Corona-Code rot: Rauch verschärft Maßnahmen

Die Regierung rudert zurück: Die Lockerungen weichen wieder strengeren Regeln.
Autor: Stefanie Hermann, 18.03.2022 um 17:59 Uhr

Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen sind bei Experten auf massives Unverständnis gestoßen. Die nächsten zwei Wochen rechnen sie mit konstant hohen Zahlen von rund 50.000 Neuinfektionen pro Tag. Heute wisse man, dass die Lockerungen zu früh gekommen seien, sagt Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne). Jetzt rudert die Regierung zurück: Es sei notwendig, Gegenmaßnahmen zu setzen. Vor allem angesichts der stark belasteten Spitäler seien neuen Maßnahmen dringend notwendig. Auf einen Blick:

  • FFP2-Maskenpflicht kehrt zurück
  • Quarantäne-Regeln werden gelockert
  • Aufruf zum Home-Office

FFP2-Maskenpflicht

"Ich nehme jetzt ungern meine Maske ab, und das hat Gründe", beginnt Rauch sein Statement zur geplanten Verschärfung der Corona-Regeln. Als wesentliche Maßnahme wird die Maskenpflicht in Innenräumen wieder zurückkommen. Es wird empfohlen überall dort Maske zu tragen, wo das sinnvoll ist. Dazu zähle auch der Arbeitsplatz, so Rauch.

Quarantäne-Regeln werden erleichtert

Dazu werden die Quarantäne-Regeln für Erkrankte zumindest in Spitälern und Pflegehäusern gelockert. Argumentiert wurde das vom Ressortchef im Wesentlichen mit der Überlastung der Mitarbeiter angesichts der hohen Patientenzahlen in den Gesundheitseinrichtungen. Man sei an der Belastungsgrenze und darüber: "Der Betrieb ist nur noch mit Mühe aufrecht zu erhalten." Bis zu 20 Prozent des Personal könnten derzeit wegen Corona ausfallen. Aktuell kann man sich erst nach fünf Tagen freitesten. Wie die neuen Quarantäne-Vorschriften aussehen, steht noch nicht fest. Die Regel müsse epidemiologisch vertretbar sein, so Rauch. Orientieren will er sich an internationalen Beispielen, wie etwa in den USA.

Empfehlung zum Homeoffice

Überall wo möglich, soll Home Office wieder eingeführt werden.

Ab wann gelten die neuen Regeln?

Rauch geht davon aus, dass die Verordnung über das Wochenende umgesetzt wird. Die neuen Regeln könnten damit am Mittwoch in Kraft treten.