43. Salzburger Stier: Was zum Croatia-Aus wirklich führte
Inhalt
- Obmann spricht von Skandal
- „Danach war alles in Ordnung“
- Freigabe nachträglich erteilt
- Enttäuschung und Konsequenzen
Sportlich hätte Croatia Salzburg den Einzug in die Zwischenrunde des 43. Stiegl Hallencups geschafft. Als Gruppenzweiter erfüllte das Team alle Voraussetzungen auf dem Parkett. Doch nur kurz nach Turnierende folgte der nächste Paukenschlag: Wegen einer fehlenden formellen Spielerfreigabe für David Tadic wurde Croatia Salzburg aus dem laufenden Bewerb ausgeschlossen.
Alle Partien des Vereins wurden mit 0:3 strafverifiziert. Nutznießer der Entscheidung war Ex-Turniersieger SC Golling, der dadurch doch noch in die Zwischenrunde aufstieg. Für Gastgeber Leopoldskron und Croatia Salzburg war das Turnier hingegen abrupt beendet.
Obmann spricht von Skandal
Obmann Bozo Tadic zeigte sich im Gespräch mit weekend.at fassungslos über den Ablauf der Ereignisse. Aus seiner Sicht habe der Verein alles getan, was von ihm verlangt worden sei. „Ich war bereits am Freitag beim Eröffnungstag in der Halle, habe mir Spiele angesehen und bin anschließend zur Turnierleitung gegangen, um die Situation rund um den Spieler zu erklären“, schildert Tadic.
Dabei habe er auch auf eine schriftliche Bestätigung hingewiesen. „Die Turnierleitung fragte mich, ob ich eine Bestätigung habe. Ich sagte ja, per E-Mail. Mir wurde gesagt, ich solle diese ausdrucken und am Samstag vor unserem Spiel gemeinsam mit dem Spielerausweis vorlegen“, so der Obmann weiter.
„Danach war alles in Ordnung“
Laut Tadic sei dieser Aufforderung entsprochen worden. „Ich habe die Unterlagen vorgelegt, danach war für uns alles erledigt. Wir haben unsere Spiele bestritten und uns verdient für die Zwischenrunde qualifiziert“, erklärt er. Umso größer sei der Schock gewesen, als nach Turnierende plötzlich die Disqualifikation ausgesprochen wurde.
Die Begründung der Turnierleitung habe ihn zusätzlich irritiert. „Mir wurde gesagt, dass das nicht ausreiche, weil man aus der Presse erfahren habe, dass in der E-Mail nur stand, dass der Spieler für den Stier freigegeben sei und nicht für die Meisterschaft“, so Tadic.
Freigabe nachträglich erteilt
Daraufhin habe er erneut reagiert. „Ich habe den Obmann des ASV Salzburg kontaktiert. Er sagte mir: Was ausgemacht ist, ist ausgemacht“, berichtet Tadic. Um dennoch auf Nummer sicher zu gehen, habe er die Freigabe auch offiziell über das System angefordert.
„Der ASV Salzburg hat mir daraufhin die Freigabe für David Tadic erteilt. Ich bin sofort mit dieser Bestätigung zur Turnierleitung gegangen – dort hieß es jedoch, es sei zu spät“, sagt der Croatia-Obmann.
Enttäuschung und Konsequenzen
Besonders bitter: Die Spieler erfuhren laut Tadic nicht direkt vom Ausschluss. „Die Mannschaft hat erst kurz vor 22 Uhr durch die Medien vom Ausscheiden erfahren. Das war für alle ein Schock“, sagt er. Für den Funktionär ist klar, dass der Vorfall Konsequenzen haben wird. „Für mich ist der Salzburger Stier Geschichte. Ich werde an diesem Turnier nicht mehr teilnehmen“, erklärt Tadic deutlich. Aus seiner Sicht habe der Verein keine Fehler gemacht. „Wir haben alles erledigt, was von uns verlangt wurde.“