Direkt zum Inhalt
Christian Horner vor Ferrari-Kulisse mit Ferrari-Logo
Christian Horner bringt sich für ein Formel-1-Comeback bei Ferrari ins Gespräch.
Christian Horner bringt sich für ein Formel-1-Comeback bei Ferrari ins Gespräch.
APA-Images / AFP / BEN STANSALL | KI-bearbeitet / dall.e / Anna Kirschbaum

Ferrari lockt Horner: Für diesen Traum wirft er seine Pläne über Bord

25.09.2026 um 16:17, Anna Kirschbaum
min read
Christian Horner träumt von einem Comeback bei Ferrari. Für die Scuderia würde der ehemalige Red-Bull-Teamchef sogar seine Zukunftspläne ändern.

Christian Horner will zurück in die Formel 1. Und wenn er sich seinen nächsten Arbeitsplatz aussuchen dürfte, wäre die Sache wohl schnell erledigt: Ferrari. Der ehemalige Red-Bull-Teamchef schwärmt offen von der Scuderia. Für sie würde er sogar eine Bedingung fallen lassen, die für sein Comeback eigentlich gesetzt ist.

​Horner träumt von Ferrari

21 Jahre verbrachte Horner an der Boxenmauer von Red Bull. Noch einmal einfach als angestellter Teamchef zurückkehren? Darauf hat der 52-Jährige wenig Lust.

„Ich war ein Angestellter. Ich saß 21 Jahre an der Boxenmauer. Ich muss nicht dorthin zurück“, sagt Horner im Interview mit der Times. Bei seinem nächsten Formel-1-Projekt will er deshalb nicht "nur" Teamchef sein, sondern auch am Rennstall beteiligt sein.

Bei einem Team wird Horner allerdings schwach.

„Würde ich Ferrari in Betracht ziehen? Ferrari ist die größte Marke in der Formel 1. Es ist der Traum“, schwärmt er. Die Scuderia sei „wohl der schlafende Riese der Formel 1“.

​Für Ferrari wirft er seine Pläne über Bord

Monatelang kursierten Gerüchte über einen möglichen Einstieg Horners bei Alpine. Auch mit Aston Martin wurde sein Name in Verbindung gebracht. Doch bei beiden würde er mehr wollen als einen Platz an der Boxenmauer. Ferrari ist die Ausnahme.

„Ich bin in der sehr glücklichen Lage, dass ich es mir leisten kann, wählerisch zu sein“, sagt er.

Bemerkenswert ist der Sinneswandel allemal. Noch im Mai 2025, damals stand Horner bei Red Bull unter Vertrag, wies er Berichte über einen möglichen Wechsel nach Maranello zurück. Jetzt spricht er selbst vom Traum.

​Doch Ferrari hat bereits einen Teamchef

Einen kleinen Schönheitsfehler hat der Plan allerdings: Der begehrte Posten ist bereits besetzt. Frédéric Vasseur hat seinen Vertrag bei Ferrari erst 2025 um mehrere Jahre verlängert. Mindestens bis Ende 2027 soll der Franzose die Scuderia führen.

​Horner vermisst den Kampf mit Toto Wolff

Dem Briten fehlt aber offenbar nicht nur die Formel 1. Auchs Horners alter Lieblingsrivale bekommt sein Fett weg: Toto Wolff.

„Ich habe immer noch das Gefühl, dass da noch ein Tanz auf mich wartet“, sagt Horner. Wolff müsse wieder einmal ordentlich aufgemischt werden. Der Mercedes-Teamchef habe es schließlich leicht, solange sein alter Rivale nicht da sei.

Horner und Wolff lieferten sich während der großen Duelle zwischen Red Bull und Mercedes jahrelang einen Schlagabtausch abseits der Rennstrecke. Mit Horner bei Ferrari könnte das Duell plötzlich in neuen Farben zurückkehren.

​Ein Leben am Rasen reicht Horner nicht

Dabei müsste Horner gar nicht mehr zurückkommen. Nach seinem Red-Bull-Aus könnte er sich auch einfach aus der Formel 1 verabschieden, die Rücklagen dafür wären allemal ausreichend.

Er könne zu Hause bleiben und sich für den Rest seines Lebens nur noch Gedanken darüber machen, ob es regnet und der Rasen grün wird, sagt er selbst.  „Aber wird mich das erfüllen? Nein.“

Horner will noch einmal tanzen. Und am liebsten offenbar in Rot.

more