FPÖ-Hafenecker höhnt wegen Armin Wolfs "Jammerei"
- „Wolf lebt im Elfenbeinturm“
- Persönlicher Angriff auf den Moderator
- Systemkritik statt Selbstkritik
- Wolf kontert auf Bluesky
Nach Armin Wolfs Kritik an Herbert Kickls ZiB2-Abwesenheit kontert die FPÖ mit scharfen Worten. Generalsekretär Christian Hafenecker spricht von „Jammerei und Zahlenspielerei“ des „ORF-Gagenkaisers“ und attestierte dem Küniglberg „Weltfremdheit“. Für ihn sei klar: Kickl müsse sich nicht "im Elfenbeinturm der Systemmedien" rechtfertigen.
„Wolf lebt im Elfenbeinturm“
„Die Jammerei und Zahlenspielerei des ORF-Gagenkaisers Armin Wolf darüber, dass FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl ZiB2-Einladungen nicht nachgekommen sei, zeigt, wie weltfremd man am Küniglberg mittlerweile tickt“, erklärt Hafenecker, der an Kickls statt zum Neujahrsgespräch im ZiB2-Studio Platz genommen hatte, via Aussendung. Kickl lebe „nicht im Elfenbeinturm, sondern ist das ganze Jahr hindurch bei den Menschen“. Das Publikum, so der Freiheitliche, wolle längst keine „linksgedrallte Berichterstattung“ mehr, legt er zudem nach.
Persönlicher Angriff auf den Moderator
Die persönlichen Spitzen fielen gemäß gewohnten FPÖ-Standard scharf aus. Wolf habe seinen Bekanntheitsgrad nur der „zwangssteuerfinanzierten Position“ beim ORF zu verdanken. „Dass ein ORF-Mitarbeiter überhaupt so einen ‚privaten‘ Blog betreiben kann, ist bemerkens- und hinterfragenswert“, stellt der FPÖ-Mediensprecher in den Raum. Wolfs Vorwurf, durch die Weigerung Kickls parteifremden Medien Antworten zu geben, laufe man Gefahr, nur noch Propaganda-Interviews zu erhalten, lässt Hafenecker nicht stehen. Der Begriff „Propaganda“ sei beim ORF „Spezialität des Hauses“.
System- statt Selbstkritik
Erneut bekräftigt die FPÖ ihre bekannte Forderung nach einer ORF-Reform und Abschaffung der „Zwangssteuer“. Wolf und seine Kollegen würden ihre Bedeutung „völlig überschätzen“, zeigt sich Hafenecker sicher. Immer mehr Menschen würden sich, so die FPÖ, über „wirklich freie Medien“ informieren.
Herbert Kickl lehnt seit Jahren praktisch alle Einladungen ins #ZiB2-Studio ab, aber wenn es nach dem FPÖ-Generalsekretär geht, soll man das offenbar nicht erwähnen:
[image or embed]— Armin Wolf (@arminwolf.at) 19. Januar 2026 um 21:31
Wolf kontert auf Bluesky
Wolf hat für die Kritik kein Verständnis. Er kontert unter Verweis auf Hafeneckers Aussendung knapp auf Bluesky: „Herbert Kickl lehnt seit Jahren praktisch alle Einladungen ins ZiB2-Studio ab, aber wenn es nach dem FPÖ-Generalsekretär geht, soll man das offenbar nicht erwähnen.“
Quellen und weiterführende Informationen
- OTS – FPÖ-Aussendung (19.01.2026): Pressemitteilung von FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker über Armin Wolfs „Jammerei“ und die angeblich weltfremde Haltung des ORF.
- Armin Wolf – Blogeintrag (15.01.2026): Kommentar des ZiB2-Moderators zur Interviewverweigerung von Herbert Kickl und zu den Folgen für die journalistische Auseinandersetzung mit der FPÖ.