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Gruppe Jugendlicher gemeinsam vor dem PC | Credit: Rido/Shutterstock
Ein guter Überblick ist bei der beruflichen Orientierung alles
Ein guter Überblick ist bei der beruflichen Orientierung alles
Rido/Shutterstock

Berufswahl ohne Stress: So findest du deinen eigenen Weg

03.11.2026 um 15:24, Ute Daniela Rossbacher
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Lehre oder Schule? Entdecke deine Stärken, lerne Berufe kennen und nutze kostenlose Beratung, um Schritt für Schritt deinen eigenen Weg zu finden.

„Was willst du später einmal machen?“ Falls dich diese Frage gerade eher nervt als motiviert: Du musst noch keinen fertigen Lebensplan haben. Berufsorientierung beginnt damit, dich selbst besser kennenzulernen und Möglichkeiten auszuprobieren. Diese sechs Schritte helfen dir dabei.

1. Schaue auf das, was dir leichtfällt 

Du erklärst anderen geduldig Mathe, organisierst Treffen oder reparierst gerne Dinge? Dahinter können Stärken wie Einfühlungsvermögen, Planungstalent oder technisches Verständnis stecken. Schreib auf, was du gerne machst und worauf du stolz bist. Frag auch Menschen, die dich gut kennen: „Was kann ich deiner Meinung nach besonders gut?“ Schulnoten zeigen schließlich nur einen Teil deiner Fähigkeiten.

2. Nutze Tests als Ideengeber 

Kostenlose Orientierung bietet beispielsweise der AMS Berufskompass im Internet. Er fragt nach Interessen, persönlichen Stärken und Erwartungen an den Beruf und schlägt passende Tätigkeiten vor. Für jüngere Jugendliche gibt es außerdem den sogenannten BerufsOrientierungsTest im BerufsInfoZentrum. Die Ergebnisse sind als Anregung zu verstehen: Vielleicht entdeckst du einen Beruf, den du bisher noch gar nicht auf dem Schirm hattest oder kanntest.

Jugendlicher vor dem PC | Credit: carballo/Shutterstock
Eignungstests sind ein guter Indikator, um die vielen beruflichen Möglichkeiten einzugrenzen

3. Hole dir Unterstützung im Gespräch 

Du schwankst zwischen mehreren Ideen? In den BerufsInfoZentren (BIZ) des AMS bekommst du kostenlose persönliche Beratung. Gemeinsam könnt ihr Testergebnisse besprechen und überlegen, welche Ausbildungswege zu deinen Interessen passen. Der Ablauf ist denkbar einfach: Vereinbare dafür einen Termin und bringe deine Fragen sowie vorhandene Testergebnisse mit. Du brauchst dafür im Vorfeld übrigens noch keinen Wunschberuf nennen können.

4. Vergleiche Lehre und Schule ohne Schubladen 

Bei einer Lehre lernst du im Betrieb und in der Berufsschule. Eine weiterführende Schule kann dir je nach Schultyp allgemeine Bildung oder eine berufliche Ausbildung bieten. Überlege: Wie lernst du gerne? Welche Inhalte interessieren dich? Welche Voraussetzungen musst du erfüllen? Im AMS Ausbildungskompass kannst du passende Ausbildungsangebote recherchieren. Auch eine Kombination ist möglich, etwa Lehre mit Matura.

Zwei junge Frauen bei der gemeinsamen Lektüre von Broschüren | Credit: MAD.vertise/Shutterstock
Netzwerken und Informationsaustausch sind das Um und Auf bei der Suche nach dem idealen Job

5. Sammle Fragen statt nur Prospekte 

Bildungsmessen bringen unterschiedliche Möglichkeiten an einem Ort zusammen. Zum Beispiel die BeSt Innsbruck vom 2. bis 4. Dezember 2026: In der Messe Innsbruck kannst du bei freiem Eintritt Schulen, Ausbildungsbetriebe und Beratungsangebote kennenlernen. Auch das AMS Tirol ist mit einem Messestand vertreten. Nimm drei konkrete Fragen mit, etwa: „Welche Berufe passen zu meinen Stärken?“ oder „Wie kann ich meinen Favoriten ausprobieren?“ So wird aus vielen Informationen ein greifbarer nächster Schritt.

Jugendliche bei einer Messe | Credit: Matej Kastelic/Shutterstock
Spezielle Fachmessen bieten umfassende Informationen zu beruflichen Karrierechancen und Ausbildungsangeboten

6. Mach den Realitätscheck 

Ein Beruf klingt spannend – aber gefällt dir auch der Alltag dahinter? Nutze Schnuppertage, berufspraktische Tage oder Tage der offenen Tür. Frag nach typischen Aufgaben, Arbeitszeiten und Herausforderungen. Gespräche mit Lehrlingen oder Schülerinnen und Schülern geben dir zusätzliche Einblicke.

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