Brot-Alarm: Preisschock und Bäckersterben

Brot ist durch die Inflation schon um 25 Prozent teurer geworden. Doch das ist erst der Anfang, warnt der Betreiber einer der größten Mühlen Österreichs.
Autor: Andrea Schröder, 06.12.2022 um 14:54 Uhr

Die Situation für die gesamte Branche sei "dramatisch". Das sagt Andreas Pfahnl, Chef der oberösterreichischen Pfahnl-Mühle, und warnt: 

Wir können nicht mehr investieren und verlieren an Konkurrenzfähigkeit.

Hintergrund sind die horrenden Stromkosten. "2023 bringt für uns eine Versechsfachung der Stromkosten auf 300.000 Euro pro Monat," so Pfahnl im "Oberösterreichischen Volksblatt".  

Konkurrenz aus dem Ausland

Pfahnl weiter: Die Situation sei für die gesamte Branche "dramatisch", Mehl und Gebäck aller Art könne in anderen Ländern deutlich günstiger produziert werden. Die Regierung müsse rasch handeln.

Porträt

 Er fürchtet, dass kommendes Jahr 25 Prozent der Bäcker zum Aufgeben gezwungen sein könnten. Das würde die Zahl der Bäcker in Österreich weiter von 1.000 auf 750 verringern.

Nochmal 20 Prozent teurer

Auch für den Brotpreis sieht der Mühlen-Chef in 18. Generation schwarz: Pfahnl sagt für 2023 eine nochmalige Preissteigerung von 15 bis 20 Prozent voraus.

Ein Laib Brot und Weizenkörner | Credit: iStock.com/PaulGrecaud