Reisewarnung: Ministerium warnt alle Österreicher
- Reisewarnung für den Nahen Osten: Lage extrem angespannt
- 17.700 Österreicher im Krisengebiet
- Reisewarnung für insgesamt zehn Staaten
- Österreicher im Oman: Evakuierungen laufen
- Hilfe durch die österreichische Botschaft
- Kontakt und Registrierung
Das Außenministerium verschärft die Reisewarnung für den Nahen Osten. Grund ist die sich weiter zuspitzende Sicherheitslage in der Region. Der Krisenstab des Ministeriums tagt seit Samstag täglich, um die Lage zu bewerten und Ausreiseoptionen für Österreicherinnen und Österreicher zu prüfen. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat laut Ministerium „oberste Priorität“.
Reisewarnung für den Nahen Osten: Lage extrem angespannt
In mehreren Ländern der Region kommt es weiterhin zu militärischen Auseinandersetzungen und Raketenangriffen. Die Situation gilt als volatil und kann sich jederzeit verschärfen. Das Außenministerium empfiehlt dringend, den Anweisungen der lokalen Behörden zu folgen und Schutz in Gebäuden zu suchen. Die Reisewarnung bleibt daher in Kraft.
17.700 Österreicher im Krisengebiet
Derzeit sind rund 17.700 österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sowie Angehörige im Krisengebiet registriert. Darunter befinden sich etwa 2.600 Reisende, etwa 1.700 davon in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Außenministerium weist darauf hin, dass es sich um laufend aktualisierte Zahlen handelt.
Reisewarnung für insgesamt zehn Staaten
Für Bahrain, Irak, Iran, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate gilt weiterhin eine Reisewarnung der Stufe 4. Der Flugverkehr in diesen Staaten wurde großteils eingestellt oder massiv eingeschränkt. Ausreisen auf dem Luftweg sind nur in Einzelfällen – etwa über Jordanien oder den Libanon – möglich.
Für Oman und Saudi-Arabien gilt Sicherheitsstufe 3. Der Luftraum bleibt geöffnet, die Flugverbindungen sind aber deutlich reduziert.
Österreicher im Oman: Evakuierungen laufen
Das #TeamBMEIA unterstützt derzeit österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger bei der Ausreise. Bereits 70 vulnerable Personen konnten in den Oman gebracht werden, fünf weitere reisten über Jordanien aus Israel aus. Die österreichische Botschaft in Abu Dhabi erhebt, ob weitere Ausreisen nach Saudi-Arabien gewünscht sind. Das Außenministerium arbeitet eigenen Angaben zufolge „mit Hochdruck“ daran, gestrandete Österreicherinnen und Österreicher zurückzuholen, sobald die Sicherheitslage es erlaubt. Unterdessen wird dringend auf die bestehenden Reisewarnungen hingewiesen.
Hilfe durch die österreichische Botschaft
Die österreichischen Botschaften stehen im Dauereinsatz. Das Außenministerium hält engen Kontakt zu allen registrierten Personen in der Region. An den Botschaften und in Wien sind Teams im Schichtbetrieb im Einsatz, unterstützt vom Bundesheer. Das Personal wird bei Bedarf weiter aufgestockt, um die hohe Zahl an Anfragen zu bewältigen.
Kontakt und Registrierung
Alle Reisenden werden aufgerufen, sich auf reiseregistrierung.at einzutragen, um im Notfall schnell informiert werden zu können. Über die Notfallnummer +43 1 90115 4411 ist das Ministerium rund um die Uhr erreichbar.
FAQ: Evakuierung und Reisewarnung
Wie viele Österreicherinnen und Österreicher sind derzeit im Krisengebiet registriert?
Laut dem Außenministerium sind aktuell rund 17.700 österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sowie Angehörige in der Region registriert. Die Zahl wird laufend aktualisiert.
Wie registriere ich mich, damit mich das Außenministerium erreichen kann?
Registrieren Sie sich bitte auf reiseregistrierung.at oder nutzen Sie die Auslandsservice-App. Eine Registrierung erleichtert es Botschaften und Krisenteams, im Notfall Kontakt aufzunehmen.
Werden derzeit Evakuierungen durchgeführt?
Ja. In prioritären Fällen (z. B. medizinische Notlagen, Schwangere) hat das Außenministerium bereits unterstützt: rund 70 vulnerable Personen konnten bisher ausgeflogen oder mit Bussen in sichere Drittstaaten (etwa Oman) gebracht werden. Weitere assistierte Ausreisemöglichkeiten werden aktuell geprüft.
Kann das Bundesheer Evakuierungen mit Hercules unterstützen?
Derzeit sind keine Hercules-Transportmaschinen einsatzfähig. Das Bundesheer unterstützt jedoch vor Ort, etwa durch das Jagdkommando und logistische Assistenz, ist aber für strategische Lufttransporte momentan nicht verfügbar.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) – Sicherheitsupdate: Offizielle Hinweise des Außenministeriums zu Lage, Registrierungen, Evakuierungen und Notfallnummern.
- oe24.at – Bericht (02.03.2026): Hintergrundbericht zu Evakuierungen, Anzahl registrierter Österreicher und operativen Details.
- Heute.at – Zusammenfassungen und Lageberichte (02.03.2026): Ergänzende Berichterstattung zur Lage in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Reisenden-Problematik und Reaktionen.
- reiseregistrierung.at – Registrierung für Österreicher im Ausland: Registrierung und Kontaktinformationen für im Ausland befindliche österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger.