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Christina Ager im Zielraum nach einem Training in Sun Valley – die Tirolerin beendet ihre Karriere
Nach 100 Weltcup-Rennen ist Schluss: Christina Ager blickt mit Stolz auf ihre 13-jährige Karriere im Profizirkus zurück.
Nach 100 Weltcup-Rennen ist Schluss: Christina Ager blickt mit Stolz auf ihre 13-jährige Karriere im Profizirkus zurück.
APA-Images / EXPA / Erich Spiess

Paukenschlag: Nächster ÖSV-Star beendet Karriere

10.03.2026 um 13:58, Marcel Toifl
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Ski-News: Christina Ager zieht den Schlussstrich. Die Tirolerin beendet ihre Karriere nach 100 Weltcup-Rennen und einem emotionalen Podestplatz in Cortina.

Die Tirolerin Christina Ager zieht einen Schlussstrich unter ihre aktive Laufbahn im alpinen Ski-Weltcup. Nach insgesamt 13 Jahren im Profisport beendet die Speed-Spezialistin ihre Karriere. Mit exakt einhundert absolvierten Weltcuprennen und einem emotionalen Podestplatz in Cortina d’Ampezzo verabschiedet sich die 30-Jährige von der großen Bühne des Skisports.

Frühes Debüt im Weltcup

Die in Söll aufgewachsene Tirolerin schaffte bereits mit 18 Jahren den Sprung in die Weltspitze. Ihr Weltcupdebüt im Jahr 2013 in Levi gleicht einer Sensation: Mit der hohen Startnummer 53 raste sie im Slalom auf den vierten Platz und sorgte international sofort für Schlagzeilen.

Bereits ein Jahr zuvor erlangte sie ungewollte Berühmtheit, als sie bei den Youth Olympic Games 2012 in Innsbruck den Olympischen Eid sprechen sollte, den Text vergaß und ihr vor laufenden Kameras ein herzhaftes „Scheiße“ entfuhr.

Wechsel ins Speed-Team

Zwei Jahre nach ihrem Debüt traf Christina Ager eine richtungsweisende Entscheidung für ihre weitere Karriere: den Wechsel vom Technik- in das Speed-Team des ÖSV. Fortan konzentrierte sie sich auf die Disziplinen Abfahrt und Super-G. Auch abseits des Weltcups war sie erfolgreich und verbuchte insgesamt zehn Siege in der Europacup-Rennserie.

Verletzungen bremsen Karriere

Der Weg der Tirolerin war jedoch immer wieder von harten Rückschlägen gezeichnet. Insbesondere zwei Kreuzbandrisse innerhalb nur eines Jahres zwangen sie zu langen Pausen und strapaziösen Rehabilitationsphasen. Doch Aufgeben war für Ager nie eine Option; sie kämpfte sich nach jeder Operation beharrlich zurück in den Weltcup-Zirkus.

Höhepunkt in Cortina

Die Krönung ihrer harten Arbeit erfolgte im Jahr 2024. In der prestigeträchtigen Abfahrt von Cortina d’Ampezzo raste sie auf den dritten Rang und sicherte sich damit den ersten und einzigen Podestplatz ihrer Weltcup-Laufbahn.

„Dieser Lebensabschnitt hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Ich bin wahnsinnig dankbar, dass ich all das erleben durfte.“, bilanziert Christina Ager rückblickend auf Instagram. In einer Aussendung des ÖSV heißt es weiters: "Der Skisport hat mich geformt, mir beigebracht, nach Rückschlägen wieder aufzustehen, und mir unvergessliche Momente beschert. Der dritte Platz in Cortina war für mich persönlich der Lohn für all die harte Arbeit und die vielen Stunden in der Reha. An dieser Stelle möchte ich auch gerne die Gelegenheit nutzen, um mich herzlich bei meiner Familie, meinen Trainern und Betreuern zu bedanken."

Abschied nach 13 Jahren

Mit 30 Jahren sieht die Österreicherin nun den richtigen Moment für das Karriereende gekommen. Nach einer Saison, in der ein 27. Platz ihr bestes Resultat blieb, schlägt sie ein neues Kapitel auf.

„Jetzt freue ich mich auf alles, was kommt – und bin gespannt, welche neuen Herausforderungen und Aufgaben auf mich warten.“, so Ager in ihrem abschließenden Statement.

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