Anna Gasser: Warum die Snowboard-Ikone einzigartig ist
Anna Gasser steht wie kaum eine andere für Innovation im Snowboard-Freestyle. Die zweifache Olympiasiegerin hat ihren Sport neu definiert und blickt nun auf Olympia 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo.
Eine Athletin, die Grenzen verschiebt
Wenn im Snowboard-Freestyle von Innovation, Mut und Weltklasse die Rede ist, fällt ein Name fast zwangsläufig: Anna Gasser. Die Kärntnerin zählt seit Jahren zu den prägenden Figuren ihres Sports, nicht nur wegen ihrer Erfolge, sondern vor allem wegen ihres Einflusses auf das Frauen-Snowboarding. Zweimal olympisches Gold im Big Air hat sie bereits gewonnen, bei Olympia 2026 soll das nächste Kapitel folgen.
Spät begonnen – früh Geschichte geschrieben
Der Karriereweg von Anna Gasser ist alles andere als klassisch. Während viele Konkurrentinnen schon als Kinder auf dem Snowboard standen, begann sie erst mit 18 Jahren. Zuvor war sie Leistungsturnerin, eine Grundlage, die ihr später enorme Vorteile brachte. Körperkontrolle, Explosivität und Luftgefühl wurden zu ihren Markenzeichen.
Der Durchbruch folgte rasch: Weltcupsiege, X-Games-Medaillen und schließlich Olympiagold 2018 in PyeongChang. Vier Jahre später wiederholte Anna Gasser dieses Kunststück bei Olympia in Peking.
Pionierin in der Luft
Anna Gasser ist nicht nur erfolgreich, sie ist auch eine Wegbereiterin. Immer wieder landete sie als erste Frau extrem schwierige Tricks, darunter den Cab Double Cork 900 oder später sogar den Cab Double Cork 1260. Moves, die lange als unerreichbar galten.
Damit veränderte sie das Frauen-Snowboarding nachhaltig. Das Niveau stieg, die Konkurrenz zog nach, und Gasser wurde zur Referenz für eine neue Generation.
Abseits der Bewerbe: Bodenständig und frei
Trotz internationalem Ruhm ist Anna Gasser bodenständig geblieben. Sie lebt in Millstatt am See, genießt die Natur und hält ihr Privatleben bewusst aus der Öffentlichkeit heraus. Ihre Social-Media-Auftritte zeigen Training, Wettkämpfe und Reisen, persönliche Details bleiben privat.
Was sie antreibt, ist die Freude an Bewegung. Yoga, Akrobatik und kreative Trainingsformen gehören ebenso zu ihrem Alltag wie Snowpark-Sessions. Familie und Freunde geben ihr Halt, besonders in schwierigen Zeiten.
Rückschlag und Comeback-Wille
Eine solche schwierige Phase folgte nach einem Surf-Unfall, bei dem sich Gasser schwer an der Schulter verletzte. Eine Operation war nötig, die Saison 2025 wurde zur Geduldsprobe. Doch Aufgeben kam für sie nie infrage.
Der Blick ist klar nach vorne gerichtet: Olympia 2026. Anna Gasser will dort antreten, mit einem historischen Ziel. Als erste Snowboarderin dreimal olympisches Gold im Big Air zu gewinnen.
Mehr als Medaillen
Anna Gasser ist mehr als eine erfolgreiche Athletin. Sie steht für Mut, Eigenständigkeit und dafür, dass ungewöhnliche Wege zum Erfolg führen können. Später Einstieg, frühe Dominanz und technisches Neuland machen sie zu einer Ausnahmeerscheinung.
Egal, wie Olympia 2026 endet: Anna Gasser hat den Snowboard-Sport bereits nachhaltig verändert.