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Spielunterbrechung beim Derby zwischen Austria und Rapid Wien wegen Pyrotechnik im Fansektor
Während die Austria einen verdienten Derby-Sieg feiert, drohen Rapid nach den Pyro-Ausschreitungen harte Konsequenzen durch die Bundesliga.
Während die Austria einen verdienten Derby-Sieg feiert, drohen Rapid nach den Pyro-Ausschreitungen harte Konsequenzen durch die Bundesliga.
APA-Images / Pressefoto Scharinger / Daniel Scharinger

Nach Skandal-Derby: Diese Strafen drohen Rapid

16.02.2026 um 10:10, Marcel Toifl
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Die Austria triumphiert im 348. Wiener Derby gegen Rapid. Dem Rekordmeister aus Hütteldorf drohen wegen erneuten Fan-Ausschreitungen saftige Strafen.

Der prestigeträchtige Fußball-Zweikampf in Wien verschärft die Lage in Hütteldorf: Rapid rutscht nach einer bitteren Derby-Niederlage gegen die Austria immer tiefer in die Krise. Das 0:2 in der Generali-Arena lässt die Favoritner jubeln. Rapid Wien hingegen sieht sich nach zwölf Spielen ohne Sieg in einer immer tieferen sportlichen Krise. Der Sonntag wurde von Fan-Ausschreitungen überschattet.

Austria gewinnt das Wiener Derby

In der ausverkauften Generali-Arena in Wien erlebte Rapid einen frühen Schock. Johannes Eggestein brachte die Austria bereits nach 16 Minuten mit einem platzierten Schuss ins kurze Eck in Führung. Nur kurz darauf nutzte Reinhold Ranftl die mangelnde Zuordnung in der Rapid-Abwehr zum 2:0. Die Austria agierte in dieser Phase hocheffizient, während der Stadtrivale kein Mittel gegen das frühe Pressing fand und kaum für Entlastung sorgen konnte.

Spielunterbrechung nach Pyro-Eklat

Überschattet wurde das Derby in Wien von unschönen Szenen kurz vor dem Ende: Aus dem Sektor von Rapid flogen Böller und Pyrotechnik auf den Rasen. Schiedsrichter Markus Hameter unterbrach die Partie für zehn Minuten. Da der Verein bereits unter Bewährung steht, droht Rapid Wien nun neben einer saftigen Geldstrafe auch eine Sektorsperre im Allianz Stadion.

Rapid ohne Ordnung und Offensivkraft

Sportlich fehlte es den Grün-Weißen an jeglicher Durchschlagskraft. Neo-Trainer Johannes Hoff Thorup analysierte nach dem Spiel: „Ich hätte es gerne gesehen, dass wir viel mutiger auftreten mit dem Ball. Ich hätte es gerne gesehen, dass wir viel aggressiver und nach vorne gerichtet sind.“ Kapitän Matthias Seidl sprach nach der Niederlage gegen die Austria von einem „sehr enttäuschenden Spiel“. Thorup ergänzte resignierend: „Wir haben es versucht, aber wir hatten keinen Erfolg.“

Verletzung von Martin Ndzie

Zusätzlich zur Derby-Pleite plagen Rapid Personalsorgen. Martin Ndzie musste früh mit einer Knieverletzung vom Feld. „Bei Martin Ndzie schaut es nicht gut aus. Er hat eine Knieverletzung“, bestätigte Thorup. Da auch Yusuf Demir weiterhin fehlt, herrscht Ungewissheit über die kommenden Aufgaben in Wien: „Welche Aufstellung wir für das nächste Spiel haben werden, weiß ich noch nicht. Wir werden analysieren und dann sehen, wie die nächsten Schritte aussehen“, so der Coach.

Austria mit Stabilität und Geschlossenheit

Ganz anders die Stimmung bei der Austria: Die Mannschaft präsentierte sich als Einheit. Matchwinner Johannes Eggestein erklärte den Erfolg: „Wir spielen wahnsinnig intensiv, ich glaube schon, dass der eine oder andere Gegner damit große Probleme hat, wenn wir vorne anlaufen.“ Trainer Stephan Helm lobte die Disziplin: „Wir haben von der ersten bis zur neunzigsten Minute wie ein Mann auf dem Platz unsere Vorstellungen umgesetzt.“ Kapitän Manfred Fischer betonte die taktische Vorbereitung auf Rapid: „Wir haben genau gewusst, wie Rapid spielen wird.“

Drohende Strafe für Rapid Wien

Das Nachspiel für Rapid Wien findet nun am grünen Tisch statt. Wegen der Pyro-Vorfälle im Wien-Derby könnte das Heimspiel gegen Salzburg ohne Zuschauer in der Kurve stattfinden. Trainer Thorup verurteilte die Eskalation deutlich: „Ich verstehe zu hundert Prozent die Frustration. Aber natürlich darf sich die Frustration nicht so zeigen wie heute am Ende des Spiels.“ Während die Austria in der Tabelle nach oben klettert, steht Rapid nach nun zwölf sieglosen Spielen vor dem nächsten Heimspiel gegen den WAC massiv unter Druck.

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