Party-Demo an Silvester trickst Sperrstunde aus

An Silvester sollen Party-Demos gegen die Corona-Maßnahmen und Sperrstunde stattfinden.
Autor: Stefanie Hermann, 28.12.2021 um 08:45 Uhr

Rund um den Jahreswechsel soll es wieder Protestaktionen und Demonstrationen gegen die aktuellen Corona-Bestimmungen geben. Geplant sind Kundgebungen in mehreren Bundeshauptstädten. Mit dem Protest nach 22 Uhr soll ein Zeichen gegen die vorverlegte Sperrstunde gesetzt werden.  Bereits in der Vergangenheit ist auf den Demos regelrechte Volksfeststimmung aufgekommen. In Telegram-Gruppen wird jetzt sogar offen zu "Party-Demos" an Silvester aufgerufen.

Polizeilich genehmigter Protest in Linz

Für Wirbel sorgt schon jetzt vor allem eine in Linz polizeilich gemeldete Demonstration. Am Silvesterabend soll in der Innenstadt von 17 bis 2 Uhr Früh gegen die Corona-Maßnahmen protestiert werden. Die gewählte Uhrzeit richtet sich dabei wohl nicht nur als Protest gegen die abermals vorverlegte Sperrstunde. Auf Telegram und Co wird offen aufgerufen, die Demos als Party-Alternative zu verstehen.

Party-Aufruf auf Telegram

Von "Flashmob" und "Party am Hauptplatz" ist da die Rede. Dabei beschränkt sich der Aufruf nicht nur auf Linz. In einem Post heißt es: "Österreich feiert gemeinsam wie früher. Jeder ist für sich selbst verantwortlich (Getränke, Essen, gute Laune). Wir lassen uns nicht noch eine Traditon nehmen! Wir feiern wie früher, einfach so, weil wir es wollen, in jeder Stadt und Marktgemeinde in ganz Österreich."

Einladung

Demo-Party ist illegal

In anderen Gruppen wird dazu aufgerufen, die Demo unter keinen Umständen als Silvester-Party zu kommunizieren. Prinzipiell sind solche Partys aus epidemologischer Sicht nämlich verboten, wie auch von Seiten der Politik betont wird. Sollte man eine illegale Party feststellen, kann die Demo von der Polizie aufgelöst werden. Wie die Politik auf das Vorhaben der Corona-Demonstranten reagieren wird, bleibt abzuwarten.