Nach Skandal-Derby: Mega-Strafe gegen Rapid
- 348. Wiener Derby: Massive Ausschreitungen im Gästesektor
- Bundesliga-Urteil: Sektorsperren und 100.000 Euro Strafe
- Reaktionen: SK Rapid akzeptiert Sanktionen ohne Protest
Das 348. Wiener Derby vom 15. Februar 2026 wird als eines der folgenreichsten in die Geschichte eingehen. Nach schweren Zwischenfällen, bei denen pyrotechnische Gegenstände aus dem Gästesektor auf das Spielfeld flogen und das Spiel minutenlang unterbrochen werden musste, hat der Senat 1 der Österreichischen Fußball-Bundesliga nun ein drakonisches Urteil gefällt. Die Strafe für den SK Rapid umfasst neben einer hohen sechsstelligen Summe auch massive Einschränkungen für die Heimfans. Stadtrivale Austria Wien hat auch eine Geldstrafe ausgefasst.
348. Wiener Derby: Massive Ausschreitungen im Gästesektor
Während der Partie entzündete sich im Gästesektor eine gefährliche Dynamik. Leuchtkugeln und Böller wurden gezielt in den Innenraum des Stadions gefeuert, wodurch sowohl Zuschauer als auch die Aktiven am Feld unmittelbar gefährdet wurden. Die Schiedsrichter sahen sich gezwungen, das Spiel für mehrere Minuten zu stoppen. Diese Eskalation im Wiener Derby bildete die Grundlage für das nun veröffentlichte Strafmaß.
Bundesliga-Urteil: Sektorsperren und 100.000 Euro Strafe
Der Senat 1 reagierte mit Härte gegen den SK Rapid. Da die Vorfälle einen Widerruf der bedingten Strafe vom 1. Oktober 2024 nach sich zogen, wurden folgende Sanktionen verhängt:
- Geldstrafe: 100.000 Euro gegen den SK Rapid (48.400 Euro gegen die Austria wegen Pyrotechnik-Einsatz).
- Sektorsperren: Bei den nächsten drei Heimspielen gegen die Austria, RB Salzburg, Sturm Graz oder den LASK bleiben die Blöcke 15 bis 18 sowie die Sicherheitssektoren 4 und 5 geschlossen.
- Gästefan-Verbot: Für die nächsten drei Jahre sind keine Gästefans des SK Rapid bei Derbys in der Generali Arena zugelassen. Dies gilt auch für Spiele von SK Rapid II.
In der Urteilsbegründung heißt es: „Beim letzten Derby wurde durch die missbräuchliche Verwendung von Pyrotechnik [...] die Gesundheit der Zuschauer im Stadion und der Aktiven am Spielfeld gefährdet. [...] Der proaktive freiwillige Verzicht des SK Rapid auf Gästefans bei Wiener Derbys ist nach Ansicht des Senat 1 ein richtiger Schritt.“
Dass die maximale Strafe von 150.000 Euro nicht voll ausgeschöpft wurde, liegt laut Senat am glaubhaft dargelegten Maßnahmenplan des Vereins. Die Wiener Austria wird aufgrund von nicht genehmigter Verwendung von "Pyrotechnik" zur Kasse gebeten. Die Strafe beläuft sich hier auf 48.500 Euro.
Reaktionen: SK Rapid akzeptiert Sanktionen ohne Protest
Der SK Rapid verzichtet auf einen Einspruch gegen das Urteil. In einer Aussendung stellt der Verein klar, dass die Beschlüsse aufgrund des Fehlverhaltens einiger Personen zur Kenntnis genommen werden. Trotz der enormen wirtschaftlichen Belastung und des Bedauerns gegenüber friedlichen Fans, priorisiert der Klub die Aufarbeitung: Die Zusammenarbeit mit den Behörden zur Identifizierung der Täter, die Böller und Leuchtraketen abfeuerten, laufe auf Hochtouren.