Chappell Roan Nacktkleid: Skandalauftritt bei den Grammys 2026
- Chappell Roan trug Mugler
- Mugler, Mittelalter und Message
- Skandal-Kleid: Zwischen „Wow“ und „Was soll das?“
- Ein bisschen angezogen
Chappell Roan hat auf dem roten Teppich der Grammys 2026 gezeigt, dass man nicht nur das Wort „freizügig“, sondern auch „Nacktkleid“ völlig neu definieren muss. Wo andere mit Glitzer funkelten, ging sie aufs Ganze und präsentierte ein Mugler-Kunstwerk, das zwischen Haute Couture und Hautkontakt changierte.
Chappell Roan trug Mugler
Das Kleid war ein bordeauxrotes, fast vollständig transparentes Nichts aus feinstem Chiffon, gehalten – und das ist keine Metapher – völlig trägerlos. Keine Straps, keine klassische Korsage oder verstecktes Band: Der Stoff floss, gehalten an funkelnden Nippelringen, herab und endete in einer umso längeren Schleppe.
Darunter blitzte schwarze Unterwäsche hervor, darüber trug Chappell zu Beginn noch ein dünnes, farblich abgestimmtes Cape für die Interviews. Ihr rotes Haar fiel zunächst noch geschickt drapiert und kaschierend über die Brust.
Mugler, Mittelalter und Message
Entworfen wurde der Look von Miguel Castro Freitas für Mugler, inspiriert von einer legendären Couture-Kollektion aus dem Jahr 1998. Roans Make-up-Künstler Andrew Dahling nannte es „eine Mugler-Mittelalter-Fantasie“, die durch Tattoos, Metall und Minimalismus eine Geschichte erzählte – über Selbstbestimmung, Körperkunst und darüber, wie viel Provokation in Ästhetik stecken kann.
Skandal-Kleid: Zwischen „Wow“ und „Was soll das?“
Das Publikum schwankte zwischen Faszination und Fassungslosigkeit. US-Medien lobten den Look als „mutig“ und „ikonisch“, Social Media explodierte regelrecht: „Kunstwerk!“ jubelten die einen, „Gehört das noch auf den roten Teppich?“ fragten die anderen.
Schauspieler Jamie Foxx soll laut Beobachtern „sichtlich irritiert“ gewesen sein – und das ist wohl noch milde formuliert. Trotzdem: Aufmerksamkeit hatte Roan sicher. Ihr Kleid war Statement wie Skulptur.
Ein bisschen angezogen
Ein bisschen zu nackt war es dann aber wohl auch Chappell selbst.
Als es ernst wurde, wurde auch das Kleid braver. Für den Gala-Abend und ihren Bühnenauftritt wechselte Roan in eine engelhafte, cremefarbene Drapierung, die sie immer noch glamourös, aber deutlich weniger gewagt verhüllte. Dazu trug sie Make-up in kühlen Lavendeltönen und schimmerndem Lidschatten, der passend zum zweiten Kleid mehr Märchen als Mittelalter sagte.