FPÖ-Nepp tobt: Selenski geht mir auf den Sack

"Geht mir auf den Sack": Nepp bezieht zu Flüchtenden aus der Ukraine klar Stellung - und lässt mit seiner Meinung zu Selenski aufhorchen.
Autor: Stefanie Hermann, 30.03.2022 um 07:41 Uhr

Der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp nimmt selten ein Blatt vor den Mund, seine Meinung zu Flüchtenden und Asylsuchenden ist hinlänglich bekannt. In einem Interview mit heute.at setzt er jetzt noch eines drauf.

"Böses Erwachen"

Während Menschen österreichweit versuchen den vor dem Krieg Flüchtenden zu helfen, sieht Nepp die Sache etwas anders. Bereits 2015 folgte auf eine ähnliche Solidaritätswelle ein böses Erwachen. Der Stadtrat rechnet damit, dass es auch diesmal so sein wird.

2015 war es am Anfang genauso, dann kam das böse Erwachen. Ich nehme an, jetzt wird es genauso sein.

Luxus-Ukrainer trinken am Graben Wein

Wenn ich durch den ersten Bezirk gehe, dann stehen dort lauter fette Karren mit ukrainischen Kennzeichen.

Die Flüchtenden die jetzt aus der Ukraine ankommen, seien zudem reiche Oligarchen, die es sich leisten könnten. Das sähe man an den "fetten Luxuskarren" in der Wiener Innenstadt. Darin säßen "eben nicht die Armen, die Frauen, Kinder und Kranken, sondern Männer, die durch den ersten Bezirk durchfahren, in den 5-Sterne-Hotels einchecken und dann einen guten Wein am Graben trinken. Das ist nicht die Solidarität, die ich meine mit dem ukrainischen Volk".

"Geht mir auf den Sack"

Die Ukraine sei ein korrupter Staat, in dem man mit Geld einiges erreichen kann. Aus diesem Grund erregt auch der ukrainische Präsiden Wolodymyr Selenskyj Nepps Unmut. Ihm ginge es auf den Sack, wenn " der Herr Selenski ständig als Held des Westens geehrt wird – nur, weil er gegen Putin auftritt."

Regierung ist Laufhaus

Auch die Corona-Politik der Regierung ist Nepp ein rotes Tuch. Es sei Zeit, alle Maßnahmen aufzuheben.  Besonders die Hauptstadt kenne kein Maß mehr: "Was hier in Wien passiert, ist ein ständiges Drangsalieren, Einsperren und verfassungswidriges Berauben der Freiheit." Und zur Regierung meint er: "Wie  ein Laufhaus, da geht der Eine und kommt der Nächste."