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Florian Hannak und Daniela Punzengruber-Hannak
Florian Hannak und Daniela Punzengruber-Hannak
Florian Hannak und Daniela Punzengruber-Hannak
Helge Kirchberger Photography

Bauzentrum Hannak: Der Faktor Mensch im Mittelpunkt

14.09.2026 um 10:56, Simone Reitmeier
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Ob bei der Wahl neuer Standorte, in der Beratung oder beim 24/7-Schauraum: Im Bauzentrum Hannak steht nach wie vor der Mensch im Mittelpunkt.

Neue Standorte, ein eigener Fuhrpark, flexible Schauraumkonzepte und erste KI-Anwendungen: Das Bauzentrum Hannak entwickelt sich in mehreren Bereichen weiter. Im Interview sprechen Florian Hannak und Daniela Punzengruber-Hannak über Expansion, Kundenerwartungen und die Zukunft des Baufachhandels.

Bauzentrum Hannak erweitert mit neuen Standorten seine Präsenz in Österreich. Warum gerade jetzt? 
F. Hannak: Liezen war für uns eine einmalige Chance. Die Firma Quester war früher einer der größten Baustoffhändler Österreichs und ist sukzessive kleiner geworden. Der Standort ist relativ alleinstehend, mit wenig Konkurrenz. Gleichzeitig gab es dort bereits eine bestehende Immobilie und ein Team. Eine solche Kombination bekommt man nicht alle Tage. Parallel dazu entwickeln wir unsere weiteren Standorte. Hallein ist Anfang 2026 nach der Übersiedlung von Abtenau gestartet, Marchtrenk befindet sich im Aufbau und soll 2027 eröffnen.

Bei uns versteckt sich keiner hinter den Regalen. Wir setzen neben Profiprodukten konsequent auf persönliche Beratung.

Florian Hannak, Geschäftsführer Bauzentrum Hannak

Der Mensch als Standortfaktor

Was muss ein Standort für Sie persönlich mitbringen, damit Sie sagen: „Hier investieren wir“? 
F. Hannak: Entscheidend sind für uns die handelnden Personen vor Ort. Dass jemand erreichbar ist, vielleicht auch einmal am Sonntag zurückschreibt, die Ware vorbereitet und alles organisiert. Wenn du an einem Standort die richtigen Leute sitzen hast, kannst du dort auch Geschäft generieren. Das war in Liezen der Fall und für uns ein wesentliches Entscheidungskriterium.

Morgenstimmung beim Bauzentrum Hannak.
Bauzentrum Hannak

Flexibilität rund um die Uhr

Sie betreiben in Salzburg einen 24/7-Schauraum. Was sagt dieses Konzept über veränderte Kundenerwartungen aus? 
D. Punzengruber-Hannak: Das entspricht dem Zeitgeist, Flexibilität ist heutzutage extrem wichtig. Viele Menschen müssen Arbeit, Familie und Kinderbetreuung unter einen Hut bringen und wollen stärker selbst bestimmen, wann sie etwas erledigen. Mehr Flexibilität in der Arbeitszeit verlangt auch von Unternehmen, ihre Angebote und Services entsprechend anzupassen.

Eigene Logistik als Stärke

Zu Ihrem Unternehmen gehören mittlerweile zehn Lkw inklusive Kran. Zahlt sich eine eigene Logistik wirklich aus? 
F. Hannak: Wir haben mehrfach geprüft, ob Fremdfrächter günstiger wären. Das ist bisher nicht der Fall, zudem bleiben wir mit unserem eigenen Fuhrpark flexibler. Zehn Lkw decken den Großteil ab, bei Bedarf ergänzen wir mit drei externen Frächtern. Gerade in der Baustofflogistik, wo oft Kräne mit Drehkopfgabeln in großer Höhe zum Einsatz kommen, braucht es geschultes Personal und viel Fingerspitzengefühl. Wir verstehen uns deshalb nicht nur als Händler, sondern als umfassender Partner, besonders für Privatkunden.

KI trifft Baufachhandel

Welche Rolle spielen Digitalisierung und KI für den Baufachhandel der Zukunft? 
D. Punzengruber-Hannak: Der Baufachhandel ist ein sehr komplexes Geschäft, viele Abläufe lassen sich nur schwer vollständig digitalisieren. Dennoch gibt es noch viel Potenzial, etwa bei der Automatisierung von Eingangsrechnungen. Wir arbeiten außerdem an KI-gestützten Angebotsprozessen, die künftig direkt in unsere Warenwirtschaft übergeleitet werden können. Wir schauen uns professionelle Anbieter an, überlegen aber auch, bestimmte Systeme selbst zu programmieren.

Bauzentrum Hannak ist an sechs Standorten vertreten, beschäftigt rund 150 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz im höheren zweistelligen Millionenbereich.

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