"Katastrophale Hirnschäden": Schwere Vorwürfe wegen Achterbahn
- Achterbahn X2: Mehr als 100 berichten von Hirnverletzungen
- Six Flags X2 rast mit bis zu 122 km/h in die Tiefe
- Betroffene der X2 treten in Los Angeles vor die Öffentlichkeit
- Frühere Klagen gegen Six Flags wegen X2
- Achterbahn X2 seit Juli geschlossen
Mehr als 100 Menschen berichten von traumatischen Hirnverletzungen nach Fahrten mit der Achterbahn X2 im Freizeitpark Six Flags Magic Mountain in Kalifornien. Drei Betroffene haben bereits Klage eingereicht, weitere könnten folgen, wie Medien wie "The Guardian" berichten. Die spektakuläre X2-Achterbahn ist seit Juli geschlossen, während die Behörden die Anlage untersuchen.
Achterbahn X2: Mehr als 100 berichten von Hirnverletzungen
Eigentlich kommen die Besucher für Nervenkitzel und Adrenalin in den Freizeitpark. Doch für zahlreiche Fahrgäste soll eine Fahrt mit der Achterbahn X2 schwere Folgen gehabt haben. Nach Angaben der Kanzlei Dordick Law Corporation haben sich mehr als 300 Menschen gemeldet, die von Verletzungen nach einer Fahrt mit der Attraktion berichten.
Besonders schwer wiegt der Vorwurf: Mehr als 100 Mandanten geben laut der Kanzlei an, innerhalb der vergangenen zwei Jahre traumatische Hirnverletzungen erlitten zu haben. Drei Betroffene haben inzwischen Klage eingereicht, weitere Klagen sollen nach Angaben der Anwälte folgen. Ob und in welchen Fällen die X2-Achterbahn tatsächlich die Ursache für die jeweiligen Verletzungen war, ist Gegenstand der laufenden Verfahren und Untersuchungen.
Six Flags X2 rast mit bis zu 122 km/h in die Tiefe
Die X2 im Six Flags Magic Mountain ist keine gewöhnliche Achterbahn. Die 2002 eröffnete und 2008 umgebaute Attraktion ist für ihre außergewöhnliche Konstruktion bekannt. Die Fahrgäste sitzen seitlich neben der Schiene, während sich ihre Sitze während der Fahrt unabhängig um 360 Grad drehen können.
Dabei geht es aus rund 60 Metern Höhe in die Tiefe, teilweise kopfüber und rückwärts. Die Achterbahn X2 erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 122 km/h. Genau diese spektakuläre Fahrt machte die Attraktion zu einem Publikumsmagneten des kalifornischen Freizeitparks. Nun steht sie im Mittelpunkt schwerer Vorwürfe.
Betroffene der X2 treten in Los Angeles vor die Öffentlichkeit
Am 22. September 2026 traten drei Betroffene gemeinsam mit ihren Anwälten in Los Angeles vor die Öffentlichkeit. Unter ihnen befinden sich Pamela Guillen, Naomi Greer-Wilkinson und der Anwalt Michael Wilk. Alle drei berichten von schweren gesundheitlichen Folgen nach Fahrten mit der Achterbahn X2.
Die Kanzlei spricht im Zusammenhang mit den Fällen von „katastrophalen Hirnschäden“. Drei Klagen wurden bereits eingereicht. Weitere sollen nach Angaben der Anwälte folgen. Zu den Beklagten zählen den vorliegenden Informationen zufolge Six Flags Magic Mountain und der Hersteller der Achterbahn.
Frühere Klagen gegen Six Flags wegen X2
Besonders brisant: Die aktuellen Fälle sollen nicht die ersten Vorwürfe rund um die Achterbahn X2 sein. Laut den in den Berichten zitierten Gerichtsdokumenten sollen Six Flags und verbundene Unternehmen bereits vor Februar 2026 mehr als ein Dutzend Mal wegen schwerer Hirnverletzungen von X2-Fahrgästen verklagt worden sein.
Die aktuellen Kläger werfen dem Betreiber deshalb vor, trotz früherer Vorfälle und Warnungen nicht ausreichend reagiert zu haben. Ob diese Vorwürfe zutreffen und welche Verantwortung Six Flags für die einzelnen Verletzungen trägt, muss nun juristisch geklärt werden.
Achterbahn X2 seit Juli geschlossen
Six Flags äußert sich mit Verweis auf die laufenden Gerichtsverfahren nicht konkret zu den aktuellen Klagen. Der Konzern verweist jedoch grundsätzlich auf sein Sicherheitsprogramm sowie regelmäßige Kontrollen durch eigene Experten, externe Sachverständige und staatliche Prüfer.
In früheren Verfahren argumentierte das Unternehmen laut den vorliegenden Berichten zudem, dass die X2-Achterbahn Industriestandard-Tests bestanden habe und die auftretenden Kräfte bei bestimmungsgemäßer Nutzung nicht ausreichen würden, um bei einem normalen Fahrgast traumatische Hirnverletzungen hervorzurufen.
Seit dem 12. Juli 2026 ist die Achterbahn X2 geschlossen. Die zuständigen Behörden in Kalifornien untersuchen die Anlage. Gleichzeitig könnten auf den Freizeitpark weitere Gerichtsverfahren zukommen: Mehr als 100 Mandanten erheben nach Angaben der Kanzlei Vorwürfe wegen traumatischer Hirnverletzungen nach Fahrten mit X2.