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Christian Stocker bei einer Pressekonferenz zu Sicherheitsmaßnahmen in Österreich im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt und der Lage im Iran.
Im Zuge der Nahost-Eskalation verstärkt Österreich den Schutz kritischer Infrastruktur und steht im engen Austausch mit EU-Partnern.
Im Zuge der Nahost-Eskalation verstärkt Österreich den Schutz kritischer Infrastruktur und steht im engen Austausch mit EU-Partnern.
APA-Images / APA / HANS KLAUS TECHT

Stocker warnt: Iran-Krieg erreicht auch Österreich

02.03.2026 um 17:13, Stefanie Hermann
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Bundeskanzler Christian Stocker warnt vor den Folgen des Iran-Konflikts in Österreich. Die Regierung verstärkt die Sicherheitsmaßnahmen im Inland.

Der anhaltende Nahost-Konflikt beschäftigt zunehmend auch Österreich. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hat sich mit einem aktuellen Sicherheits-Update an die Öffentlichkeit gewandt. „Die Entwicklungen im Nahen Osten haben unmittelbare Auswirkungen auf uns", so der Kanzler heute.

Einleitung: Nahost-Konflikt und Stocker

Seit Ausbruch der jüngsten Eskalation im Iran steht Österreich im engen Austausch mit europäischen Partnern und internationalen Sicherheitsdiensten, um mögliche Auswirkungen auf die heimische Lage frühzeitig zu erkennen. „Gerade in Zeiten, die von Instabilität geprägt sind, zeigt sich, wie wichtig stabile internationale Beziehungen und eine starke europäische Abstimmung sind.“

Verstärkter Schutz kritischer Infrastruktur

In den vergangenen Tagen wurden die Sicherheitsvorkehrungen im Inland deutlich erhöht. „Wir haben den Schutz neuralgischer Punkte in Österreich verstärkt“, so Stocker. Dazu zählen Energieanlagen, Verkehrs- und Regierungsgebäude sowie diplomatische Einrichtungen.

Er habe den Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) ersucht, „alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu setzen“.

Iran: Terrorwarnstufe 4 von 5 in Österreich

Aktuell gilt in Österreich die Terrorwarnstufe 4 von 5 – sie war bereits nach dem Hamas-Angriff auf Israel im Oktober 2023 ausgerufen worden. „Wir haben derzeit eine erhöhte Gefährdungslage, aber keine konkreten Hinweise auf geplante Anschläge“, so Stocker. Eine Anhebung auf Stufe 5 wäre nur dann vorgesehen, „wenn konkrete Informationen über Anschlagsplanungen vorliegen – das ist derzeit nicht der Fall.“

Trotz der angespannten Lage verliefen alle bisherigen Demonstrationen in Österreich friedlich. Die Sicherheitsbehörden beobachten sie jedoch weiterhin aufmerksam.

Enge Zusammenarbeit mit EU-Partnern

Seit Beginn der bewaffneten Eskalation im Iran steht Österreich in laufender Abstimmung mit der EU und internationalen Partnerdiensten. „Die aktuellen Zeiten zeigen, dass wir nicht in einem Vakuum leben – und schon gar nicht auf einer Insel der Seligen“, sagte der Kanzler. „Die Entwicklungen im Nahen Osten haben unmittelbare Auswirkungen auf uns. Deshalb ist die Zusammenarbeit und Abstimmung mit unseren Partnern – allen voran mit der EU – essenziell.“

Stocker habe bereits mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen telefoniert. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) hat zudem gestern, Sonntag, an einer Videoschaltung mit ihren europäischen Amtskollegen teilgenommen. In Brüssel finden seit Samstag tägliche Abstimmungen der Mitgliedstaaten statt.

Österreich: Nationaler Sicherheitsrat und Krisenrat

Am Mittwoch tagen sowohl der Nationale Sicherheitsrat als auch der Krisenrat im Parlament. Themen sind Energiesicherheit, innere Sicherheit und die möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen des Nahost-Konflikts. „Wir sind in engem Austausch mit unseren Partnerdiensten. Diese Informationen ermöglichen uns, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, wenn sie notwendig sind“, erklärt Stocker.

Bedeutung von Sky Shield und Neutralität

„Wer die kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten Tage beobachtet, erkennt, wie wichtig es ist, dass Österreich Teil dieses Projekts ist“, betont Stocker mit Verweis auf die österreichische Beteiligung am europäischen Luftverteidigungsprojekt Sky Shield: „Es dient dem Schutz vor modernen Bedrohungen – im Einklang mit unserer Neutralität.“

Ein Problem für die Neutralität sieht er aktuell nicht. Das könnte nur unter einem einzigen Umstand geschehen.: „Ich hoffe, wir werden nicht hineingezogen. Die einzige Möglichkeit wäre, wenn wir auf unserem Gebiet direkt angegriffen würden – das ist derzeit nicht der Fall.“

FAQ: Sicherheit, Evakuierung und Terrorwarnstufe

Was bedeutet die Terrorwarnstufe 4 in Österreich?

Die Terrorwarnstufe 4 signalisiert eine erhöhte Gefährdungslage. Behörden und Sicherheitsdienste erhöhen die Wachsamkeit und Schutzmaßnahmen. Eine Anhebung auf Stufe 5 würde nur bei konkreten, nachrichtlich bestätigten Hinweisen auf geplante Anschläge erfolgen.

Welche Orte werden besonders geschützt?

Unter neuralgischen Punkten versteht man kritische Infrastruktur wie Energieanlagen, Flughäfen, Verkehrsknoten und Regierungsgebäude. Laut Kanzler Stocker wurden diese Schutzmaßnahmen in den vergangenen Tagen verstärkt.

Wie kann ich mich registrieren, wenn ich im Nahen Osten bin?

Registrieren Sie sich bitte auf reiseregistrierung.at oder nutzen Sie die Auslandsservice-App der Republik. Nur so können Botschaften und Krisenteams Sie im Notfall schnell kontaktieren.

Quellen und weiterführende Informationen

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