Direkt zum Inhalt
Markus Auer, Generaldirektor VKB
Markus Auer, Generaldirektor VKB
Markus Auer, Generaldirektor VKB
VKB/Witzany

VKB knackt 4-Milliarden-Marke bei Bilanzsumme

08.05.2026 um 10:23, Klaus Schobesberger
min read
VKB mit dritthöchstem Ergebnis der Geschichte: Über 20 Prozent Kernkapitalquote und gezielte Investitionen in Standorte und IT festigen die Unabhängigkeit.

"Erstmals in unserer 153-jährigen Geschichte haben wir eine Bilanzsumme von 4 Milliarden Euro überschritten und gleichzeitig unsere Eigenständigkeit und Widerstandsfähigkeit mit einem historischen Höchstwert von über 20 Prozent harter Kernkapitalquote langfristig abgesichert – und das am Ende der längsten Rezession der Nachkriegszeit", kommentiert VKB-Generaldirektor Markus Auer das Geschäftsjahr 2025. Laut Aussendung unterstreicht dieser Meilenstein das Kundenvertrauen in die VKB. Die Primäreinlagen stiegen um 5,3 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro, wobei insbesondere Termineinlagen (+33,5 %) und Sparbriefe (+13,8 %) dynamisch wuchsen. Auch die Primärausleihungen legten leicht auf 2,75 Milliarden Euro zu. 

Gutes Wertpapiergeschäft

Der Rückgang des Zinsergebnisses um 15,5 % sei nach den EZB-Zinssenkungen absehbar gewesen. Demgegenüber konnte die VKB ihr Dienstleistungsergebnis deutlich auf 36,2 Millionen Euro steigern. Besonders das Wertpapiergeschäft erwies sich mit einem Plus von 6,8 Prozent als Wachstumstreiber. Die harte Kernkapitalquote als wichtigste Vertrauenskennzahl im Bankgeschäft erreichte mit 20,1 Prozent einen historischen Höchstwert (Vorjahr: 17,5 Prozent), während die Gesamtkapitalquote auf 20,7 Prozent stieg (Vorjahr: 18,2 Prozent). Die anrechenbaren Eigenmittel belaufen sich auf 480,3 Millionen Euro. „Diese Kapitalstärke sichert unsere Eigenständigkeit und bietet ein starkes Fundament für unsere weitere Expansion“, betont Auer.

 
 

Gegen den Markttrend: Ausbau von Standorten und Personal

Nach der erfolgreichen Expansion nach Wien, Salzburg und in die Steiermark startet die VKB in die nächste Phase: Die Strategie 2025–2027 fokussiert auf die Modernisierung von Prozessen, Infrastruktur und IT. Dafür stiegen die Verwaltungsaufwendungen gezielt auf 83,4 Millionen Euro. Parallel dazu stärkt die VKB ihr Filialnetz: Neben der Sanierung in Grieskirchen eröffnet am 18. Mai 2026 das neue, 700 qm große Kompetenzzentrum Gmunden. Entgegen dem Markttrend investiert die VKB zudem in ihr Team und beschäftigt aktuell rund 650 Mitarbeiter. Seit 2025 komplettieren Oliver Schmölzer und Alexander Novak den Vorstand. Gemeinsam mit Markus Auer und Markus Forsthuber führen sie die VKB mit der Vision, die beste eigenständige Mittelstandsbank Österreichs zu werden.

Einzigartige Eigentumsstruktur "sichert Unabhängigkeit"

Trotz investitionshemmender Rahmenbedingungen und einer verhaltenen Kreditnachfrage im Mittelstand wuchs die VKB 2025 im Privatkunden- und Wertpapiergeschäft kräftig. „Für einen echten Aufschwung fordert Auer Entlastung: „Es fehlt nicht an unternehmerischem Geist. Wenn die regulatorischen Hürden fallen, erwarten wir einen starken Wirtschaftsaufschwung.“  Die Partnerschaft mit dem Mittelstand ist tief in der DNA der VKB verwurzelt, so Auer. Als Aktiengesellschaft im Eigentum der Volkskredit Verwaltungsgenossenschaft gehört die Bank ihren rund 13.000 Mitgliedern – ausschließlich Kunden und Mitarbeitern. Diese Struktur sichert der VKB ihre Unabhängigkeit: Jedes Mitglied hat eine Stimme. Als Regionalbank hält die VKB das Kapital in der Region: Spareinlagen fließen direkt als Kredite an heimische Betriebe und Privatkunden zurück. „Wir stärken den regionalen Wirtschaftskreislauf, ermöglichen lokale Investitionen und leisten sämtliche Steuern ausschließlich in Österreich“, betont Auer. 
 
 
 

more