Silly Season: Verstappen-Hammer vor Heim-Grandprix in Zandvoort
- Verstappen: „Das Team ist wie eine zweite Familie“
- Aufstieg und Erfolg mit Red Bull
- Red-Bull-Boss Mekies jubelt über Verstappen-Deal
- Fehlten Verstappen die Optionen?
- Verstappen bleibt zentral
- Heim-Grand-Prix wird für Verstappen zur großen Bühne
Jetzt ist es offiziell: Max Verstappen bindet sich für weitere Jahre an Oracle Red Bull Racing. Der bisher bis 2028 laufende Vertrag des viermaligen Weltmeisters wird bis zum Ende der Formel-1-Saison 2030 verlängert.
Verstappen: „Das Team ist wie eine zweite Familie“
Nach den jüngsten sportlichen Schwierigkeiten und der Regelrevolution hat es immer wieder Spekulationen über einen möglichen Abschied des 28-Jährigen gegeben. Nun schafft Verstappen selbst Klarheit.
„Ich freue mich wirklich sehr über die Vertragsverlängerung“, erklärt Verstappen. Das gemeinsame Ziel sei klar: Red Bull soll wieder zurück an die Spitze. „Das Team ist für mich wie eine zweite Familie, und ich fühle mich hier sehr zu Hause“, betont der vierfache Weltmeister seine enge Verbindung zum Austro-Rennstall.
Aufstieg und Erfolg mit Red Bull
Verstappen hat 2014 im Red Bull Junior Programm begonnen. Seit 2016 geht er für das Formel-1-Team an den Start. Kein Wunder, dass der Rennstall auf den Niederländer setzt: Verstappen hat von Anfang an überzeugt, bereits das erste Rennen hat der heute 28-Jährige gewonnen. Seither haben Fahrer und Rennstall gemeinsam vier Fahrer-Weltmeisterschaften, zwei Konstrukteurstitel und 71 Grand-Prix-Siege gefeiert.
Max Verstappens Red-Bull-Vertrag auf einen Blick
- Neuer Vertrag: bis Ende 2030
- Bei Red Bull Racing seit: 2016
- Fahrer-Weltmeisterschaften: 4
- Konstrukteurstitel mit Red Bull: 2
- Grand-Prix-Siege: 71
- Aktuelles Auto: Red Bull RB22
Red-Bull-Boss Mekies jubelt über Verstappen-Deal
Auch Teamchef Laurent Mekies lässt keinen Zweifel daran, welche Bedeutung die Verlängerung für Red Bull hat. Dass Verstappen bleibt und man den „besten Fahrer im Feld“ halten könne, seien „fantastische Nachrichten“, jubelt der Horner-Nachfolger.
Fehlten Verstappen die Optionen?
Die Spekulationen um einen möglichen Abschied von Verstappen haben sich zuletzt hartnäckig gehalten, nicht zuletzt nachdem der Niederländer sich mit der Leistung des RB22 alles andere als getan zeigte. Selbst bei einem offenen Wechselwunsch wären die Optionen zuletzt aber überschaubar gewesen. Ferrari hat seine Plätze mit Rekordweltmeister Lewis Hamilton und Stammfahrer Charles Leclerc besetzt gewesen.
Und selbst Mercedes-Chef Toto Wolff der in der Vergangenheit immer wieder um den Niederländer gebuhlt hat, hat mit Wunderkind Kimi Antonelli mittlerweile den neuen Verstappen aus eigener Schmiede gefunden. „Wir wollen keine Veränderung", hat er zuletzt offen betont.
Ex-Haas-Teamchef Günther Steiner hat McLaren als „einzige Möglichkeit“ für Verstappen benannt. Der britische Rennstall ist mit dem amtierenden Weltmeister Lando Norris und Jungtalent Oscar Piastri äußerst stabil aufgestellt.
Welche Alternativen hatte Verstappen?
- Mercedes: Toto Wolff hat zuletzt betont, dass er an seiner aktuellen Fahrerpaarung festhalten will. Kimi Antonelli hat sich zudem als neuer Spitzenfahrer aus dem eigenen Nachwuchs etabliert.
- Ferrari: Mit Lewis Hamilton und Charles Leclerc sind die Cockpits beim italienischen Traditionsrennstall besetzt.
- McLaren: Günther Steiner hat McLaren als „einzige Möglichkeit“ bezeichnet. Mit Lando Norris und Oscar Piastri ist das Team allerdings ebenfalls stabil aufgestellt.
- Red Bull: Verstappen bleibt beim Team, mit dem er vier Fahrer-Weltmeisterschaften gewonnen hat, und verlängert bis Ende 2030.
Verstappen bleibt zentral
Für Red Bull geht der Deal über eine essentielle Personalentscheidung hinaus. Mit Red Bull Ford Powertrains und Investitionen in die technische Infrastruktur hat der Rennstall einen langfristigen Neuaufbau gestartet. Verstappen soll dabei die zentrale Figur bleiben.
Die sportliche Ausgangslage ist aktuell allerdings herausfordernd. Red Bull kämpft darum, wieder dauerhaft an die Spitze der Formel 1 zurückzukehren.
Heim-Grand-Prix wird für Verstappen zur großen Bühne
Dass Red Bull nach der Sommerpause der Königsklasse eine Entscheidung um ihren Starpiloten verkünden werden, wurde bereits erwartet. Am Wochenende steht in Zandvoort Verstappens Heim-Grand-Prix auf dem Programm. Gleichzeitig soll es das letzte Formel-1-Rennen auf dem niederländischen Kurs sein.
„Hoffentlich können wir den Fans beim letzten Rennen einen besonderen Abschied bereiten“, sagt Verstappen. Noch am Donnerstag wollen er und Mekies bei einer Medienrunde weitere Fragen zum neuen Vertrag beantworten.