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Crazy Cheese Konkurs: Roland Ludomirska vor Firmenlogo nach Insolvenz seiner Unternehmen
Roland Ludomirska, Gründer von Crazy Cheese, steht nach dem Konkurs seiner Unternehmen im Fokus der Öffentlichkeit
Roland Ludomirska, Gründer von Crazy Cheese, steht nach dem Konkurs seiner Unternehmen im Fokus der Öffentlichkeit
instagram.com/@the_crazy_cheese_manufacture

Crazy Cheese Konkurs: Käse-Millionär Ludomirska ist pleite

08.07.2026 um 16:30, Stefanie Hermann
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Crazy Cheese ist pleite: Zwei Firmen sind insolvent, alle Standorte wurden geschlossen. Das steckt hinter dem Konkurs von Roland Ludomirska.

Die „Crazy Cheese“-Unternehmensgruppe rund um Unternehmer Roland Ludomirska ist pleite. Am 8. Juli 2026 haben gleich zwei zentrale Gesellschaften Konkurs am Landesgericht Graz beantragt, wie der Kreditschutzverband KSV1870 heute meldet. Damit endet vorerst die Geschichte eines Geschäftsmodells, das lange von Luxus, Inszenierung und Expansion geprägt war.

Crazy Cheese: Zwei Firmen insolvent

Betroffen sind die Crazy Cheese Manufactore Holding GmbH sowie die MRL Crazy Cheese Manufacture W GmbH. Beide Unternehmen haben ihren Sitz in Hart bei Graz und gehören zur „Crazy Cheese“-Gruppe, die sich auf den Verkauf exklusiver Käsesorten spezialisiert hat.

Die wirtschaftliche Lage ist angespannt: Während die Holding über Aktiva von rund 24.000 Euro verfügt, stehen Passiva von etwa 191.000 Euro gegenüber. Bei der zweiten Gesellschaft liegt das Vermögen bei nur 8.000 Euro, den Schulden von rund 167.000 Euro gegenüberstehen. Insgesamt gibt es aktuell 32 Gläubiger, davon 11 bei der Holding und 21 bei der zweiten Gesellschaft.

Die Holding wurde 2016 gegründet, die zweite Gesellschaft im Jahr 2020. Geschäftsführer beider Unternehmen ist Roland Ludomirska. Die Holding steht zu 100 Prozent im Eigentum von Manuela Ludomirska, die zweite Gesellschaft gehört vollständig zur Holding.

Alle Standorte geschlossen: Betrieb bereits eingestellt

Die Unternehmensgruppe hat den Betrieb bereits vollständig eingestellt. Sämtliche Filialen sind geschlossen, eine Sanierung ist laut Angaben der Schuldner nicht geplant. Damit ist klar: Ein Neustart unter den bestehenden Strukturen wird es nicht geben.

Die Crazy-Cheese-Gruppe hatte ihre Produkte über mehrere Standorte verkauft, die jeweils als eigene juristische Einheiten organisiert waren. Dieses Modell gilt nun als gescheitert.

Pandemie und Expansion als Auslöser

Als Hauptursache für die Insolvenz nennen die Unternehmen die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie. Besonders schwer wiegt eine strategische Entscheidung aus dem Jahr 2020: Trotz unsicherer Lage wurden sieben neue Standorte eröffnet.

Kurz darauf folgten mehrere Lockdowns, die zu massiven Umsatzeinbrüchen führten. Laufende Kosten konnten nicht mehr gedeckt werden, Verbindlichkeiten wurden gestundet. Auch spätere Sparmaßnahmen und Zahlungsvereinbarungen konnten die Situation nicht stabilisieren.

Ab 2026 kam ein weiterer Faktor hinzu: die sinkende Kaufkraft. Die Umsätze gingen erneut zurück, während die Kostenstruktur bestehen blieb. Die eingeleiteten Sanierungsversuche scheiterten schließlich.

Vom Käse-Millionär zur Pleite: Ludomirska im Fokus

Mit der Insolvenz rückt jetzt auch Unternehmer Roland Ludomirska erneut ins öffentliche Interesse. Bekannt wurde er als exzentrischer „Käse-Millionär“, unter anderem durch TV-Auftritte und seine auffällige Inszenierung mit Helikopter und Luxusleben. Auf seinem Instagram-Kanal und in "Forsthaus Rampensau" verstand es der selbst ernannte Selfmade-Unternehmer zu polarisieren. „Geld ist für mich ein Abfallprodukt“, betonte er im Interview mit weekend.

Ludomirska gibt an, im Wiener Gemeindebau aufgewachsen zu sein und sich sein Vermögen selbst aufgebaut zu haben. Nach eigenen Angaben ist er seit rund 30 Jahren im Käsehandel tätig und inszeniert sich öffentlich bewusst als Luxus-Unternehmer.

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