Nach Weekend-Interview: Grissemann lädt Kickl zum Gerichts-Duell

Herbert Kickl revanchiert sich öffentlich für das Weekend-Interview von Christoph Grissemann. Grissemann lädt Kickl dafür zum Gerichts-Duell.
Autor: Stefanie Hermann, 04.05.2022 um 11:02 Uhr

Gewohnt bissig und voll gerechten Zorns zeigt sich FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl bei seiner Rede zum 1. Mai in Linz. Neben der Bundesregierung hat sich Kickl vor allem auf einen eingeschossen: Christoph Grissemann. Der Satiriker hatte vor wenigen Wochen mit einem viel zitierten Interview in Weekend von sich Rede gemacht. Nun hat der FPÖ-Chef die Gelegenheit genützt, sich wortgewaltig für den Affront zu revanchieren.

>>> "Reif für die Klapsmühle": Hier geht's zum vollen Interview.

Grissemann über Kickl: "Reif für die Klapsmühle"

Im Gespräch mit Weekend hatte Grissemann nicht nur dem blauen Parteichef gelinde gesagt geistige Umnachtung attestiert, sondern auch seine Wählerschaft für unzurechenbar erklärt. Eine Aussage, für die sich Grissemann in der aktuellen Folge Willkommen Österreich entschuldigt. Am Ärger des freiheitlichen Frontmans dürfte das freilich wenig ändern.

Kickl über Grissemann: "Moralisch degeneriert"

In seiner Rede zum 1. Mai lässt er prompt die Retourkutsche folgen. Grissemann und seinen Kollegen Dirk Stermann bezeichnet er als "Figuren des ORF". Erst habe er sich über das Interview geärgert, aber "Mitleid  muss man haben mit den zwei Burschen". Das seien "arme Geschöpfe" bzw. "arme ORF-Würstel". Das Duo sei "intellektuell und moralisch degeneriert", so Kickl.

Christoph Grissemann im Gespräch mit Weekend.

Grissemann lädt vor Gericht

"Ich habe vor drei Wochen ein Interview gegeben, wo ich Herbert Kickl in die Nähe der Klapsmühle gerückt habe", erzählt Grissemann in der aktuellen Sendung Bezug. "Das ist mir unangenehm, ich nehme das zurück." Der Gegenschlag wundere ihn also wenig, mit seinen Formulierungen habe Kickl ins Schwarze getroffen:

Danke für die Blumen, lieber Kickl! Damit steht das Match 1:1.

Damit aber nicht genug. Grissemann bietet Kickl an, sich einer Gerichtsverhandlung zu stellen. Das Duell könnte dann quasi die österreichische Variante des Prozesses Johnny Depp vs. Amber Head sein - 24-Stunden-Beobachtung inklusive. "Könnte Top-Quoten ergeben!", so Grissemann, "Rufen Sie mich an, Herr Kickl, Sie haben meine Nummer."

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