Paukenschlag im Darts-Sport: Die Darts Regulation Authority (DRA) hat neue Regeln veröffentlicht, die Transfrauen künftig von reinen Frauen-Turnieren ausschließen. Auch der Profiverband PDC übernimmt diese Richtlinie. Damit ist eine klare Linie vorgegeben, die den Frauenbereich im Darts grundlegend verändert und international für Diskussionen sorgt.
Besonders im Fokus steht Noa-Lynn van Leuven. Die Niederländerin schrieb im Dezember 2024 Geschichte, als sie als erste Transfrau bei einer Darts-WM antrat. Nun trifft sie die neue Regelung direkt. Sie selbst sagt, sie sei dadurch „praktisch raus“ aus dem Frauen-Wettbewerb. Gleichzeitig bleibt ihr zumindest ein Teil der Bühne erhalten, denn bei offenen Turnieren wie der Darts-Weltmeisterschaft kann sie weiterhin antreten.
Die DRA betont zwar, dass gemischte Wettbewerbe weiterhin offen und inklusiv gestaltet sein sollen, doch für van Leuven fühlt sich die Entscheidung wie ein erzwungener Rückzug an. Sie spricht davon, dass sie diesen Schritt nicht freiwillig gehe. Die 29-Jährige, die 2022 ihre Hormontherapie abgeschlossen hatte, kritisiert die neue Regelung scharf und bezeichnet sie als schweren Rückschlag für die Trans-Community. Aus ihrer Sicht geht es dabei nicht nur um ihre eigene Karriere, sondern um die generelle Teilhabe von Transmenschen im Sport.
Auch IOC plant ähnliche Maßnahmen
Die Entwicklung im Darts steht nicht isoliert da. Auch auf internationaler Ebene sind ähnliche Schritte geplant. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will Geschlechtertests für Frauen-Wettbewerbe einführen und Transfrauen aus der Frauenkategorie ausschließen. Van Leuven sieht darin eine besorgniserregende Entwicklung und betont, dass es für Transmenschen zunehmend schwieriger werde, am Alltag und insbesondere an sportlichen Wettbewerben teilzunehmen.
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