Hornissen-Warnung: Nester frühzeitig erkennen und entfernen
- Hornissen-Nest: Garten, Terrasse und Balkon kontrollieren
- Wie die Nester aussehen und wo sie versteckt sind
- Bedrohung für Insekten und Bienen
Wer im Sommer keiner ausgewachsenen Hornissenplage ausgesetzt sein will, sollte möglichst schnell handeln. Österreichweit und in anderen europäischen Ländern breitet sich die Asiatische Hornisse weiter aus, derzeit läuft die entscheidende Phase im Kampf gegen den invasiven Hautflügler. Noch bis Ende Mai sind die kleinen sogenannten Primärnester meist gut sichtbar und erreichbar.
Hornissen-Nest: Garten, Terrasse und Balkon kontrollieren
In den nächsten Wochen sollte man aufmerksam rund ums Haus, im Garten oder auf Balkon und Terrasse kontrollieren, ob sich dort ein Hornissennest befindet. In diesem frühen Stadium lassen sich die Behausungen vergleichsweise einfach entdecken und entfernen, bevor im Sommer große Völker entstehen.
Wie die Nester aussehen und wo sie versteckt sind
Die ersten Nester der Asiatischen Hornisse sind meist klein, etwa tennisballgroß, und beige bis braun gefärbt. In diesem Nest sitzt zunächst vor allem die Königin, die dort die ersten Arbeiterinnen heranzieht. Diese frühen Nester befinden sich bevorzugt an geschützten Stellen, etwa unter Dächern, in Sträuchern oder in Ecken, die vor Wind und Regen abgeschirmt sind. Gemeldet wurden zudem Funde in Schuppen, Vogelnistkästen, Kugelgrills oder zusammengeklappten Sonnenschirmen.
Später verlagern die Arbeiterinnen den Nestbau oft in Baumkronen. Dann entstehen sogenannte Sekundärnester: große, geschlossene Bauten, die bis zu einen Meter Durchmesser erreichen und meist hoch oben in Bäumen hängen. Aus einem frühen Primärnest kann sich ein großes Sommernest entwickeln, aus dem Völker mit bis zu 5.000 Tieren hervorgehen.
Bedrohung für Insekten und Bienen
Ein einziges Hornissenvolk kann pro Jahr mehrere Kilogramm Insekten fressen, besonders betroffen sind Bienen. Die starke Bejagung von Honig- und Wildbienen macht die Asiatische Hornisse zu einem ernstzunehmenden Problem für Ökosysteme und Imkerei. Fachleute gehen nicht mehr davon aus, dass sich ihre Ausbreitung vollständig stoppen lässt, sie soll aber zumindest verlangsamt werden.