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Blumen und Kerzen vor dem Eingang der Pferderennbahn in Aarau als Gedenkstätte
Trauer und Entsetzen nach der Bluttat in Aarau: Die Polizei stuft die Schüsse auf der Pferderennbahn Schachen offiziell als Amoklauf ein.
Trauer und Entsetzen nach der Bluttat in Aarau: Die Polizei stuft die Schüsse auf der Pferderennbahn Schachen offiziell als Amoklauf ein.
APA-Images / AFP / FABRICE COFFRINI

Schüsse bei Rave: Polizei bestätigt Amoklauf

02.09.2026 um 15:00, Marcel Toifl
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Nach den Schüssen bei einem Rave in Aarau geht die Polizei von einem Amoklauf aus. Der 43-jährige Tatverdächtige wurde festgenommen.

Nach den blutigen Ereignissen bei einer Rave-Party in der Schweiz in Aarau herrscht traurige Gewissheit: Die Schweizer Ermittlungsbehörden gehen bei den Schüssen vom vergangenen Sonntag offiziell von einem Amoklauf aus. Eine 22-jährige Italienerin verlor bei dem Angriff ihr Leben, sechs weitere Personen wurden teils schwer verletzt.

Polizei bestätigt Amoklauf in Aarau

Wie die Aargauer Kantonalpolizei und die Staatsanwaltschaft am Mittwochnachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gaben, befindet sich der mutmaßliche Schütze bereits in Haft. Am Sonntagfrüh war die Tanzveranstaltung in Aarau jäh von Waffengewalt erschüttert worden. Am Mittwoch informierten die Behörden in Schafisheim über den aktuellen Stand der Ermittlungen. Polizeikommandant Oberst Michael Leupold erklärt, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der am Montag festgenommene Mann für die Schüsse verantwortlich ist.

Der Angriff forderte ein Todesopfer: Eine 22-jährige Staatsangehörige aus Italien erlag noch vor Ort ihren schweren Verletzungen. Sechs weitere Partygäste wurden durch die Schüsse verletzt und mussten medizinisch versorgt werden.

Tatverdächtiger stellte sich im Kanton Jura

Der Festnahme am Montag war eine intensive Fahndung vorausgegangen. Laut Gesamteinsatzleiter Matthias Schildknecht war das Fluchtfahrzeug des Täters den Einsatzkräften bereits bekannt, woraufhin Polizeieinheiten im Kanton Jura zusammengezogen wurden. Schließlich stellte sich der 43-jährige Mann in seinem Heimatkanton selbst der Polizei.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen Schweizer Staatsangehörigen ohne Migrationshintergrund. Der Mann hatte gegenüber den Beamten bereits bei der Anhaltung geäußert, dass es ihm schon seit längerer Zeit gesundheitlich nicht gut gehe.

Hintergründe und mutmaßliche psychische Erkrankung

Zum genauen Tatmotiv liegen derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Bei der ersten Einvernahme verweigerte der Beschuldigte die Aussage zur Sache, wie der leitende Staatsanwalt Christoph Rüedi erklärte. Lediglich Angaben zu seiner Person habe der 43-Jährige gemacht.

Die Ermittlungsbehörden gehen nach derzeitigem Kenntnisstand davon aus, dass der Mann unter einer psychischen Erkrankung leidet. Die Auswertung der Spuren sowie die psychologische Begutachtung des Beschuldigten stehen im Zentrum der weiteren juristischen Aufarbeitung.

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