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Buckelwal Timmy in der Wismarer Bucht nahe Poel, sichtbar mit Fluke im Wasser während laufender Rettungsaktion in der Ostsee
Buckelwal Timmy liegt geschwächt in der Ostsee vor Poel – die Rettungsaktion läuft auf Hochtouren.
Buckelwal Timmy liegt geschwächt in der Ostsee vor Poel – die Rettungsaktion läuft auf Hochtouren.
apa/dpa

Rettungsaktion: Drama um Buckelwal Timmy spitzt sich zu

18.04.2026 um 11:29, Stefanie Hermann & APA, Red
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Die Rettungsaktion Buckelwal Ostsee geht weiter: Wal Timmy liegt seit Tagen fest. Experten warnen vor Risiken, Helfer bereiten die Bergung vor.

Die Rettungsinitiative Buckelwal Poel steht vor der nächsten entscheidenden Phase. Der gestrandete Buckelwal in der Wismarer Bucht beschäftigt Helfer und Experten gleichermaßen.

Rettungsinitiative für Buckelwal vor Poel

Die private Rettungsinitiative für den vor der deutschen Insel Poel gestrandeten Buckelwal will ihre Arbeit am Samstag fortsetzen. Am Freitag sind bereits erste Probespülungen gemacht und weiteres Material herbeigeschafft worden. Bereits da war jedoch schon klar: "Wir sind einen Tag hinten dran", sagte Mediamarkt-Gründer Walter Gunz der dpa. Er finanziert zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert die Aktion.

Zustand des Wals bestimmt Zeitplan

Der geschwächte Wal liegt am Samstag bereits den 19. Tag an derselben Position in der Kirchsee in der Wismarer Bucht. Ob die eigentliche Rettung am Samstag starten kann oder es bei weiteren Vorbereitungsarbeiten bleibt, ist unklar. Beim Zeitplan müsse man sich nach dem Befinden des Tieres richten, hat eine Mitarbeiterin aus dem Team der privaten Initiative gesagt.

Buckelwal reagiert auf Taucher

Am Freitagmorgen hat der Buckelwal mit heftigen Bewegungen auf einen sich nähernden Taucher reagiert. Das Tier schlug kräftig mit der Schwanzflosse, der Fluke, und drehte sich um beinahe 90 Grad, wie in Livestreams zu sehen war. Nach wenigen Minuten hat sich der Wal wieder beruhigt und ist still im Wasser gelegen.

Rettung mit Pontons und Plane

Das Tier soll auf einer Plane zwischen zwei Pontons in Richtung Nordsee transportiert werden. Die Plane muss zuvor unter das etwa zwölf Tonnen schwere Tier gebracht werden. Dazu soll es mit Luftkissen angehoben werden, wofür wiederum zuvor Schlick weggespült werden muss.

Die Pontons sollen von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen und so angeordnet werden, dass innen eine Freifläche von sechs mal zwölf Metern entsteht. "Da drin wird der Wal sich dann ja aufhalten", sagte der Chef des von der privaten Initiative beauftragten Tauchunternehmens, Fred Babbel. Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch.

Experten sehen keine Chance auf Heimreise

Wissenschafter, Fachleute von Behörden sowie Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen sind sich nach umfassender Prüfung zuletzt einig gewesen, dass der Wal Ruhe brauche und weitere Eingriffe dem Tier massive Schäden zufügen würden. Der Buckelwal sei orientierungslos und so schwach und geschädigt, dass er die Heimreise nicht schaffen werde.

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