Anton Faber geht fix: Jetzt spricht der Dompfarrer
Jetzt ist es wirklich offiziell: Anton Faber wird mit 1. September 2027 in Pension gehen. Nach monatelangen Gesprächen hat sich der Wiener Dompfarrer mit Erzbischof Josef Grünwidl auf seinen Abschied geeinigt. Nach rund 30 Jahren geht damit eine prägende Ära am Stephansdom zu Ende.
Abschied fix: Anton Faber geht 2027
„Ich bin mit mir und dem Erzbischof im Reinen“, bestätigt Anton Faber heute die Einigung bezüglich seiner Pension. Trotz des vergleichsweise frühen und nicht ganz freiwilligen Rückzugs sieht er die Entscheidung auch als Chance für einen neuen Lebensabschnitt.
Öffentliche Auftritte und Kritik aus dem Klerus
Für Diskussionen haben in den vergangenen Jahren auch die öffentlichen Auftritte von Anton Faber gesorgt. Der Dompfarrer ist regelmäßig bei gesellschaftlichen Veranstaltungen wie dem Opernball oder Lokaleröffnungen präsent – häufig in Begleitung von Natalie Nemec, die er als Vertraute und gute Freundin bezeichnet. Offiziell bestätigt ist eine Beziehung nicht.
Innerhalb der Kirche haben die Auftritte wiederholt Kritik ausgelöst. Im Fokus standen dabei sowohl Fabers öffentliches Auftreten als auch seine Aussagen zum Zölibat, den er als „völlig überbewertet“ bezeichnet hat. Zuletzt soll es auch Druck aus dem Vatikan gegeben haben. Der päpstliche Nuntius soll eine Lösung in der Personalfrage gefordert haben.
Anton Faber bleibt als Priester aktiv
Nun ist also fix: Am 1. September 2027 geht Anton Faber als Dompfarrer in Pension. Ganz zurückziehen wird sich der City-Pfarrer allerdings nicht. Auch nach seiner Pension will er weiterhin als Priester tätig sein. Geplant sind unter anderem Messen, Taufen, Hochzeiten und Begräbnisse.
„Mir geht es sehr gut und ich werde auch noch in der Pension seelsorgliche Aufgaben übernehmen“, stellt Faber klar. Gleichzeitig kündigt er an, sich künftig bewusst zurückzuhalten und seinem Nachfolger nicht im Weg zu stehen.
Neustart auch privat – Umzug geplant
Parallel zum bevorstehenden Abschied steht auch ein Wohnungswechsel an. Fabers neue Unterkunft wird derzeit altersgerecht adaptiert. Seine bisherige Dienstwohnung ist wegen einer steilen Stiege nur eingeschränkt geeignet.
Wer ihm als Dompfarrer nachfolgen wird, ist derzeit noch offen.