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Michaela Schmidt kritisiert mögliche Trump-Einflussnahme bei der Roten Karte gegen Balogun
Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt kritisiert die FIFA-Entscheidung zur Roten Karte gegen Balogun und spricht von einem „Tabubruch“.
Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt kritisiert die FIFA-Entscheidung zur Roten Karte gegen Balogun und spricht von einem „Tabubruch“.
APA-Images / SEPA.Media / Michael Indra

Rote Karte sorgt für Polit-Eklat: Österreich attackiert Trump

06.07.2026 um 16:12, Stefanie Hermann
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Die FIFA hebt die Sperre nach Roter Karte auf. Österreich reagiert scharf, Schmidt spricht von Tabubruch. Belgien legt Berufung ein.

Der Eklat rund um die Aufhebung der Roten Karte gegen US-Stürmer Folarin Balogun bei der Fußball-WM 2026 mausert sich mehr und mehr zum internationalen Politikum.

Die FIFA setzt die Sperre des Angreifers überraschend zur Bewährung aus, wodurch er im Achtelfinale gegen Belgien spielberechtigt ist. Für Brisanz sorgen Berichte, wonach US-Präsident Donald Trump persönlich bei FIFA-Präsident Gianni Infantino interveniert haben soll. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht.

Belgier legen Berufung ein

Die Entscheidung fällt nur kurz vor dem Achtelfinale und sorgt damit für zusätzliche Brisanz. Balogun ist mit drei Treffern bislang der beste Torschütze der USA bei dieser WM und zählt zu den wichtigsten Offensivspielern im Team von Trainer Mauricio Pochettino.

Die Reaktionen aus der Fußballwelt fallen entsprechend heftig aus. Neben scharfer Kritik von Trainern, Funktionären und Verbänden legt der belgische Fußballverband inzwischen auch offiziell Berufung gegen die Entscheidung ein. Die Belgier treffen am Dienstag im Achtelfinale auf die USA – mit Balogun im Kader.

Der Verband sieht die Grundprinzipien des Wettbewerbs verletzt und beruft sich auf die klaren Regeln, wonach eine Rote Karte automatisch eine Sperre nach sich zieht. Mehrere internationale Stimmen warnen zudem vor einem gefährlichen Präzedenzfall, der die Glaubwürdigkeit der WM nachhaltig beschädigen könnte.

Rote Karte wird zum internationalen Politikum

Die Diskussion um die Rote Karte von Balogun entwickelt sich zunehmend zu einem internationalen Eklat. Kritische Stimmen kommen nicht nur aus dem Fußball, sondern zunehmend auch aus der Politik. Der Druck auf die FIFA wächst weiter, die Entscheidung transparent zu erklären und die Unabhängigkeit des Sports zu wahren.

Schmidt spricht von „unglaublichem Tabubruch“

Auch in Österreich sorgt die Entscheidung für scharfe Kritik. Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt (SPÖ) reagiert mit deutlichen Worten auf die Causa rund um die Rote Karte.

„Dass der US-Präsident ernsthaft versucht, in das Spielgeschehen einer Fußball-WM einzugreifen, ist schon für sich gesehen absurd. Dass er damit aber auch noch Erfolg hat, ist ein unglaublicher Tabubruch“, sagt Schmidt gegenüber der Tageszeitung heute. Politische Einflussnahme dürfe im Sport keinen Platz haben. „Regeln müssen für alle gelten, und das Spiel muss auf dem Rasen entschieden werden und nicht im Oval Office“, erklärt Schmidt.

Integrität? "Dann brauchen wir gar nicht mehr spielen"

Die Debatte um die Rote Karte werfe grundsätzliche Fragen zur Integrität des Wettbewerbs auf. „Wo soll das enden? Ruft dann Emmanuel Macron an, um eine Rote Karte für Kylian Mbappé aufheben zu lassen?“, fragt sie. „Dann brauchen wir gar nicht mehr spielen."

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