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Formel-1-Autos beim Rennen in Spielberg bei extremer Hitze – neue FIA-Regel mit Hitzealarm und Kühlungssystemen im Fokus
Formel 1 in Spielberg: Bei Temperaturen von bis zu 36 Grad wird der Österreich-GP zur Hitzeschlacht – im Cockpit sind über 50 Grad möglich.
Formel 1 in Spielberg: Bei Temperaturen von bis zu 36 Grad wird der Österreich-GP zur Hitzeschlacht – im Cockpit sind über 50 Grad möglich.
APA-Images / APA / MAX SLOVENCIK

FIA löst Hitzealarm in Spielberg aus – erstmals in Europa, bis zu 50 Grad möglich!

26.06.2026 um 09:40, Anna Kirschbaum
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Hitze-Alarm in Spielberg: Die FIA reagiert auf bis zu 36 Grad und aktiviert neue Regeln. Im Cockpit drohen über 50 Grad für die Fahrer.

Die Formel 1 reagiert auf die extreme Hitzewelle in Österreich: Für das Rennwochenende in Spielberg hat die FIA erstmals in Europa den Hitzealarm ausgerufen. Spielberg wird damit zum ersten europäischen Schauplatz, an dem die Regel zur Anwendung kommt.

Hitzealarm in Spielberg

Spielberg steht vor einem der heißesten Rennwochenenden der letzten Jahre: Für den Österreich-Grand-Prix werden Temperaturen von bis zu 36 Grad erwartet. Im Cockpit wird es für die Fahrer noch extremer, dort können die Werte auf über 50 Grad steigen. Die FIA reagiert und aktiviert deshalb den Hitzealarm. Die Regel selbst wurde nach den extremen Bedingungen beim Katar-GP 2023 entwickelt und ist seit der Vorsaison Teil des Reglements.

Hitzealarm: Die Regeln im Überblick

  • Auslösung: Hitzeindex über 31 Grad oder Entscheidung der Rennleitung
  • Gilt wann: kann bis zu 24 Stunden vor dem Rennwochenende aktiviert werden
  • Kühlung: Teams müssen Kühlsysteme im Auto verbauen
  • Kühlwesten: Nutzung für Fahrer freiwillig
  • Strafe ohne Nutzung: 0,5 kg Zusatzgewicht im Cockpit
  • Mindestgewicht: +2 kg im Qualifying, +5 kg im Rennen
  • Ziel: Schutz der Fahrer bei extremer Hitze im Cockpit

Neue Regel: Das steckt hinter dem Hitzealarm

Der Hitzealarm kann von der Rennleitung bereits vor einem Rennwochenende ausgerufen werden, wenn bestimmte Grenzwerte überschritten werden. Maßgeblich ist ein spezieller Hitzeindex, der neben der Lufttemperatur auch Faktoren wie die Luftfeuchtigkeit berücksichtigt. Überschreitet dieser Index den Wert von 31 Grad, treten automatisch zusätzliche Vorgaben für die Teams in Kraft. Unabhängig davon kann die Rennleitung den Alarm auch eigenständig aktivieren, wenn sie die Bedingungen als kritisch einstuft.

Kühlung wird zum Pflicht-Thema

Mit der Regel müssen die Teams bei extremen Temperaturen spezielle Kühlsysteme in ihre Autos integrieren. Diese bestehen aus wassergekühlten Westen, die die Fahrer unter dem Rennanzug tragen und die über ein Leitungssystem mit dem Fahrzeug verbunden sind.

Während des Rennens wird gekühltes Wasser durch Schläuche gepumpt, um die Körpertemperatur der Piloten zu regulieren und eine Überhitzung im Cockpit zu verhindern. Ziel ist es, die körperliche Belastung deutlich zu reduzieren.

FIA passt Regeln für alle Teams an

Die Systeme sind mehrere Kilogramm schwer und wären ohne Anpassung ein klarer Wettbewerbsnachteil. Im Falle des Hitzealarms wird deshalb das Mindestgewicht der Fahrzeuge erhöht: im Qualifying um zwei Kilogramm und im Rennen um fünf Kilogramm.

Prinzipiell bleibt es den Fahrern überlassen, ob sie die Kühlung nutzen. Verzichten Piloten darauf, müssen sie ein Zusatzgewicht von 0,5 Kilogramm im Cockpit mitführen. So soll sichergestellt werden, dass kein sportlicher Nachteil entsteht.

Neue Regel nach Katar: Extrembelastung für Fahrer

Die Regel geht auf die extremen Bedingungen beim Katar-Grand-Prix 2023 zurück. Damals hatten zahlreiche Fahrer mit Kreislaufproblemen zu kämpfen, einige mussten medizinisch behandelt werden. Die extreme Hitze im Cockpit löste eine breite Sicherheitsdebatte aus. In der Folge entwickelte die FIA Maßnahmen, um Fahrer künftig besser vor Extrembelastung zu schützen.

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