Direkt zum Inhalt
Thomas Morgenstern sitzt in einem Helikopter
Dreister Coup in Salzburg: Der auffällige Robinson-Hubschrauber von Thomas Morgenstern wurde direkt aus dem Hangar in Mauterndorf gestohlen.
Dreister Coup in Salzburg: Der auffällige Robinson-Hubschrauber von Thomas Morgenstern wurde direkt aus dem Hangar in Mauterndorf gestohlen.
APA-Images / Franz Neumayr / Franz Neumayr

Thomas Morgenstern: Gestohlener Helikopter taucht auf Facebook auf

02.10.2026 um 11:15, Stefanie Hermann
min read
Der gestohlene Helikopter von Thomas Morgenstern taucht auf Facebook auf. Für 895.000 Euro wird der verschwundene Heli zum Verkauf angeboten.

Im Fall des gestohlenen Helikopters von Thomas Morgenstern sorgt eine kuriose Anzeige für Aufsehen. Nur kurze Zeit nach dem Diebstahl in Salzburg ist der verschwundene Hubschrauber plötzlich auf Facebook aufgetaucht.

​Morgenstern-Helikopter plötzlich auf Facebook

Anfang der Woche wurde der Helikopter von Thomas Morgenstern vom Flugplatz Mauterndorf in Salzburg gestohlen. Während die Ermittler nach dem verschwundenen Fluggerät suchten, erschien in den sozialen Medien plötzlich ein Foto des Helikopters.

In dem Facebook-Posting wurde behauptet, der Hubschrauber werde im Auftrag verkauft. Der verlangte Preis: 895.000 Euro. Angesichts des kurz zuvor erfolgten Diebstahls sorgte das Angebot entsprechend für Aufsehen.

​895.000 Euro für gestohlenen Heli

Was zunächst wie eine spektakuläre Wendung im Fall des Thomas-Morgenstern-Helikopters aussah, entpuppte sich laut oe24 allerdings als Täuschung. Das Verkaufsangebot soll mit den tatsächlichen Tätern nichts zu tun gehabt haben.

Der Standort des vermeintlichen Verkäufers führte laut Bericht nach Kroatien. Das Inserat dürfte demnach lediglich ein Scherz gewesen sein.

​Diebe flogen mit Morgensterns Heli nach Kroatien

Brisant ist die Verbindung nach Kroatien dennoch. Denn auch die tatsächliche Fluchtroute der Helikopter-Diebe führte laut den bisher bekannten Ermittlungsergebnissen in diese Richtung.

Das Bundesheer-Radar verfolgte den Hubschrauber demnach von Mauterndorf über die Steiermark und Bleiburg bis nach Pag in Kroatien. Weil sich der Heli keinen Flugverbotszonen näherte, habe es keine Grundlage für ein Einschreiten gegeben.

​Täter machten Helikopter offenbar gezielt unsichtbar

Die Täter dürften bei dem Coup äußerst gezielt vorgegangen sein. Am Flugplatz brachen sie zunächst eine Hintertür auf. Anschließend sollen sie Ortungssystem, Absturzsensor und Transponder des Hubschraubers deaktiviert haben.

Danach wurde der Heli mit einem Rangierwagen ins Freie gebracht und zur Tankstelle gefahren. Dort füllten die Täter den 170-Liter-Tank vollständig auf. Die Abrechnung belief sich allerdings auf insgesamt 365 Liter. Der zusätzliche Treibstoff dürfte als Reserve mitgenommen worden sein, um die Reichweite auf der Flucht zu erhöhen.

Der Hubschrauber war laut Bericht zudem nicht für Nachtflüge geeignet. Trotzdem gelang den Tätern die Flucht durch die Nacht bis nach Kroatien. Vom Helikopter von Thomas Morgenstern fehlt weiterhin jede Spur.

more