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Alem Huremovic im Duell gegen den SAK 1914 beim Salzburger Stier 2026.
In der Finalgruppe kam es zu Betrugsvorwürfen und Diskussionen.
In der Finalgruppe kam es zu Betrugsvorwürfen und Diskussionen.
Adi Aschauer

43. Salzburger Stier: Finaltag sorgt für Aufregung

08.01.2026 um 13:17, Yunus Emre Kurt
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Der UFC Hallein gewinnt den Salzburger Stier 2026. Doch am Finaltag sorgten hitzige Diskussionen und Vorwürfe in der Gruppenphase für viel Aufregung.

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Der Salzburger Stier 2026 hat einen verdienten Sieger gefunden: Der UFC Hallein setzte sich im Endspiel des traditionsreichen Hallenklassikers vor ausverkauftem Haus mit 4:2 gegen den SV Seekirchen durch. Matchwinner war einmal mehr Alem Huremovic, der mit drei Treffern maßgeblichen Anteil am Triumph der Tennengauer hatte.

Doch obwohl Hallein am Ende den Pokal in die Höhe stemmen durfte, wurde der Finaltag nicht nur von sportlichen Höhepunkten geprägt. Bereits in der Gruppenphase der letzten zwölf Teams sorgten Entscheidungen und Spielverläufe für hitzige Diskussionen.

Zündstoff in der Finalgruppe

Besonders im Fokus stand die stark besetzte Gruppe D mit Hallein, Wals-Grünau und dem SAK 1914. Gleich im ersten Spiel sorgten die Tennengauer für ein Ausrufezeichen, als sie den hoch eingeschätzten Turnierfavoriten Wals-Grünau überraschend klar mit 4:0 besiegten.

Damit geriet Grünau im weiteren Verlauf unter Druck und musste gegen den SAK punkten. Die Walser lösten diese Aufgabe zwar mit einem 4:2-Erfolg, doch das abschließende Gruppenspiel zwischen Hallein und dem SAK entwickelte sich zum Zankapfel des Turniers.

Vorwürfe und Gegenargumente

Hallein führte gegen den Traditionsklub bereits mit 3:0, ehe der SAK die Partie noch drehte und mit 4:3 gewann. Aufgrund der Tordifferenz schied Wals-Grünau aus und die Diskussionen begannen. Aus dem Lager der Walser wurde Hallein vorgeworfen, das Spiel bewusst aus der Hand gegeben zu haben, um dem SAK den Sieg zu ermöglichen und Grünau aus dem Turnier zu drängen.

Grünau-Chef Rottensteiner sprach gegenüber der Kronen Zeitung von einer „Frechheit“ und stellte den Charakter der Halleiner Mannschaft öffentlich infrage. Auch Trainer Bernhard Huber-Rieder äußerte sich in einer offiziellen Aussendung des Vereins kritisch: „Die ganze Halle hat gesehen, was da los war. Für mich hatte das eine sehr schiefe Optik.“

Hallein-Coach Lessacher wies die Vorwürfe entschieden zurück. „Fußball spielt man nicht nur mit dem Fuß, sondern auch mit dem Kopf. Wir haben gegen den SAK zum Schluss Kräfte geschont, weil die Pausen danach sehr kurz sind“, erklärte er. Zudem betonte er gegenüber weekend.at: „Wir haben nichts ausgemacht. Jeder sollte sich an der eigenen Nase fassen.“

Auf Nachfrage von weekend.at wollte sich Huber-Rieder nur knapp äußern: „Ohne Worte.“

Hallein überzeugt sportlich

Abseits der Diskussionen ließen die Tennengauer auf dem Parkett keine Zweifel an ihrer Klasse aufkommen. Im Viertelfinale schaltete Hallein den SV Grödig mit 2:1 aus. Im Halbfinale ließ man dem UFV Thalgau beim 4:1 keine Chance, obwohl die Flachgauer zuvor bereits mit starken Auftritten überrascht hatten.

Huremovic entscheidet das Finale

Im Endspiel gegen Seekirchen entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch. Hallein ging früh in Führung, Seekirchen hielt dagegen, doch spätestens mit dem dritten Treffer von Huremovic war die Partie entschieden. Der Regionalligist vom Wallersee kam zwar noch einmal heran, konnte das Blatt aber nicht mehr wenden.

„Es ist unglaublich. Vor zwei Jahren habe ich mit Golling gewonnen, jetzt mit Hallein. Dieses Turnier ist einfach geil“, jubelte der Matchwinner nach dem Schlusspfiff.

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