Fix: Äpfel ja, Bananen nein – Diese Lebensmittel werden günstiger
- Mehrwertsteuer-Senkung bestätigt
- Das wird ab Sommer billiger
- So viel können Haushalte sparen
- Kritik an der Mehrwertsteuersenkung
Anfang der Woche hatte die Regierung die Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel angekündigt. Jetzt ist klar, welche Produkte tatsächlich betroffen sind. In der ORF-„Pressestunde“ bestätigt Vizekanzler und SPÖ-Chef Andreas Babler, dass die neue Regelung ab 1. Juli 2026 gelten soll und verrät erstmals, welche Lebensmittel günstiger werden.
Das wird ab Sommer billiger
Auf der Liste der begünstigten Waren stehen Milch, Butter, Eier, Reis, Zwiebel, Knoblauch, Gurken, Paradeiser, Salate, Erdäpfel, Äpfel, Birnen, Marillen und anderes heimisches Obst sowie Brot, Gebäck und Mehlprodukte. Der Fokus liegt klar auf in Österreich erzeugten Lebensmitteln. Importware – etwa Bananen – bleibt ausgenommen. Die Maßnahme soll gezielt die heimische Landwirtschaft und Konsumenten entlasten.
So viel können Haushalte sparen
Über das Jahr gerechnet summieren sich diese kleinen Unterschiede zu einer spürbaren Entlastung, betont Babler. Laut Regierung beträgt die durchschnittliche Ersparnis mit zwei Kindern rund 100 Euro pro Jahr. Das entspricht umgelegt rund acht Euro im Monat. Bei einzelnen Produkten zeigen sich die Unterschiede deutlich:
- Brot (1 kg): statt 3,20 € künftig etwa 3,05 €
- Milch (1 l): statt 1,50 € künftig rund 1,43 €
- Butter (250 g): statt 3,50 € künftig rund 3,33 €
- Eier (10 Stück): statt 4,50 € künftig etwa 4,28 €
- Äpfel (1 kg): statt 2,80 € künftig rund 2,67 €
Kritik an der Mehrwertsteuersenkung
Von der Opposition kommt dennoch Gegenwind. Die FPÖ sprach von einer „symbolischen Maßnahme ohne echten Effekt“, die Grünen kritisierten den „Gießkannenansatz“, weil auch Haushalte mit hohen Einkommen profitieren. Auch Konsumentenschützer äußern Zweifel, ob die Senkung tatsächlich an die Käufer weitergegeben wird. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) soll daher kontrollieren, ob Supermärkte die Preisvorteile tatsächlich weitergeben.
Babler selbst verteidigt die Entscheidung: Meldungen, die behaupteten, die Senkung bringe keinen Unterschied, seien „arrogant“. Sie zeigten, „dass viele nicht wissen, wie knapp es bei vielen Familien am Monatsende werden kann“.