Bauernregel Februar: Kommt jetzt der Winter zurück?
- Bauernregel Februar: Kein früher Frühling
- Bauernregel zu Mariä Lichtmess
- Walburga kündigt den Frühling an
- Winter 2026 im Zeichen der Extreme
- Moderne Meteorologie & Blockadelage
Der Februar 2026 zeigt sich vielerorts ungewohnt mild. Nach frostigen Wochen steigen die Temperaturen auf bis zu 20 Grad – ein Hauch von Frühling liegt in der Luft. Laut Bauernregel Februar ist das kein gutes Zeichen: Ist es so früh so warm, könnte der Winter schon bald ein eisiges Comeback starten.
Bauernregel Februar: Kein früher Frühling
Glaubt man den alten Überlieferungen, ist der frühe Sonnenschein trügerisch. „Ist’s im Februar zu warm, friert man zu Ostern bis in den Darm“, so die Wetterweisheit. Auf die milden Temperaturen im Februar könnte damit eine erneute Kältewelle folgen. Andere Bauernregeln deuten dafür aber keineswegs auf eine Rückkehr des Frosts hin – im Gegenteil.
Bauernregel zu Mariä Lichtmess
Eine zentrale Rolle im Februar-Bauernkalender spielt Mariä Lichtmess. Wetter und Sonnenschein am 2. Februar sollen Aufschluss über den weiteren Verlauf des Winters geben. „Gibt’s an Lichtmess Sonnenschein, wird’s ein später Frühling sein“, heißt es in der Volksweisheit. Ist der Himmel trüb, kündigt das dagegen baldige Wärme an. Auch „Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee“ warnt davor, frühes Grün mit echtem Frühling zu verwechseln.
Und hier kommt die gute Nachricht für alle Sonnen- und Frühlingshungrigen: Der 2. Februar hat sich in Österreich düster und kalt gezeigt. Laut Bauernkalender steht damit definitiv weiterhin mildes Wetter ins Haus.
Walburga kündigt den Frühling an
Das bestätigt auch der zweite wichtige Stichtag im Bauernkalender. Für den Walburga-Tag gilt die Regel: „St. Burgel geht dem Winter an die Gurgel“. 2026 passt das gut: Der 25. Februar war in Österreich ein sonniger Tag mit Tagestemperaturen im teils zweistelligen Bereich.
Winter 2026 im Zeichen der Extreme
Und gut wär’s: Österreich hat 2026 einen ungewöhnlich eisigen Winter mit Kälterekorden von -29 Grad (Liebenau, Oberösterreich) gebracht. Der Monatsdurchschnitt lag nicht nur unter dem langjährigen Mittel, es war der kälteste Winter seit neun Jahren.
Auch im Februar hat der Winter noch einmal voll zugeschlagen: Ein Adriatief hat massive Schneemengen bis nach Wien geschaufelt. Nur eine Woche später zeigt sich das Wetter jetzt ungewöhnlich mild und läutet bereits den Frühlingsbeginn ein.
Moderne Meteorologie & Blockadelage
Während die eine Bauernregel vor einem Wintercomeback warnt, versprechen andere also den baldigen Frühling. Aber was gilt?
Moderne Meteorologen räumen den Bauernregeln im Februar eine gewisse Relevanz ein. Auch sie warnen, dass die milde Phase nur vorübergehend sein könnte. Hinter den Sprüchen steckt Erfahrung mit wiederkehrenden Mustern: Auf eine längere Wärmeperiode folgt oft eine sogenannte Blockadelage.
Dabei lösen warme Luftmassen aus dem Süden stabile Hochdrucklagen aus. Wenn diese sich verschieben, entsteht Raum für Kaltluft aus dem Norden oder Osten. Die Blockadelage lenkt die kalte Polarluft dann nach Mitteleuropa. Die milden Temperaturen könnten also nur ein kurzer Vorgeschmack auf den Frühling sein.
Was uns maximal die Laune verdirbt, ist für Natur und Landwirtschaft ein größeres Problem: Treiben Knospen zu früh, drohen bei erneutem Kälteeinbruch Frostschäden im März oder April.
Welche Bauernregel Februar 2026 letztlich recht behält, lässt sich aus den heutigen Wetterprognosen noch nicht herauslesen.
FAQ – Bauernregel Februar
Was bedeutet die „Bauernregel Februar“? ›
Welche Sprüche sind am bekanntesten? ›
Wie zuverlässig sind diese Bauernregeln? ›
Welche Anzeichen deuten konkret auf eine Winterrückkehr hin? ›
Was ist eine Blockadelage und warum ist sie wichtig? ›
Sollte ich wegen einer möglichen Rückkehr des Winters Obstbäume oder Pflanzen schützen? ›
Welche Rolle spielen Mariä Lichtmess und Walburga im Bauernkalender? ›
Quellen und weiterführende Informationen
- GeoSphere Austria – Klimabericht Februar 2026: Offizielle Temperaturdaten, Wetteranalysen und Monatsmittelwerte für Österreich.
- Deutscher Wetterdienst (DWD): Langzeitstatistiken, Witterungsanalysen und klimatologische Einordnungen für Mitteleuropa.
- wetter.net – Wetteranalysen & Prognosen: Kommentierte Vorhersagen von Diplom-Meteorologe Dominik Jung mit Fokus auf Großwetterlagen in Europa.
- UK Met Office – Climate Research: Internationale Klimamodelle und Forschungsergebnisse zu Witterungsanomalien und Spätfrost-Phänomenen.