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Donald Trump und Christian Stocker vor den Flaggen der USA und Dänemarks – Symbolbild zum politischen Streit um Grönland und drohende US-Strafzölle.
Stocker stellt sich gegen Trumps Grönland-Erpressung.
Stocker stellt sich gegen Trumps Grönland-Erpressung.
ANDREW CABALLERO-REYNOLDS / AFP / picturedesk.com; APA-Images / APA / HANS KLAUS TECHT; 3dmitry/iStock

Stocker: Diese klare Ansage macht er an Trump

19.01.2026 um 14:58, Stefanie Hermann
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Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) bezieht klare Position im Grönland-Konflikt: Europa müsse selbstbewusst reagieren und Dänemark volle Solidarität sichern.

Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hat am Montag deutlich Stellung im wachsenden Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union bezogen. Hintergrund sind die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump, der angekündigt hat, europäische Staaten mit Strafzöllen zu belegen, falls Dänemark einem Verkauf Grönlands an die USA nicht zustimme. Stocker spricht von „Erpressungspolitik“, der sich Europa geschlossen entgegenstellen müsse.

„Selbstbewusst und geschlossen reagieren“

„Wir müssen uns auf unsere wirtschaftliche Stärke konzentrieren und die Nutzung aller zur Verfügung stehenden Instrumente in Betracht ziehen“, appelliert Stocker an den Zusammenhalt in der EU. Zugleich kündigt er an, sich in den kommenden Tagen mit EU-Amtskollegen in Davos und Brüssel abzustimmen. Der Fokus liege zwar auf Dialog und Deeskalation, doch Europa werde seine Interessen entschlossen verteidigen.

Solidarität mit Dänemark und Grönland

„Die Souveränität und territoriale Integrität sind ausnahmslos von allen zu respektieren. Entscheidungen über die Zukunft Grönlands dürfen und können nicht über die Köpfe der Menschen in Grönland und Dänemark hinweg getroffen werden“, betont Stocker die Solidarität mit Dänemark und Grönland. Österreich werde die europäischen Partner politisch und diplomatisch unterstützen.

„Europa lässt sich nicht erpressen“

Während Trump den Druck auf die EU erhöht, zeigt sich die europäische Position zunehmend geschlossen. EU-Ratspräsident António Costa hat für Donnerstagabend einen Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs einberufen. Dort soll über eine gemeinsame Antwort auf die Zolldrohungen beraten werden. Auch andere EU-Staaten kündigten unterdessen an, wirtschaftliche Gegenmaßnahmen zu prüfen.

Die dänische Premierministerin Mette Frederiksen sagte, Europa lasse sich „nicht erpressen“. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, dass die Union Dialog vor Eskalation stelle, zugleich aber über ausreichende Mittel verfüge, um wirtschaftlichen Schaden abzuwehren. Im Raum steht etwa der Einsatz des sogenannten Anti-Coercion Instruments, das der EU erlaubt, auf wirtschaftlichen Druck mit Vergeltungszöllen zu reagieren.

Stocker sieht Stärke in europäischer Einheit

Stocker sieht in der gemeinsamen europäischen Linie ein klares Signal an Washington. „Als größter Binnenmarkt der Welt können und werden wir als EU stark und selbstbewusst auftreten." Österreich wolle dabei eine konstruktive, aber entschlossene Rolle spielen. Das Ziel sei, den Konflikt nicht weiter anzuheizen, sondern über Gespräche eine stabile Lösung zu finden.

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