Elektroschocker-Eklat: Ungewisse Zukunft für Freibad Frankenmarkt
Nach einem aufsehenerregenden Vorfall im Erlebnisbad Frankenmarkt in Oberösterreich steht die Zukunft der aktuellen Betreiber auf der Kippe. Ende Juni hatte ein neu eingestellter Bademeister einen Elektroschocker eingesetzt, um uneinsichtige Badegäste zum Verlassen des Beckens zu bewegen. Während der Mitarbeiter umgehend entlassen wurde, hat der Vorfall nun weitreichende Konsequenzen für die Betreiberfamilie.
Beschwerden und große Unterstützung aus der Bevölkerung
Die Pächter betreiben das Freibad sowie die Sporthalle seit zwei Jahren. Pächterin Marina Ritt räumt gegenüber der Kronen Zeitung ein, dass es bereits vor dem Vorfall vereinzelt Kritik gab: „Der Vorfall mit dem Elektroschocker hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Es gab zuvor kleinere Beschwerden, doch dazu stehen wir.“
In den sozialen Medien rief das Paar die Bevölkerung dazu auf, der Gemeinde positives Feedback zukommen zu lassen. Das Ergebnis war überwältigend: Über 200 Unterschriften sowie zahlreiche E-Mails gingen zur Unterstützung des Paares beim Gemeindeamt ein, um eine Fortführung des Pachtverhältnisses zu erwirken.
Bürgermeister zieht die Notbremse und vertagt Abstimmung
Eigentlich sollte die Kündigung des Pachtvertrags per September bei der außerordentlichen Gemeinderatssitzung beschlossen werden. Ortschef Peter Zieher (ÖVP) entschied sich jedoch dazu, den Tagesordnungspunkt vorerst von der Liste zu streichen.
Gegenüber der Krone erklärt er: „Ich will nicht überstürzt entscheiden, habe daher die Abstimmung von der Tagesordnung genommen“, erklärt er gegenüber der Zieher betonte zudem: „Es schwirren viele Fehlinformationen herum, die ich noch nicht prüfen konnte. Daher werden wir erst in einer der kommenden Sitzungen über das Pachtverhältnis entscheiden, wenn sich die Wogen etwas geglättet haben.“ Die strafrechtlichen Ermittlungen gegen den ehemaligen Bademeister wurden von der Staatsanwaltschaft inzwischen eingestellt.