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Sonnenfinsternis am 12. August 2026 über Österreich, wo man sie am besten sehen kann
Sonnenfinsternis in Österreich: Für die beste Sicht ist ein freier Horizont Richtung Westen entscheidend.
Sonnenfinsternis in Österreich: Für die beste Sicht ist ein freier Horizont Richtung Westen entscheidend.
KI-generiert / Dall.e / Stefanie Hermann

Wo kann man die Sonnenfinsternis am besten sehen?

11.08.2026 um 12:10, Stefanie Hermann
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Sonnenfinsternis: Wo sehen? Am 12. August wird es über Österreich spektakulär. Diese Orte bieten besonders gute Sicht auf das Himmelsschauspiel.

Am Mittwoch, 12. August, wartet auf Österreich ein seltenes Himmelsspektakel. Der Mond schiebt sich am Abend vor die Sonne und verdeckt sie zu großen Teilen. Wer die partielle Sonnenfinsternis gut sehen will, muss den Beobachtungsort sorgfältig auswählen. Weil die Sonne während der Finsternis um 19.22 Uhr bereits sehr tief steht, können Häuser, Bäume und Berge die Sicht schnell versperren.

Sonnenfinsternis in Österreich: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Datum: Mittwoch, 12. August 2026
  • Beginn in Wien: gegen 19.22 Uhr
  • Sonnenuntergang in Wien: gegen 20.14 Uhr
  • Beste Sicht: Freier, möglichst tiefer Horizont Richtung Westen
  • Wichtig: Sonnenfinsternis nur mit geeigneter Sonnenfinsternisbrille beobachten

Sonnenfinsternis: Wo sehen?

In Wien beginnt die partielle Sonnenfinsternis gegen 19.22 Uhr. Ihr Maximum erreicht sie praktisch mit dem Sonnenuntergang, der in der Bundeshauptstadt gegen 20.14 Uhr erfolgt. In Österreich werden dabei je nach Standort große Teile der Sonnenscheibe vom Mond verdeckt.

Für die Wahl des richtigen Platzes gibt es deshalb eine klare Regel: Der westliche Horizont muss möglichst frei sein. Matthias Pfragner vom Steirischen Astronomen Verein nennt gegenüber der APA einen „freien, sehr tiefen Horizont im Westen“ als ideal.

Ein Hügel mit freier Aussicht eignet sich als Beobachtungspunkt ebenso eignen wie eine große freie Fläche. Ein grundsätzlich hoch gelegener Standort hilft hingegen wenig, wenn Bäume, Gebäude oder andere Hindernisse die tief stehende Sonne verdecken.

Wo kann man die Sonnenfinsternis am besten sehen?

  • Vorarlberg: Wiese vor der Basilika Bildstein
  • Wien: Sophienalpe und Dachterrasse der Urania
  • Steiermark: Kitzeck im Sausal und Grazer Schloßberg
  • Salzburg: Sternwarte am Haunsberg
  • Niederösterreich: Martinsberg, Michelbach, Traiskirchen und Klosterneuburg

In Vorarlberg bleibt besonders viel Zeit

Einen zeitlichen Vorteil haben Beobachter im Westen Österreichs. In Vorarlberg geht die Sonne erst gegen 20.39 Uhr unter. Damit lässt sich die Finsternis dort länger verfolgen als etwa in Wien.

Die Vorarlberger Amateur Astronomen laden ab 19 Uhr auf die Wiese vor der Basilika Bildstein. Auch andernorts finden organisierte Beobachtungen statt, bei denen Besucher das Himmelsspektakel gemeinsam verfolgen können.

Wien: Sophienalpe und Urania laden zur Beobachtung

Auch in Wien gibt es zwei konkrete Anlaufstellen. Die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie und der Österreichische Astronomische Verein laden ab 19 Uhr auf die Sophienalpe zum gemeinsamen Beobachten und Fotografieren ein.

Wer lieber in der Innenstadt bleibt, kann die Sonnenfinsternis ab 19 Uhr auf der Dachterrasse der Urania verfolgen. Wegen des laufenden Umbaus stehen heuer allerdings keine Teleskope zur Verfügung. Dafür werden kostenlose „Solar Viewer“ angeboten. Zusätzlich gibt es einen Livestream.

Von der Steiermark bis Salzburg: Hier wird gemeinsam beobachtet

In der Steiermark lädt der Steirische Astronomen Verein ab 19 Uhr nach Kitzeck im Sausal. Die Johannes Kepler Volkssternwarte Steinberg bei Graz eignet sich diesmal laut Verein nicht, weil Bäume und andere Hindernisse die tief stehende Sonne bereits vor dem eigentlichen Sonnenuntergang verdecken.

Direkt in Graz bietet der Fachbereich Astrophysik und Geophysik der Universität Graz am Schloßberg eine Beobachtungsmöglichkeit mit Finsternisbrillen und Teleskopen.

Bei Salzburg lädt das Haus der Natur auf seiner Sternwarte am Haunsberg bereits ab 17 Uhr zu einem Vortrag. Bei geeignetem Wetter werden anschließend Geräte zur Sonnenbeobachtung auf der Terrasse aufgebaut.

Niederösterreich bietet gleich mehrere Beobachtungsplätze

In Niederösterreich gibt es mehrere Möglichkeiten. Das Astronomische Zentrum Martinsberg, die Niederösterreichische Volkssternwarte Michelbach und die Franz Kroller Sternwarte Traiskirchen planen Beobachtungen der Sonnenfinsternis und der anschließend sichtbaren Perseiden.

In Klosterneuburg verbindet das VISTA Science Experience Center beide Himmelsereignisse beim Sommer-Event „Cosmic Hours. From Eclipse to Starlight.“ Zwischen 18 und 23 Uhr sind unter anderem Science Talks, Filmvorführungen und gemeinsame Himmelsbeobachtungen geplant.

Nach der Sonnenfinsternis kommen die Perseiden

Nach Sonnenuntergang lohnt es sich, noch länger unter freiem Himmel zu bleiben. In den Stunden nach der Sonnenfinsternis wird der Höhepunkt des Meteorstroms der Perseiden erwartet. Bei klarem Himmel können damit am selben Abend zunächst die teilweise verdeckte Sonne und später Sternschnuppen beobachtet werden.

Wer die Sonnenfinsternis sehen möchte, braucht allerdings zwingend geeigneten Augenschutz. Normale Sonnenbrillen reichen für den direkten Blick in die Sonne nicht aus. Eine geeignete Sonnenfinsternisbrille ist auch dann notwendig, wenn der Mond bereits einen Großteil der Sonnenscheibe verdeckt.

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