Oben ohne: Franzoni und Co. lassen es krachen
Kitzbühel bebte am Wochenende nach den legendären Hahnenkammrennen. Während auf der Streif die Sieger gekürt wurden, begann im Tal der zweite Wettkampf – jener um die wildeste Party. Sieger Giovanni Franzoni und Slalom-Held Manuel Feller sorgten für die heißesten Szenen im Kultlokal „The Londoner“.
Feiern bis in die Morgenstunden
Der „Londoner“ wurde einmal mehr zur Bühne des Wintersports. Das Lokal füllte sich mit Abfahrtshelden, Betreuern und Fans. Wer draußen keinen Platz mehr fand, drängte sich an die Fenster, um einen Blick auf die Szene zu erhaschen. Felix Monsen hatte bereits vor der Party gesagt, die Frage nach seiner Teilnahme sei „eine dumme Frage“. Recht sollte er behalten: Kaum einer der Rennläufer ließ sich die Nacht entgehen.
Im Inneren löste sich alle Anspannung. Nach einer Woche voller Training, Druck und Risiko floss der Alkohol wie Wasser. Franzoni tanzte auf der Bar, Fans sangen italienische Lieder, manche Sportler ließen Trikots und Hemden fallen. Kitzbühel zeigte sich in jener Mischung aus Glanz und Ausgelassenheit, die das Hahnenkamm-Wochenende seit Jahrzehnten ausmacht.
Samstagabend im Kult-Pub
Nach seinem Triumph auf der Streif trat Giovanni Franzoni am Samstagabend noch im Smoking bei der KitzRaceParty auf. Der 24-jährige Italiener präsentierte stolz seine goldene Gams, lächelte in die Kameras und nahm unzählige Gratulationen entgegen. Doch lange hielt der formelle Auftritt nicht. Wenige Stunden später stand der Abfahrtssieger im „Londoner“ hinter der Bar, das Hemd längst ausgezogen, die Champagnerflasche in der Hand.
Zwischen Fans, Fotografen und Kollegen feierte der Italiener ausgelassen. Luc und Nils Alphand, Florian Schieder, Blaise Giezendanner und Adrien Theaux stießen mit ihm an. Auch Cyprien Sarrazin, der ehemalige Streif-König, kam vorbei, um dem neuen Champion persönlich zu gratulieren. Die Stimmung war laut, dicht und voller Alkoholgeruch. Gläser klirrten, Musik dröhnte, Franzoni genoss seinen Abend in vollen Zügen.
Sonntag: Feller stößt an
Am Sonntag gehörte die Bühne einem anderen. Manuel Feller, frischgebackener Slalom-Sieger, sprach noch von seinem „emotionalsten Sieg“ und tauchte kurz darauf selbst im „Londoner“ auf. Mit einem Glas in der Hand stieß er auf sein Märchen von Kitzbühel an.