Kap Verdes „Oma“: Spaniens Albtraum wird zum Kult-Star
- Kap Verde sorgt für WM-Sensation
- Sieben Paraden gegen Spanien
- Vom Außenseiter zum Kult-Star
- Warum ihn alle „Oma“ nennen
- Tränen wegen seiner Familie
- Spanien unter Druck
Kap Verdes „Oma“ wird zum WM-Star: Der WM-Debütant hat bei seiner ersten Weltmeisterschaft gleich für die größte Überraschung des bisherigen Turniers gesorgt. Kap Verde rang Europameister Spanien ein sensationelles 0:0 ab und sicherte sich damit den ersten Punkt der Verbandsgeschichte auf der größten Fußballbühne der Welt. Im Mittelpunkt stand dabei ein Mann, der mittlerweile weit über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus bekannt ist: Torhüter Josimar Dias, besser bekannt unter seinem Spitznamen „Vozinha“.
Kap Verde sorgt für WM-Sensation
Kap Verde hat bei seiner ersten Weltmeisterschaft gleich für die größte Überraschung des bisherigen Turniers gesorgt. Der WM-Debütant rang Europameister Spanien ein sensationelles 0:0 ab und sicherte sich damit den ersten Punkt der Verbandsgeschichte auf der größten Fußballbühne der Welt.
Im Mittelpunkt stand dabei ein Mann, der mittlerweile weit über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus bekannt ist: Torhüter Josimar Dias, besser bekannt unter seinem Spitznamen „Vozinha“.
Sieben Paraden gegen Spanien
Der 40-Jährige wuchs gegen die spanische Star-Offensive über sich hinaus.Nicht weniger als sieben Mal verhinderte Vozinha einen Gegentreffer und brachte die favorisierten Spanier zur Verzweiflung. Nur einmal musste er sich auf sein Glück verlassen, als ein Schuss kurz vor der Pause an die Latte klatschte.
Am Ende stand die Null und für Kap Verde ein historischer Punktgewinn.Für seine Leistung wurde der Schlussmann zum besten Spieler der Partie gewählt.
„Das ist eine große Ehre für mich. Ich bin sehr stolz“, sagte der Routinier nach dem Schlusspfiff.
Vom Außenseiter zum Kult-Star
Während Kap Verde den überraschenden Punktgewinn feierte, begann für Vozinha auch abseits des Platzes ein unglaublicher Höhenflug. Noch vor dem Spiel folgten ihm auf Instagram rund 50.000 Menschen. Wenige Stunden nach dem Abpfiff waren es bereits Millionen.
Berichten zufolge hatte ein brasilianischer TV-Sender seine Zuschauer sogar dazu aufgerufen, dem Torwart in den sozialen Netzwerken zu folgen. Das Ergebnis: Innerhalb kürzester Zeit explodierte seine Reichweite.
Warum ihn alle „Oma“ nennen
Besonders kurios ist sein Spitzname. „Vozinha“ bedeutet auf Portugiesisch übersetzt „kleine Großmutter“. Der Torhüter trägt diesen Namen bereits seit seiner Kindheit. Damals spielte er oft mit älteren Kindern Fußball auf den Straßen seiner Heimat.
Nach Niederlagen lief er häufig verärgert nach Hause zu seinen Großeltern, bei denen er aufgewachsen war. Die anderen Kinder machten sich darüber lustig und gaben ihm den Spitznamen, der ihn bis heute begleitet.
Tränen wegen seiner Familie
Der WM-Abend war für den 40-Jährigen nicht nur sportlich emotional. Nach dem Spiel sprach Vozinha auch über seine verstorbenen Großeltern. „Ich habe wegen meiner Großeltern geweint. Sie haben alles für mich getan“, erklärte der Torwart. Auch seine Mutter fehlte ihm an diesem besonderen Tag.
Sie konnte nicht ins Stadion reisen, weil die Kaution für ihr US-Visum nicht rechtzeitig bezahlt werden konnte. „Sie konnte heute nicht hier sein“, sagte Vozinha sichtlich bewegt.
Spanien unter Druck
Während Kap Verde den historischen Punktgewinn feierte, herrschte bei Spanien Ernüchterung. Die spanischen Medien sprachen von einer Blamage. Trainer Luis de la Fuente blieb dennoch gelassen. „Wenn der Ball nicht reingeht, geht er nicht rein“, sagte der Nationalcoach nach dem Spiel. Klar ist jedoch: Im nächsten Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien steht Spanien bereits unter Druck. Für Kap Verde hingegen ist der Traum von der nächsten Sensation plötzlich realistischer denn je.
Und für Torhüter Vozinha hat sich das Leben innerhalb von nur 90 Minuten komplett verändert.