Stiglechner-Beben: Nächste Millionen-Insolvenz
- IQ Card: Insolvenzverfahren in Linz offiziell eröffnet
- Ursachen der Pleite: Die Verbindung zur Julius Stiglechner GmbH
- Folgen für Kunden: Warum die Tankkarte abgeschaltet wurde
- Millionen-Loch: Die aktuelle Vermögenslage der IQ Card Vertriebs GmbH
- Sanierungsplan: So geht es für die 430 Gläubiger weiter
- Alle Termine: Fristen und Daten zum Insolvenzverfahren
Die Pleite des Tankstellen-Riesen Stiglechner zieht weitere Kreise: Über das Vermögen der IQ Card Vertriebs GmbH wurde am 24. Februar 2026 am Landesgericht Linz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet, wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) in einer Aussendung mitteilt. Die Insolvenz der Tochtergesellschaft ist eine direkte Folge der Stiglechner-Pleite, wodurch das System der beliebten Tankkarte nun weitestgehend vor dem Aus steht.
IQ Card: Insolvenzverfahren in Linz offiziell eröffnet
Das 2007 gegründete Unternehmen mit Sitz in Linz betrieb die „IQ Card“, die von rund 65.000 Kunden genutzt wurde. Nach der Pleite der Muttergesellschaft ist der reguläre Geschäftsbetrieb bereits zum Erliegen gekommen.
Ursachen der Pleite: Die Verbindung zur Julius Stiglechner GmbH
Die IQ-Card-Insolvenz ist untrennbar mit dem Schicksal der Julius Stiglechner GmbH verbunden. Der Tankstellenbetreiber meldete bereits Ende 2025 Insolvenz mit Verbindlichkeiten von rund 188 Millionen Euro an. Hohe Zinsen und gesunkene Margen im Treibstoffsektor führten das Traditionsunternehmen in die Pleite.
Folgen für Kunden: Warum die Tankkarte abgeschaltet wurde
Das Vertrauensverhältnis zu Partnern brach nach der Mutter-Insolvenz sofort zusammen. Banken kündigten Kreditlinien, und zahlreiche Tankstellenketten stellten die Akzeptanz der IQ Card ein. Am 13. Februar 2026 musste das Unternehmen schließlich mitteilen, dass die Karte im regulären Stiglechner-Netz nicht weiter funktioniert.
Millionen-Loch: Die aktuelle Vermögenslage der IQ Card Vertriebs GmbH
Die finanzielle Lage ist angespannt: Den Aktiva von rund 10 Millionen Euro stehen Verbindlichkeiten in Höhe von circa 12 Millionen Euro gegenüber. Von der IQ-Card-Pleite sind aktuell etwa 430 Gläubiger betroffen. Ein Gutachter soll nun klären, wie viel der Kundenstamm tatsächlich noch wert ist.
Sanierungsplan: So geht es für die 430 Gläubiger weiter
Das Unternehmen strebt eine Entschuldung an und bietet den Gläubigern eine Sanierungsplanquote von 20 Prozent an, zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Ob dieser Vorschlag angenommen wird, hängt von der Prüfung durch die Kreditorenverbände ab.
Alle Termine: Fristen und Daten zum Insolvenzverfahren
- Eröffnung: 24. Februar 2026
- Anmeldefrist: 21. April 2026
- Prüfungstagsatzung: 05. Mai 2026 (9.00 Uhr, LG Linz)
- Sanierungsplantagsatzung: 16. Juni 2026
Wichtiger Hinweis: Verbleibende Standorte
Trotz der laufenden Insolvenz gibt es eine wichtige Ausnahme für Karteninhaber. An folgenden sechs Tankstellen wird die IQ Card weiterhin akzeptiert:
- ✅ BP-Tankstelle Haag: Samt IQ-LKW-Automat (A8), Geierau 4, 4680 Haag am Hausruck
- ✅ BP-Eberstalzell: (A1), Solarstraße 2, 4653 Eberstalzell
- ✅ IQ Liefering: (A1 Salzburg-Mitte), Franz-Sauer-Straße 46, 5020 Salzburg
- ✅ IQ Steyr: Haager Straße 44b, 4400 Steyr
- ✅ IQ Trofaiach: Pulverstraße 2, 8793 Trofaiach
- ✅ Eni-Sillian: Tassenbach 12, 9918 Sillian
Stand: 24.Februar 2026. Bitte beachten Sie, dass sich die Akzeptanz aufgrund des laufenden Verfahrens kurzfristig ändern kann.