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Spritze und Impfstoff-Fläschchen Comirnaty auf Impfpass, Symbolbild für COVID-19-Impfung und neue STIKO-Empfehlung
Die COVID-19-Impfung bleibt für Risikogruppen empfohlen, während die STIKO die Basis-Impfung für gesunde Erwachsene gestrichen hat
Die COVID-19-Impfung bleibt für Risikogruppen empfohlen, während die STIKO die Basis-Impfung für gesunde Erwachsene gestrichen hat
r.classen / Shutterstock.com

Corona-Impfung: STIKO streicht Basis-Impfung für Erwachsene

10.07.2026 um 09:18, Stefanie Hermann
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Die STIKO streicht die Corona-Basis-Impfung für Erwachsene. Warum die Impfung nur noch für Risikogruppen empfohlen wird und was das bedeutet.

Die allgemeine Basis-Impfung gegen COVID-19 wird in Deutschland nicht mehr empfohlen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Richtlinien angepasst und reagiert damit auf die veränderte Lage nach der Pandemiephase. Damit fällt die bisherige Empfehlung für gesunde Erwachsene vollständig weg.

Basis-Impfung in Deutschland gestrichen

Bislang galt in Deutschland die Empfehlung, mindestens drei Antigenkontakte mit dem Virus – durch Impfung oder Infektion – zu erreichen, um eine Basisimmunität aufzubauen. Diese Vorgabe entfällt nun vollständig.

Hohe Immunität verändert die Impfstrategie

Grund für die Entscheidung ist die breite Immunität in der Bevölkerung. Mehr als 95 Prozent der Erwachsenen verfügen laut Experten über einen Schutz durch Impfungen oder durchgemachte Infektionen.

Diese Entwicklung wird von Fachleuten als „hybride Immunität“ beschrieben. Gemeint ist die Kombination aus Impfung und durchgemachter Infektion, die gemeinsam einen besonders stabilen Schutz vor schweren Verläufen bietet.

Weniger schwere Verläufe

Zusätzlich hat sich die epidemiologische Lage deutlich entspannt. Die Zahl der Spitalsaufnahmen und Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 ist seit dem Ende der Pandemiephase kontinuierlich zurückgegangen.

Fokus auf Risikogruppen

Für besonders gefährdete Gruppen bleibt die Impfung weiterhin empfohlen. Dazu zählen:

  • Menschen ab 75 Jahren
  • Personen mit Vorerkrankungen
  • Bewohner und Personal in Pflegeeinrichtungen
  • medizinisches Personal

Die Altersgrenze für Auffrischungsimpfungen wurde dabei von 60 auf 75 Jahre angehoben. Die STIKO unterscheidet künftig klar zwischen einer Standardimpfung für ältere Menschen und sogenannten Indikationsimpfungen für besonders gefährdete Gruppen. Ziel ist ein gezielter Schutz von Risikopersonen.

Die jährliche Auffrischungsimpfung soll bevorzugt im Spätsommer oder Frühherbst erfolgen, um einen optimalen Schutz in der kalten Jahreszeit zu gewährleisten.

Neue Empfehlung für Schwangere

Die neue Empfehlung gilt auch für gesunde Schwangere sowie Frauen im gebärfähigen Alter ohne zusätzliche Risiken. Für sie besteht keine generelle Empfehlung zur Basis-Impfung mehr.

Was das für Österreich bedeutet

In Österreich bleibt die Impfung weiterhin empfohlen, allerdings zunehmend fokussiert auf Risikogruppen. Eine vollständige Streichung der Basisempfehlung wie in Deutschland gibt es derzeit nicht.

Die heimische Impfstrategie orientiert sich häufig an internationalen Entwicklungen und wissenschaftlichen Einschätzungen vergleichbarer Gremien. Das österreichische Nationale Impfgremium könnte daher ähnliche Anpassungen prüfen, wenn sich die epidemiologische Lage weiterhin stabil zeigt.

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