Diese berühmten Filme wurden in Österreich gedreht

"360"

Auch wenn bereits vor mehr als elf Jahren die letzte Klappe für "360" in Wien fiel, ist der Film auch heute noch in aller Munde. Einige Szenen in der Variation über Arthur Schnitzlers „Der Reigen“ wurden in Wien aufgenommen und zeigten die Stadt von allen erdenklichen Seiten. Als Kulissen dienten neben dem Hotel Savoyen und dem Hotel Meridien auch der Naschmarkt, der Nestroyplatz und der Busbahnhof Erdberg – ein spannender Mix.

Regisseur Fernando Meirelles stellte während der Dreharbeiten seine Begeisterung über Wien offen zur Schau. In einer Aussendung bezeichnete der Brasilianer die österreichische Hauptstadt sogar als die schönste Stadt, in der er jemals gedreht hätte.

Der Naschmarkt in Wien | Credit: iStock.com/Creativemarc

Neben Jude Law und Rachel Weisz standen in dem 2011 entstandenen Film weiters Anthony Hopkins, Moritz Bleibtreu und Johannes Krisch vor der Kamera.

"The Sound Of Music"

Menschen aus aller Welt strömen Jahr für Jahr nach Salzburg des populären Klassikers aus dem Jahre 1965 wegen. Soweit Österreicher den Film "The Sound Of Music" überhaupt kennen, finden sie ihn häufig kitschig und überzeichnet. Dass das Musical das Bild, das sich viele Amerikaner und Japaner bis heute von Österreich machen, wesentlich prägt, ist dabei nur wenigen bewusst.

Der Film, der auf einer wahren Geschichte basiert, handelt von der Familie Trapp und ihrer Flucht vor den Nazis. Die Novizin Maria (Julie Andrews) wird zum Witwer Baron Georg von Trapp (Christopher Plummer) geschickt, um seine sieben Kinder zu betreuen. Durch ihre liebevolle Hingabe und fürsorgliche Art wird sie schnell in die Familie aufgenommen und heiratet den Baron schließlich. Als dieser jedoch zur deutschen Kriegsmarine einberufen wird, flieht er mitsamt Maria und den Kindern in die USA, wo sie als „Trapp Family Singers“ umherreisen und Konzerte geben. Als Drehorte dienten zahlreiche mehr oder weniger bekannte, wunderschöne Winkel Salzburgs.

Schloss Mirabell & Mirabellgarten

Diese Touristenattraktion durfte in der Produktion nicht fehlen. Insbesondere der Pegasusbrunnen hielt als Kulisse her, aber auch die Treppen, die aufgrund der einprägsamen Gesangseinlage im Film liebevoll "Do-Re-Mi-Treppen" genannt werden.

Schloss Mirabell | Credit: iStock.com/bluejayphoto

Stift Nonnberg

In den ehrfürchtigen Hallen von Stift Nonnberg wurden einige bedeutende Szenen gedreht. Unter anderem jene, in der die Nonnen zu der Messe gehen. Die Aufnahmen zum Lied "Maria" entstanden im Innenhof des Klosters.

Stift Nonnberg in Salzburg | Credit: iStock.com/saiko3p

Residenzbrunnen der Salzburger Residenz

Maria singt "I Have Confidence" vor dem 15 Meter hohen Brunnen, der in der Mitte des Residenzplatzes thront. Die wasserspeienden Pferdefiguren wurden auf diese Weise weltweit berühmt.

Der Residenzplatz samt Residenzbrunnen in Salzburg | Credit: iStock.com/saiko3p

Neben den oben genannten sind noch eine Menge anderer, ebenso eindrucksvoller Salzburger Sehenswürdigkeiten und Stätten in "The Sound Of Music" zu sehen – das zauberhafte Juwel spielt die eigentliche Hauptrolle in der erfolgreichen Produktion.

"James Bond: Spectre"

Der weltweit beliebte Geheimagent Ihrer Majestät begab sich für dieses aufregende Filmabenteuer unter anderem nach Österreich. Die atemberaubenden Berg- und Seelandschaften überzeugten das Bond-Team auf Anhieb und sorgten in "Spectre" für fantastische Filmaufnahmen. Co-Produzent Gregg Wilson verriet unter anderem in Interviews, dass Tirol alles habe, was für diesen spektakulären Bond-Film benötigt worden sei – was für ein Kompliment! Für die Winteraufnahmen wurde Österreich am Ende sogar drei Mal eindrucksvoll ins Bild gesetzt.

Sölden

Sölden in den Ötztaler Alpen erwies sich aufgrund seiner Höhenlage als ideale Kulisse. Schließlich steht der ansehnliche Skiort ebenso wie der Geheimagent selbst für Action, Spannung und zahlreiche Überraschungen.

Gedreht wurde einerseits bei der einzigartigen Bergstation, die für ihre geschwungenen Stahlrippen bekannt ist. Weiter sind der Rosi-Mittermaier-Tunnel und die Gletscherstraße zu sehen. Normalerweise ist die Straße wegen Lawinengefahr den Winter über gesperrt, doch nach entsprechenden Sicherungsmaßnahmen wurde für den britischen Geheimagenten eine Ausnahme gemacht. Auch das unübersehbare Gipfelrestaurant "Ice Q" im Eiswürfeldesign kommt in "Spectre" zu seinem Auftritt.

Hütte im Schnee in Sölden | Credit: iStock.com/MarieClaudeHH

Obertilliach

Mit einem Großaufgebot an Requisiten kam die Filmcrew in der Gemeinde Obertilliach in Osttirol an, darunter mit einem Sportflugzeug, jeder Menge Kunstschnee und einem Stadl aus der Steiermark. Der "Schupfen" wurde für die aufwendigen Dreharbeiten in seine Einzelteile zerlegt, nach Tirol transportiert und am oberen Rand einer Piste des Skigebiets Golzentipp wieder aufgebaut. Die Bewohner Obertilliachs nannten ihn liebevoll "Bond-Haus".

Besonders einprägsam sind die Videoaufnahmen des Sportflugzeugs, wie es unweit der Skipiste durch ein Waldstück flitzt. Gedreht wurde zudem direkt auf der Skipiste, weswegen der Lift zwei Tage gesperrt war.

Der Klapfsee im Obertilliacher Tal | Credit: iStock.com/Oldpaddo

Altaussee

Am Altausseer See ging es indes um einiges ruhiger zu. Für die Filmproduktion wurde die beeindruckende Winterlandschaft kurzerhand zur Sperrzone erklärt, denn gedreht wurde direkt am See sowie auf der Seewiese am dessen Ende. Unvergessen die Szene, in der sich James Bond mit seinem Boot auf den Weg zu einer Jagdhütte aufmacht, in der er auf Mister White stößt.

Altaussee im Winter | Credit: iStock.com/Wolfgang Mayerhoffer

Bregenz und Feldkirch

Bereits für den zweiten Bond-Film mit Daniel Craig in der Hauptrolle ("Ein Quantum Trost") war Österreich als Drehort gewählt worden. Gefilmt wurde damals in Vorarlberg. Die prächtige Seebühne und das Festspielhaus des wunderschönen Bodensees in Bregenz dienten als Kulissen und boten Platz für rund 1.500 motivierte Statisten. Auch Feldkirch ist ganz kurz im Film zu sehen.

Bregenz und der Bodensee von oben | Credit: iStock.com/Lisa Lindner

"Der letzte Tempelritter"

Als Volltreffer erwies sich das Naturschutzgebiet Seewaldsee für die Produktion des 2011 erschienenen Films „Der letzte Tempelritter“. Die düsteren Sumpflandschaften, sagenhaften Wälder und mystischen Moore des Salzburger Naturschutzgebiets sind wie geschaffen für die fantastische Geschichte - sanft eingebettet liegt die unberührte Landschaft auf 1.000 Meter Höhe, umgeben von wilden Wiesen, Almmatten und Wäldern.

Lichtung nahe eines Bachs in einem Salzburger Wald | Credit: iStock.com/VSFP

In der düster und magisch wirkenden Landschaft ließ sich das pestverseuchte Europa des frühen Mittelalters eindrucksvoll nachstellen. Anna, gespielt von Claire Foy, wird bezichtigt, als Hexe hinter der Pest zu stecken. Der Kreuzritter Behem von Bleibruck und sein Kriegsgefährte Felson, verkörpert von Nicholas Cage und Ron Perlman, sollen auf Befehl des Kardinals (Christopher Lee) das junge Mädchen in ein Kloster begleiten, um sie dort von ihrem Fluch zu befreien.

Nicholas Cage schwärmte während des Filmdrehs von den zauberhaften Locations in Österreich. Doch auch über die Bundeslandgrenzen hinaus wurde gedreht: Der wunderschöne Traunsee, die imposante Burg Kreuzenstein und das beeindruckende Tote Gebirge durften vor den Hollywood-Kameras ihre ganze Schönheit entfalten.

"Mission: Impossible – Rogue Nation"

Für den fünften Teil der "Mission: Impossible"-Reihe erlebt das Publikum mit Hauptdarsteller Tom Cruise alias Ethan Hunt und Rebecca Ferguson in der Rolle der mysteriösen Ilsa Faust Wien aus allen erdenklichen Blickwinkeln.

Wien von oben

Anfangs ist der Wiener Stephandom aus der Helikopter-Perspektive zu sehen.

U-Bahn-Station Schottenring und Staatsoper

Nach dem Einstieg folgt eine Agenten-Übergabeszene, wie man sie aus zahlreichen Actionfilmen kennt, in der Station Schottenring. Nicht ganz realitätsnah ist allerdings der Schnitt der Sequenz, denn nachdem der Agent die Stiegen erklommen hat, steht er auch schon vor der Wiener Oper. Erwähnenswert ist, dass die Location dafür nicht verändert wurde: Der Ring sowie die eher schmucklose Kulinarik- und Geschäftszeile gegenüber der Oper werden ungeschönt gezeigt, wie sie Passanten auf ihrem Weg zu Sehenswürdigkeiten und Museen im Herzen der Stadt vertraut sind!

Staatsoper

In der Staatsoper wurde nur wenige Stunden gedreht, wie Regisseur Christopher McQuarrie in Interviews verriet. Die Zeit wurde hauptsächlich dafür genutzt, atmosphärische Bilder einzufangen. Die Opern-Szenen selbst wurden in einem beeindruckenden Nachbau in London gefilmt.

Die Staatsoper in Wien bei Nacht | Credit: iStock.com/A.B.

Donaukanal

Zum Abschluss des etwa zwanzigminütigen Wien-Drehs ist ein Ausflugsschiff zu sehen, das auf dem Donaukanal dahintuckert und kurzerhand als Flucht-Transportmittel zum Einsatz kommt.

Skyline des Wiener Donautals bei Nacht | Credit: iStock.com/Creativemarc

"Tyler Rake: Extraction 2"

Wer Anfang des Jahres rund um die Wiener Donauplatte unterwegs gewesen ist, könnte sich kurz wie im Film gefühlt haben: Heftige Explosionen, spannungsgeladene Helikopterflüge und wilde Schießereien waren (fast) hautnah mitzuerleben.

Bereits seit Ende Jänner durfte Wien als Schauplatz für ein brandneues Netflix-Spektakel herhalten, das weltbekannte Stars in die Hauptstadt brachte. Chris Hemsworth (bekannt unter anderem aus den Marvel "Avengers"- und "Thor"-Filmreihen) verkörpert Tyler Rake, einen australischen Söldner. Der erste Teil der Reihe wurde 2020 auf Netflix veröffentlicht und ist bis heute der erfolgreichste Actionfilm der Streaming-Plattform.

Der DC Tower in Wien | Credit: iStock.com/transurfer

Für die Produktion der vielversprechenden Fortsetzung wurden weder Kosten noch Mühen gescheut: Über der Donaustadt kreiste ein Helikopter und umrundete knatternd den DC Tower, riesige Kamerakräne wurden munter durch die Luft geschwenkt, Rauchwolken verdeckten den Himmel. Sowas sieht man nicht täglich in Wien!

Zur Autorin

Kulinarik, Reisen, Film & Musik, Psychologie und kreative Hobbys - nur eine kleine Auswahl an Dingen, die Passion Author Helene Schweinberger aus Niederösterreich zu ihren vielfältigen und informativen Textbeiträgen für www.weekend.at inspirieren.

Autor: Helene Schweinberger, 08.05.2022