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Skiabfahrtspiste in Kitzbühel beim Hahnenkamm Rennen
Die Hahnenkammrennen 2026 in Kitzbühel gehen von 23. bis 25. Januar über die Bühne.
Die Hahnenkammrennen 2026 in Kitzbühel gehen von 23. bis 25. Januar über die Bühne.
Tirol Werbung/Jens Schwarz

Super-G Kitzbühel: Programm und Fakten im Überblick

23.01.2026 um 09:08, Weekend Redaktion
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Die Hahnenkammrennen 2026 bringen Super-G, Streif-Abfahrt und Slalom nach Kitzbühel, mit Rekordpreisgeld, Topstars und Millionenpublikum.

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Die Hahnenkammrennen 2026 in Kitzbühel gehen von 23. bis 25. Januar über die Bühne und markieren die 86. Auflage des Klassikers im alpinen Skiweltcup der Herren. Auf dem Programm stehen ein Super-G, die legendäre Abfahrt auf der Streif sowie der Slalom am Ganslernhang. Insgesamt wird ein Rekordpreisgeld von 1.050.000 Euro ausgeschüttet.

Überblick Hahnenkammrennen 2026

Seit ihrer Premiere im Jahr 1931 zählen die Hahnenkammrennen zu den traditionsreichsten Bewerben im alpinen Skisport. Die Streif ist seit 1937 fixer Bestandteil des Rennens und gilt heute als anspruchsvollste und gefährlichste Abfahrtsstrecke im Weltcup. Steiles Gelände, extreme Geschwindigkeiten und spektakuläre Sprünge machen sie zur ultimativen Referenz im Speed-Bereich. Für das Rennwochenende 2026 werden in Kitzbühel bis zu 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet.

Das Gesamtpreisgeld erreicht 2026 einen neuen Höchststand. In Super-G, Abfahrt und Slalom ist die Prämienverteilung identisch: Der Sieg bringt 101.000 Euro, Platz zwei 51.000 Euro, Rang drei 26.000 Euro. Auch die weiteren Top-10-Plätze sind lukrativ dotiert, selbst Rang 30 wird noch mit 2.500 Euro belohnt.

Die Eckdaten der Streif unterstreichen ihren Extremcharakter: Der Start liegt auf 1.665 Metern, das Ziel auf 805 Metern, womit eine Höhendifferenz von 860 Metern überwunden wird. Die 3,3 Kilometer lange Strecke weist eine durchschnittliche Neigung von 27 Prozent auf, die maximale Steilheit beträgt 85 Prozent. Die Athleten erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h. Bereits nach drei Sekunden sind 60 km/h erreicht, wenig später geht es mit nahezu 100 km/h in die berüchtigte Mausefalle, wo Sprünge von bis zu 80 Metern möglich sind. Der Streckenrekord stammt aus dem Jahr 1997, als Fritz Strobl in 1:51,58 Minuten ins Ziel fuhr. Schlüsselstellen wie Mausefalle, Steilhang, Brückenschuss, Alte Schneise, Seidlalmsprung oder Hausbergkante entscheiden regelmäßig über Sieg oder Niederlage.

Rennkalender und Rahmen

Eröffnet wird das Hahnenkamm-Wochenende am Freitag, 23. Januar 2026, mit dem Super-G um 11:30 Uhr auf der Streif-Alm. Am Samstag folgt zur selben Uhrzeit die klassische Abfahrt auf der Streif. Den Abschluss bildet am Sonntag, 25. Januar, der Slalom am Ganslernhang mit dem ersten Durchgang um 10:15 Uhr und dem zweiten Lauf ab 13:15 bzw. 13:30 Uhr.

Der Super-G in Kitzbühel nimmt im Weltcup-Kalender eine Sonderstellung ein. Zwar steht er im Schatten der Abfahrt, doch aufgrund seiner Geschichte und Streckencharakteristik gilt er als einer der prestigeträchtigsten Super-Gs der Saison – nicht zuletzt durch die Erfolge von Hermann Maier.

Abseits der Piste sorgt ein umfangreiches Rahmenprogramm für zusätzliche Aufmerksamkeit. Radio-Liveübertragungen, Fanaktionen und VIP-Erlebnisse begleiten das Wochenende. Parallel dazu wächst das Interesse an Sportwetten, angeboten werden unter anderem Sieg-, Platz- und Head-to-Head-Wetten. Der verantwortungsvolle Umgang steht dabei im Vordergrund.

Übertragungen und mediale Umsetzung

Alle drei Rennen werden im deutschsprachigen Raum live im Free-TV und per Livestream übertragen. In Deutschland starten die Live-Sendungen am Freitag ab 11:10 Uhr, am Samstag ab 11:15 Uhr und am Sonntag mit dem Slalom ab 10:15 Uhr. In Österreich überträgt der ORF alle Bewerbe live in ORF 1 sowie online. Die Berichterstattung beginnt an allen Tagen rund eine halbe Stunde vor Rennstart und bietet Raum für Vorberichte, Analysen und Hintergrundgeschichten.

Ein umfangreiches Expertenteam begleitet die Rennen. In Österreich fungiert Oliver Polzer als Chefkommentator, unterstützt von Hans Knauß, Armin Assinger und Thomas Sykora. Im Zielraum berichten unter anderem Rainer Pariasek, Alina Zellhofer und Benni Raich. Für die technische Umsetzung zeichnet ORF-Chefregisseur Michael Kögler verantwortlich, der in Kitzbühel auf bis zu 55 Kameras, darunter vier Drohnen, zurückgreifen kann.

Sportliche Ausgangslage im Super-G

Im bisherigen Super-G-Weltcup 2025/26 präsentiert sich Österreich als stärkste Nation. Sechs Podestplätze durch vier verschiedene Fahrer unterstreichen die Breite des ÖSV-Teams. Historisch betrachtet stand in 21 von 22 Super-G-Rennen auf der Streif-Alm zumindest ein ÖSV-Läufer auf dem Podest. Rekordsieger ist Hermann Maier mit fünf Erfolgen. Marco Odermatt, der den Super-G 2025 gewann und aktuell die Disziplinwertung anführt, gilt auch 2026 als Topfavorit. Auf österreichischer Seite zählen Vincent Kriechmayr, Marco Schwarz, Raphael Haaser und Stefan Babinsky zu den Podestanwärtern.

Besondere Aufmerksamkeit erhält Fabian Bachler. Der 24-Jährige gibt in Kitzbühel sein Weltcup-Debüt, nachdem er zuletzt einen Europacup-Super-G gewinnen konnte. Seine Nominierung gilt als klares Signal für leistungsorientierte Nachwuchsförderung.

Abfahrt: Formkurven und Streif-Historie

Die Abfahrt am Samstag bildet traditionell den Höhepunkt des Wochenendes. In der laufenden Saison deutet vieles auf einen offenen Schlagabtausch hin. Marco Odermatt und Franjo von Allmen dominierten zuletzt in Gröden, während Giovanni Franzoni in Wengen erstmals auf das Weltcup-Podest fuhr.

Auf der Streif zählen neben Odermatt auch Vincent Kriechmayr, Dominik Paris und Vorjahressieger James Crawford zum erweiterten Favoritenkreis. Entscheidend bleibt einmal mehr die Passage rund um die Hausbergkante, wo Mut, Linie und Timing über den Rennverlauf entscheiden.

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