Fußball-Klub zieht Reißleine: Verbot für Influencer
Inhalt
- Dynamo Dresden verschärft Stadionordnung
- Das steckt hinter dem Vlogger-Verbot
- Darum verbietet Dynamo kommerzielle Aufnahmen
- Private Fotos und Videos bleiben erlaubt
- Dynamo kündigt Kontrollen und rechtliche Schritte an
Dynamo Dresden geht gegen Influencer und Vlogger im Stadion vor. Der deutsche Zweitligist hat seine Stadionordnung verschärft und untersagt kommerzielle Videoaufnahmen ohne vorherige Genehmigung des Vereins. Private Fotos und Videos bleiben dagegen erlaubt.
Dynamo Dresden verschärft Stadionordnung
Dynamo Dresden hat seine Haus- und Benutzungsordnung im Rudolf-Harbig-Stadion angepasst. Influencer, Content-Creator, Vlogger und Streamer dürfen bei Spielen des Vereins nicht mehr ohne vorherige Genehmigung Aufnahmen anfertigen, wenn diese eine entsprechende Reichweite erzielen oder kommerziell verwertet werden sollen.
Kommerzielle Foto-, Audio- und Videoaufnahmen waren im Stadion bereits zuvor ohne ausdrückliche Zustimmung untersagt. Nun wird ausdrücklich festgehalten, dass diese Regel auch für Influencer und andere Content-Creator mit Monetarisierungsabsicht gilt.
Das steckt hinter dem Vlogger-Verbot
Immer wieder filmen Vlogger ihren Stadionbesuch, halten Kameras im Stadionumlauf und während des Spiels drauf und veröffentlichen die Aufnahmen anschließend auf Plattformen wie YouTube.
Mit entsprechenden Klickzahlen und Reichweiten können dabei Einnahmen erzielt werden. Genau hier zieht Dynamo nun eine klare Grenze. Wer mit Aufnahmen aus dem Stadion Geld verdienen möchte, braucht vorher die Zustimmung des Vereins.
Darum verbietet Dynamo kommerzielle Aufnahmen
Dabei geht es nicht nur ums Geld. Dynamo verweist einerseits auf die Medien- und Verwertungsrechte der TV-Partner sowie die eigenen Rechte des Vereins. Werden Videos monetarisiert, würden laut Klub in erster Linie die jeweiligen Ersteller davon profitieren.
Andererseits spielt auch das Stadionerlebnis der Fans eine wichtige Rolle. Viele Anhänger wollen das Spiel verfolgen und ihre Mannschaft unterstützen, ohne ständig von laufenden Kameras umgeben zu sein. Gemeinsam mit Ultras und Fanvertretern betont der Klub deshalb Rücksichtnahme und gegenseitigen Respekt auf den Tribünen.
Private Fotos und Videos bleiben erlaubt
Für den normalen Stadionbesucher ändert sich grundsätzlich nichts. Private Erinnerungsfotos und Videos mit dem Smartphone bleiben weiterhin erlaubt.
Besonders in den Blöcken K1 bis K5 bittet Dynamo allerdings darum, die bestehenden Regeln zu beachten und verantwortungsvoll mit Kameras und Smartphones umzugehen.
Auch reichweitenstarke oder kommerzielle Stadion-Vlogs sind nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Dafür muss allerdings vorab eine ausdrückliche Genehmigung von Dynamo Dresden eingeholt werden.
🚨🇩🇪 Dynamo Dresden have BANNED influencers and vloggers from creating content inside their stadium without prior permission.
The club’s new house rules state:
🗣️ “Production of content with comparable reach or monetisation intent (e.g., by influencers, content creators,… pic.twitter.com/NCOvN28Mb7— Football Tweet ⚽ (@Footballtweet) August 12, 2026
Dynamo kündigt Kontrollen und rechtliche Schritte an
Bei einer Regel auf dem Papier soll es nicht bleiben. Dynamo Dresden will die Einhaltung bei seinen Heimspielen kontrollieren. Dafür steht der Klub im Austausch mit dem Ordnungsdienst. Auch Schulungen des Personals sollen für mehr Aufmerksamkeit bei diesem Thema sorgen.
Wer trotz Verbot ohne entsprechende Erlaubnis kommerzielle Inhalte produziert, muss mit Konsequenzen rechnen. Dynamo behält sich bei Verstößen gegen die Hausordnung ausdrücklich rechtliche Schritte vor.
Die Botschaft aus Dresden ist damit klar: Das private Erinnerungsfoto bleibt erlaubt. Wer aus seinem Stadionbesuch ein Geschäft machen möchte, braucht vorher grünes Licht vom Verein.