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Donald Trump spricht mit FIFA-Präsident Gianni Infantino bei der WM 2026 – Debatte um aufgehobene Rote Karte für Balogun
Donald Trump soll bei FIFA-Präsident Gianni Infantino für die Rücknahme der Roten Karte interveniert haben.
Donald Trump soll bei FIFA-Präsident Gianni Infantino für die Rücknahme der Roten Karte interveniert haben.
APA-Images / AP / Stephanie Scarbrough

Rote Karte aufgehoben: Trump greift bei FIFA-Entscheidung ein

06.07.2026 um 07:04, Stefanie Hermann
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Die FIFA hebt Baloguns Sperre nach der Roten Karte überraschend auf. Donald Trump soll eingegriffen haben. Belgien reagiert empört.

Die FIFA hebt die Rote Karte gegen US-Stürmer Folarin Balogun überraschend auf. Der 25-Jährige ist damit im Achtelfinale der Fußball-WM 2026 gegen Belgien spielberechtigt, obwohl er beim 2:0 gegen Bosnien-Herzegowina vom Platz gestellt worden ist. Balogun ist mit drei Treffern bislang der beste Torschütze der USA bei dieser WM und gilt als zentrale Offensivkraft im Team von Trainer Mauricio Pochettino.

Die Sperre wird laut Weltverband nicht gestrichen, sondern für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt. Grundlage dafür ist Artikel 27 des Disziplinarreglements.

Trump soll bei FIFA interveniert haben

Für besondere Brisanz sorgt die Rolle von US-Präsident Donald Trump. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll er persönlich bei FIFA-Präsident Gianni Infantino angerufen haben, um die Entscheidung überprüfen zu lassen. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es weder von der FIFA noch vom Weißen Haus.

„Vielen Dank an die FIFA, dass ihr das gemacht habt, was richtig ist und eine große Ungerechtigkeit wiedergutgemacht habt“, schreibt Trump nach Aufhebung der Sperre auf seiner Plattform Truth Social.

FIFA nutzt Sonderregel bei Roter Karte

Die Rote Karte gegen Balogun ist nach einem Zweikampf mit Tarik Muharemovic gefallen. Der US-Stürmer trifft seinen Gegenspieler dabei unglücklich an der Ferse. Schiedsrichter Raphael Claus lässt die Partie zunächst weiterlaufen, entscheidet nach Eingriff des Video-Assistenten jedoch auf Platzverweis.

Normalerweise zieht eine Rote Karte automatisch eine Sperre für das nächste Spiel nach sich. Die FIFA nutzt jedoch eine Ausnahmeregelung. Demnach wird die Sperre nur dann wirksam, wenn sich Balogun innerhalb eines Jahres ein ähnliches Vergehen leistet. Ein solcher Schritt gilt bei dieser WM als Novum.

Belgien reagiert empört

Die Reaktion aus Belgien fällt deutlich aus. Der Verband zeigt sich „fassungslos“ und prüft rechtliche Schritte. Die Regeln würden „eindeutig vorsehen, dass eine Rote Karte automatisch eine Sperre für das nächste Spiel der Mannschaft nach sich zieht“, betont Belgien in einer öffentlichen Stellungnahme.

„Ich wusste nicht, dass bei der FIFA-Weltmeisterschaft der 5. Juli mittlerweile der 1. April ist“, sagt Teamchef Rudi Garcia.

Für zusätzliche Kritik sorgt auch der Zeitpunkt der Entscheidung. Belgiens Torhüter Thibaut Courtois spricht von „einer kleinen Überraschung“. „Wäre das früher passiert, hätten wir uns vielleicht mental besser darauf vorbereiten können.“

Kritik aus dem Fußball wächst

Aus der Fußballwelt kommt breite Kritik an der Entscheidung. Norwegens Teamchef Ståle Solbakken spricht von „einer schlechten, schlechten, schlechten Entscheidung, die der WM schaden wird“.

US-Teamchef Mauricio Pochettino verteidigt dagegen die Aufhebung der Roten Karte: „Für mich ist das niemals eine Rote Karte. Das war niemals Absicht.“ Der US-Verband begrüßt die Entscheidung. „Wir akzeptieren die Entscheidung der Disziplinarkommission und freuen uns, dass Folarin Balogun spielberechtigt ist.“

Vergleich mit Ronaldo-Fall

Ein ähnlicher Fall hat sich bereits vor der WM ereignet. Cristiano Ronaldo ist nach einer Roten Karte in einem Qualifikationsspiel zunächst für mehrere Partien gesperrt worden. Die FIFA hat damals jedoch ebenfalls einen Teil der Sperre zur Bewährung ausgesetzt. Während Ronaldo zumindest ein Spiel verpasst hat, wird die Sperre bei Balogun vollständig zur Bewährung ausgesetzt.

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