Herbert Kickl: Best of grauslich

1.) „Daham statt Islam“, „Pummerin statt Muezzin“ & „Mehr Mut für unser 'Wiener Blut' - Zu viel Fremdes tut niemandem gut“

Mit diesen Slogan zog die FPÖ in den Nationalrats- und Wien-Wahlen. 2010 reichte es in Wien immerhin für 25,77 Prozent der Stimmen. Das herbeigeredete „Duell um Wien“ gegen Bürgermeister Michael Häupl und die SPÖ fand aber nie statt.

 

2.) „Wie kann einer, der Ariel heißt, so viel Dreck am Stecken haben.“

Dieser Ausspruch kam in einer Aschermittwochs-Rede von Jörg Haider vor, der sich damit auf  den damaligen Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, bezog. Redenschreiber  Kickl wurde daraufhin von der FPÖ nach Kärnten abgeschoben.

 

3.) Asylwerber seien künftig „entsprechend konzentriert an einem Ort zu halten“

Das forderte Kickl nur 24 Tage nach seiner Angelobung als Innenminister und bescherte damit der türkis-blauen Regierung den ersten Skandal. Sogar die BBC und die New York Times berichteten.

 

4.) „ … die Rollkommandopolitik der ÖVP … “

Mit einer gewissen Nähe zu NS-Rhetorik hat Kickl auch bei Wortmeldungen im Parlament kein Problem. Auf die Äußerung folgte ein heftiges Wortgefecht mit Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka.

5.) „Regierung treibt Corona-Apartheid auf die Spitze“

Mit deftiger Kritik an den Corona-Maßnahmen der Regierung wird nicht gespart. Kickl vertrat auch in TV-Diskussionen teils krude Theorien über die Pandemie. 

 

6.) „Kurz muss weg“

Bei einer Rede vor Corona-Leugnern in Wien übernahm Kickl den Demo-Slogan. Ein Versuch, diese Gruppierung als FPÖ-Wähler zu gewinnen.

 

7.)  „ … ein riesiges Gentechnik-Experiment, Ausgang ungewiss"

Kickl sieht in der Impfung ein gigantisches Geschäftsmodell der Pharmaindustrie. Kickl will sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen.

8.) „Das 1G-Regime ist ein wahrer Corona-Amoklauf der Unverantwortlichkeit und der Entmündigung der Bürger“

Der FPÖ-Parteiobmann wettert gegen den steigenden „Impfdruck“.

9.) „Echter Grenzschutz würde nämlich bedeuten, die illegalen Migranten daran zu hindern, auch nur einen Fuß auf österreichischen Boden zu setzen“

Aufgrund vermehrter Aufgriffe von Flüchtlingen, forderte Kickl die Aussetzung des Asylrechts in Österreich.

10.) „Die Identitären sind für mich so etwas wie eine NGO von rechts“

Herbert Kickl über die vom Verfassungschutz als rechtsextrem eingestufte Identitäre Bewegung (IB).

Autor: Patrick Deutsch, 27.05.2021