Hacker: Lockdown für Ungeimpfte

Es sei die Welle der Ungeimpften. Gesundheitsstadtrat Hacker betont im Ö1 Morgenjournal, es gäbe mit ihm keinen Lockdown für alle.
Autor: Stefanie Hermann, 05.11.2021 um 07:10 Uhr

Wien hatte ohnehin bereits die strengsten Corona-Maßnahmen des Landes. Jetzt zieht die Hauptstadt die Schrauben noch einmal stärker an. Stärkste Auswirkung auf das Leben vieler hat die  2G-Nachweispflicht in Gastro, auf Veranstaltungen und bei körpernahen Diensten. Während die Wiener Politik auch auf Bundesebene Verschärfungen fordert, werfen genau diese neuen Regeln Fragen auf.

Teil-Lockdown für Ungeimpfte?

Ja,der ist durch die 2G-Regel in Wien fix. Ohne Genseungs- oder Impfnachweis kein Zutritt in Gastro, beim Friseur und bei Veranstaltungen. Der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) betont im Ö1 Morgenjournal jedoch, dass es nach dem gültigen Stufenplan erst ab Stufe Fünf einen solchen Teil-Lockdown in der vollen Tragweite gäbe. Die konkrete Ausarbeitung dazu liegt noch nicht vor, Stufe Vier reiche aktuell vollkomen aus. "Es ist mir nicht sympathisch das feststellen zu müssen, aber die vierte Welle ist die Welte der Ungeimpften", so Hacker. Die Maßnahmen würden dazu dienen, diese Gruppe zu schützen und einen vollständigen Lockdown zu verhindern.

Die Wiener und Wienerinnen haben einfach keinen Bock mehr auf einen Lockdown.

Arbeitsverbot für Ungeimpfte?

Nein. Mitarbeiter in Gastro, Hotellerie und Co seien davon nicht betoffen, stellt Hacker klar. Arbeitsrechtlich sei das gar nicht möglich, da das Land dafür keine Kompetenz hat. Die 2G-Regeln betreffen bei allen Verschärfungen in Österreich immer nur die Kundenseite.

Spaltet 2G die Gesellschaft?

Nein, so Hacker. Die Zustimmung in der Bevölkerung sei extrem hoch betont Hacker. Die Spalter sieht er anderer Stelle. "Die Spalter der Gesellschaft empfehlen Vitamin C ", sagt der Gesundheitsstadtrat.

Das sind die Schwurbler im Ärztekittel.

Empfiehlt Wien die Impfung für Kinder ab 5?

Nein, sagt Hacker. Es handle sich ganz klar nicht um eine Empfehlung, da die offizielle Zulassung noch fehle. Trotzdem wird in Wien wird die Impfung für Kinder ab 5 Jahren vorangetrieben. Mit dem Ausbau des Angebots reagiere die Stadt auf die Nachfrage. Der Off-Label-Use, also Verwendung ohne Zulassung, sei rein der Nachfrage der Bevölkerung geschuldet, so Hacker. Mit Aufklärung und Zusimmung der Eltern sowie des Kindes wird die Impfung voraussichtlich ab übernächster Woche erlaubt sein. Das Impfschadengesetz und damit der Bund hafte für Impfschäden.