählich spart nicht mit Kritik
ORF-Experte Roman Mählich zeigte sich während der Live-Übertragung überrascht und wenig begeistert von der Aktion. "Die tauschen jetzt schon Leiberl. Mit dem Torschützen. Zur Pause", kommentierte der frühere Sturm-Spieler.
Noch deutlicher wurde Mählich mit seiner persönlichen Einschätzung: "Das hätte ich nicht sehen dürfen als Mitspieler." Nach dem Seitenwechsel relativierte er seine Kritik zwar etwas und verwies darauf, dass Mitchell noch ein junger Spieler sei und die Situation für ihn ein besonderes Erlebnis darstelle.
Gleichzeitig stellte der Ex-Profi aber klar: "Ich hätte es nicht gemacht." Für Mählich habe der Trikottausch zwar keinen Einfluss auf Sieg oder Niederlage, dennoch sei der Zeitpunkt aus seiner Sicht unpassend gewesen.
Sturm geriet früh ins Hintertreffen
Sportlich verlief die erste Halbzeit für die Grazer enttäuschend. Fenerbahce dominierte die Partie vor heimischem Publikum und führte dank Treffern von Anderson Talisca und Mason Greenwood bereits zur Pause mit 2:0.
Im Rückspiel in Graz benötigt Sturm nun eine deutliche Leistungssteigerung, um die Chance auf den Einzug in die nächste Qualifikationsrunde der UEFA Champions League noch zu wahren.