Thomas Morgenstern: Gestohlener Helikopter taucht auf Facebook auf
- Morgenstern-Helikopter plötzlich auf Facebook
- 895.000 Euro für gestohlenen Heli
- Diebe flogen mit Morgensterns Heli nach Kroatien
- Täter machten Helikopter offenbar gezielt unsichtbar
Im Fall des gestohlenen Helikopters von Thomas Morgenstern sorgt eine kuriose Anzeige für Aufsehen. Nur kurze Zeit nach dem Diebstahl in Salzburg ist der verschwundene Hubschrauber plötzlich auf Facebook aufgetaucht.
Morgenstern-Helikopter plötzlich auf Facebook
Anfang der Woche wurde der Helikopter von Thomas Morgenstern vom Flugplatz Mauterndorf in Salzburg gestohlen. Während die Ermittler nach dem verschwundenen Fluggerät suchten, erschien in den sozialen Medien plötzlich ein Foto des Helikopters.
In dem Facebook-Posting wurde behauptet, der Hubschrauber werde im Auftrag verkauft. Der verlangte Preis: 895.000 Euro. Angesichts des kurz zuvor erfolgten Diebstahls sorgte das Angebot entsprechend für Aufsehen.
895.000 Euro für gestohlenen Heli
Was zunächst wie eine spektakuläre Wendung im Fall des Thomas-Morgenstern-Helikopters aussah, entpuppte sich laut oe24 allerdings als Täuschung. Das Verkaufsangebot soll mit den tatsächlichen Tätern nichts zu tun gehabt haben.
Der Standort des vermeintlichen Verkäufers führte laut Bericht nach Kroatien. Das Inserat dürfte demnach lediglich ein Scherz gewesen sein.
Diebe flogen mit Morgensterns Heli nach Kroatien
Brisant ist die Verbindung nach Kroatien dennoch. Denn auch die tatsächliche Fluchtroute der Helikopter-Diebe führte laut den bisher bekannten Ermittlungsergebnissen in diese Richtung.
Das Bundesheer-Radar verfolgte den Hubschrauber demnach von Mauterndorf über die Steiermark und Bleiburg bis nach Pag in Kroatien. Weil sich der Heli keinen Flugverbotszonen näherte, habe es keine Grundlage für ein Einschreiten gegeben.
Täter machten Helikopter offenbar gezielt unsichtbar
Die Täter dürften bei dem Coup äußerst gezielt vorgegangen sein. Am Flugplatz brachen sie zunächst eine Hintertür auf. Anschließend sollen sie Ortungssystem, Absturzsensor und Transponder des Hubschraubers deaktiviert haben.
Danach wurde der Heli mit einem Rangierwagen ins Freie gebracht und zur Tankstelle gefahren. Dort füllten die Täter den 170-Liter-Tank vollständig auf. Die Abrechnung belief sich allerdings auf insgesamt 365 Liter. Der zusätzliche Treibstoff dürfte als Reserve mitgenommen worden sein, um die Reichweite auf der Flucht zu erhöhen.
Der Hubschrauber war laut Bericht zudem nicht für Nachtflüge geeignet. Trotzdem gelang den Tätern die Flucht durch die Nacht bis nach Kroatien. Vom Helikopter von Thomas Morgenstern fehlt weiterhin jede Spur.