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Zlatan Ibrahimovic kritisierte Ronaldos Rolle im Portugal-Team scharf.
Portugal vs. Spanien: Zlatan Ibrahimovic rechnet mit dem Superstar ab, während Ronaldo seine Zukunft im Nationalteam offenlässt.
Portugal vs. Spanien: Zlatan Ibrahimovic rechnet mit dem Superstar ab, während Ronaldo seine Zukunft im Nationalteam offenlässt.
APA-Images / TT News Agency / Henrik Montgomery

„Von Nostalgie getrieben“: Zlatan schießt gegen Ronaldo

07.07.2026 um 10:42, Yunus Emre Kurt
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Nach dem WM-Aus gegen Spanien wird die Kritik an Cristiano Ronaldo immer lauter. Selbst Zlatan Ibrahimovic rechnet mit dem portugiesischen Superstar ab.

Das WM-Aus gegen Spanien könnte das Ende einer außergewöhnlichen Nationalteam-Karriere markieren. Nach Portugals Ausscheiden wird die Diskussion über Cristiano Ronaldo immer intensiver. Besonders deutliche Worte fand Ex-Superstar Zlatan Ibrahimovic, der den 41-Jährigen bereits vor dem Achtelfinale scharf kritisiert hatte.

Während Ronaldo seine Zukunft offenließ, mehren sich in Portugal die Stimmen, die einen personellen Neustart fordern. Auch Nationaltrainer Roberto Martínez verabschiedet sich nach dem Turnier.

Ibrahimovic übt scharfe Kritik

Zlatan Ibrahimovic sparte als TV-Experte nicht mit Kritik an Cristiano Ronaldo. Der frühere schwedische Nationalspieler stellte offen infrage, ob der Rekordtorschütze weiterhin der richtige Mann für Portugals Startelf sei.

"Es ist sein Ego, das das Team in Geiselhaft nimmt", sagte Ibrahimovic. Mittlerweile trage Ronaldo vor allem seine Ausstrahlung, nicht mehr seine Beine. Dass der Stürmer trotz des hochkarätig besetzten Kaders gesetzt sei, bezeichnete Zlatan als "von Nostalgie getriebenen Wahnsinn".

Viele Beobachter sehen in Portugals talentierter Generation mit Spielern wie Vitinha, João Neves oder Nuno Mendes das Fundament für die Zukunft. Ohne die Rücksicht auf Ronaldo könne sich diese Mannschaft noch freier entfalten, lautet ein häufig geäußerter Standpunkt.

Ronaldo lässt Zukunft offen

Cristiano Ronaldo selbst wollte sich unmittelbar nach dem Ausscheiden nicht festlegen. Der 41-Jährige kündigte an, seine Zukunft in Ruhe zu überdenken.

"So ist das Leben eines Fußballers. Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man und man muss weitermachen", erklärte Ronaldo nach dem Spiel. Ob dieses "Weitermachen" auch für das portugiesische Nationalteam gilt, ließ er offen.

Der Rekordspieler betonte, zunächst einen "kühlen Kopf" bewahren zu wollen. Die Entscheidung werde er gemeinsam mit den Menschen treffen, die ihm nahestehen.

Portugal vor dem Ende einer Ära

In der portugiesischen Presse wird bereits vom Ende einer Ära gesprochen. Die Sportzeitung "A Bola" schrieb, Ronaldo habe seinen "letzten Tanz" bei einer Weltmeisterschaft unter Tränen beendet.

Trotz drei Treffern bei der WM konnte der Kapitän die Erwartungen nicht vollständig erfüllen. Gleichzeitig bestätigte Teamchef Roberto Martínez nach dem Ausscheiden seinen Abschied. Medienberichten zufolge soll Jorge Jesus die Nachfolge übernehmen.

Mit bislang 233 Länderspielen und 146 Toren hat Ronaldo portugiesische Fußballgeschichte geschrieben. Ob diese beeindruckende Bilanz noch weiter anwächst oder das WM-Aus gegen Spanien sein letzter Auftritt im Nationaltrikot war, dürfte sich in den kommenden Wochen entscheiden.

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