Interio insolvent: Möbelhaus erneut pleite
- Interio erneut insolvent: Möbelkette stellt wieder Insolvenzantrag
- Interio betreibt Filialen in Wien, Linz und Graz
- Schulden von rund 6,8 Millionen Euro
- Interio war bereits 2024 im Sanierungsverfahren
- Steigende Kosten und sinkende Umsätze
- Zukunft von Interio bleibt offen
Die Möbelkette Interio ist erneut insolvent. Das Unternehmen hat beim Landesgericht Wiener Neustadt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Mit 6,8 Millionen Euro Schulden, 69 Gläubigern und 37 betroffenen Mitarbeitern steckt der Möbelhändler in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage.
Interio erneut insolvent: Möbelkette stellt wieder Insolvenzantrag
Das Möbelhaus Interio ist erneut insolvent. Die Magazin 07 Möbel und Einrichtungen Vertriebsgesellschaft m.b.H. hat beim Landesgericht Wiener Neustadt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Das bestätigten die Gläubigerschutzverbände KSV1870 und Creditreform.
Damit rutscht Interio bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre in ein Insolvenzverfahren. Insgesamt sind 37 Mitarbeiter betroffen, deren Löhne und Gehälter laut Unternehmensangaben bereits seit Februar 2026 offen sind.
Interio betreibt Filialen in Wien, Linz und Graz
Die Möbelkette Interio betreibt ihren Hauptstandort in Vösendorf bei Wien. Weitere Filialen befinden sich auf der Mariahilfer Straße in Wien, in Linz sowie in Graz. Zusätzlich betreibt das Unternehmen ein Lager in Traiskirchen.
Interio handelt mit Möbeln, Einrichtungsgegenständen und Hausrat und gehört seit Jahren zu den bekannten Namen im österreichischen Einrichtungshandel.
Schulden von rund 6,8 Millionen Euro
Laut Angaben der Schuldnerin belaufen sich die Verbindlichkeiten auf rund 6,8 Millionen Euro. Insgesamt sind 69 Gläubiger betroffen.
Das Unternehmen plant eine Fortführung des Betriebs und bietet den Gläubigern einen Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent an. Die Auszahlung soll innerhalb von zwei Jahren erfolgen. Diese Quote entspricht der gesetzlichen Mindestquote bei einem Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung.
„Die Schuldnerin strebt eine Fortführung und Sanierung ihres Unternehmens an. Die angebotene Sanierungsplanquote soll aus dem Fortbetrieb finanziert werden“, erklärt Alexander Greifeneder vom KSV1870.
Interio war bereits 2024 im Sanierungsverfahren
Die aktuelle Insolvenz von Interio kommt nicht überraschend. Bereits 2024 hatte das Unternehmen ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung durchlaufen.
Damals wurde ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent angenommen. Die letzte Teilzahlung in Höhe von fünf Prozent hätte im März 2026 erfolgen sollen. Genau diese Zahlung konnte das Unternehmen nun nicht mehr leisten.
Steigende Kosten und sinkende Umsätze
Als Ursachen für die erneute Interio-Insolvenz nennt das Unternehmen vor allem gestiegene Energie-, Personal- und Mietkosten sowie rückläufige Umsätze.
Auch die weiterhin zu bedienenden Altverbindlichkeiten aus dem früheren Sanierungsplan hätten die wirtschaftliche Lage massiv belastet.
Zukunft von Interio bleibt offen
Ob die Sanierung diesmal gelingt, hängt nun maßgeblich vom noch zu bestellenden Insolvenzverwalter und der Zustimmung der Gläubiger ab.
Sollte der Sanierungsplan angenommen werden, könnte Interio den Geschäftsbetrieb weiterführen. Andernfalls droht dem Möbelhändler eine geordnete Schließung samt Liquidation.