Direkt zum Inhalt
Unfall im Griff
Unfall im Griff
nicola margaret / michelangeloop / iStock / Getty Images Plus

Sicher versichert

13.02.2026 um 00:00, Johanna Lengauer
min read
Schutzlücke Alltag. Ob auf der Skipiste, beim Sport oder in den eigenen vier Wänden – die meisten Unfälle passieren dort, wo man sie am wenigsten erwartet.

Inhalt

In Österreich ist das Risiko, einen Unfall zu erleiden, hoch – laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV)* wurden im Jahr 2024 etwa 804.500 Menschen mit Wohnsitz in Österreich nach einem Unfall so schwer verletzt, dass sie im Spital behandelt werden mussten. Die gesetzliche Unfallversicherung schützt Arbeitnehmer:innen und Schü­ler:innen nur bei Arbeits- und Schul­unfällen sowie auf den direkten Wegen dorthin und nach Hause. Laut Sozialministerium waren 2022 rund 6,7 Millionen Menschen gesetzlich unfallversichert, doch der Schutz beschränkt sich auf Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten, Unfälle im privaten Bereich sind hierbei nicht gedeckt. Beim Freizeitunfall – einem Schadens­ereignis im privaten Umfeld – übernimmt die gesetz­liche Krankenversicherung zwar die medizinischen Behandlungskosten, Folgeschäden wie Invalidität oder Einkommensausfälle werden jedoch nicht ersetzt. Für Kleinkinder gilt, dass diese erst ab dem letzten Kindergartenjahr gesetzlich unfallversichert sind, und auch hier gilt der Schutz nur während des Kindergarten- bzw. Schulbesuchs und auf dem direkten Weg dorthin und nach Hause. Die Mehrheit der Unfälle passiert in Österreich aber im eigenen Haushalt, in der Freizeit oder beim Sport. Deshalb ist die gesetzliche Unfallversicherung nur ein Basisschutz, für eine finanzielle Absicherung bei schweren Verletzungen sind private Unfallversicherungen wichtig.
 

Pistenspaß mit Schattenseite.

Österreich ist ein Wintersportland, doch die Freude am Skifahren, Snowboarden, Langlaufen oder Rodeln bringt auch hohe Unfallrisiken mit sich. Mehr als 20.000 Menschen verletzen sich laut Kuratorium für Verkehrs­sicherheit pro Jahr beim Ski­fahren so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Rund 15  Prozent ­dieser Unfälle sind Kollisionen mit besonders schweren Verletzungen. Ein Zusammenprall mit ungesicherten ­Seilbahnstützen oder mit anderen Pistenteilnehmer:innen können laut KFV ähnlich schwere Verletzungen wie bei Verkehrsunfällen ­verursachen. Fährt beispielsweise ein Kind mit 30 km/h gegen ein ungesichertes festes Hindernis, liegt das Risiko einer lebensbedrohlichen Verletzung trotz Helm bei mehr als 90 Prozent. Für 2024 hat das KFV zudem gesamt 31.200 Wintersport­unfälle registriert. Rund 21.300 davon – und damit knapp 68 Prozent aller Wintersportunfälle – entfallen auf den alpinen Skilauf. Neben dem Skifahren tragen auch die Sportarten Snowboarden mit 2.200 Unfällen, Rodeln mit 1.500 Unfällen sowie Eishockey mit 700 Unfällen beträchtlich zu den ­Wintersportunfällen bei.
 

In den vergangenen zehn Jahren stiegen die Schadens- und Leistungsfälle in der privaten Unfallversicherung 2023 in Österreich um 26 Prozent auf knapp 259.200 Fälle. Die erbrachten Leistungen erhöhten sich überproportional um 47 % auf 840 Millionen.

Warum Absicherung zählt.

Ein Sturz auf der Skipiste oder eine Kollision beim Snowboarden zählen zum Freizeitunfall und werden in der Regel nicht von der gesetzlichen Unfallversicherung erfasst. Wer den Krankenhausaufenthalt und Folgeschäden abgesichert wissen möchte, sollte daher eine private Unfallversicherung abschließen, um neben physischen Folgen nicht auch noch mit finanziellen Folgen rechnen zu müssen. 

•    Such- & Bergungskosten: Diese Leistungen inklusive einer Hubschrauberbergung sind bei Lawinenunfällen oder bei Bergung im freien Gelände wichtig. Schon eine einfache Pistenrettung mit dem Akja kann Hunderte Euro kosten, mit dem Hubschrauber Tausende. 
•    Invaliditätsleistung: Bei schweren Ski- oder Snowboardverletzungen leistet die Unfallversicherung der Oberösterreichischen bis zu 500 % der Versicherungssumme und zahlt Renten bereits ab 35 % Invalidität.
•    Sport-Pakete: Diese versichern das Sport-Risiko etwa beim Kitesurfen, Canyoning oder Klettern ab be-stimmten Schwierigkeitsgraden.
•    Unfälle durch plötzliche Notfälle: Ein Herzinfarkt oder Schlaganfall als Verursacher sind versichert.

Gut zu wissen.

Der „Keine ­Sorgen Schutzengel“ hilft und organisiert nach einem Unfall Haushaltshilfen, Kinder- oder Haustierbetreuung und übernimmt Behandlungskosten weltweit.
 

Vorsorge kennt kein Alter.

Die Unfallstatistik zeigt, dass Haus- und Freizeitunfälle mit Abstand am häufigsten vorkommen – gerade diese Bereiche deckt wie bereits erwähnt die gesetzliche Unfallversicherung nicht ab. Bei Unfällen mit schweren Folgen können Invalidität und lange Rehabilitationszeiten zu hohen Kosten und Einkommenseinbußen führen. Für Kinder besteht nur ein begrenzter gesetzlicher Schutz. Viele Eltern unterschätzen, dass Kinder außerhalb von Kindergarten oder Schule nicht gesetzlich unfallversichert sind. Da im Haushalt und beim Freizeitsport die meisten Kinderunfälle passieren, ist eine private Absicherung besonders sinnvoll. Für Senior:innen ist ein Unfall in den eigenen vier Wänden besonders gefährlich, da körperliche Einschränkungen die Genesung zusätzlich erschweren. Zwei Drittel der Unfälle älterer Menschen ereignen sich zu Hause – oftmals sind es „nur“ harmlose Stürze mit schweren Folgen  –, und nicht selten braucht es danach Hilfe im Alltag. Dieser jedoch zusätzliche Kostenfaktor, der ohne Unfallversicherung aus eigener Tasche ab­gedeckt werden muss, ist oft entscheidend.
 

Das Wichtigste auf einen Blick.

 Die private Unfallversicherung bietet umfassenden Schutz im Beruf und in der Freizeit, hohe Leistungen bei Invalidität, Zusatzleistungen wie Sofortzahlungen, Such- und Bergungskosten sowie ­Assistance-Bausteine. Für Senior:innen gibt es maßgeschneiderte Varianten. 
FAZIT: Eine private Unfallvorsorge ist eine sehr sinnvolle und notwendige Ergänzung zur gesetzlichen und bietet für Familien, Kinder und Senior:innen einen unverzichtbaren Schutz zum überschaubaren Preis. 

more